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Metropolis
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Regie
Fritz Lang
Drehbuch
Thea von Harbou
Produzent
Erich Pommer
Genre Science-Fiction-Drama FSK 6 Filmlänge 118 min Land Deutschland Kinostart 10.01.1927 DVD-Start 07.04.2003 Blu-ray-Start 02.12.2011 Verleih Universum Film |
Story
Der mächtige Großindustrielle Joh Fredersen herrscht in unbestimmter Zukunft über die gigantische Stadt "Metropolis". Während er und die gutsituierten Bürger im luxuriösen "Klub der Söhne" an der Oberfläche der Stadt residieren, muß die arbeitende Masse unter unmenschlichen Bedingungen in den Tiefen der "Arbeiterstadt" bis zum Umfallen schuften. Johs idealistischer Sohn Freder steigt eines Tages zu den Arbeitern hinab, um einen Blick auf "seine Brüder und Schwestern" zu erhaschen. Dabei verliebt er sich in Maria, die den Arbeitern Hoffnung auf Erlösung in Person des "Mittlers" macht. Dieser komme und zeige den Geknechteten den richtigen Weg.
Aus Fredersens Angst, die versklavten Arbeiter könnten sich eines Tages gegen sein Imperium erheben, erwächst in ihm ein wahrhaft teuflischer Plan. Mit Hilfe des wahnsinnigen Erfinders Rotwang erschafft er eine Doppelgängerin Marias, die der Manipulation der Arbeiter nach Fredersens Vorstellungen dienen soll. Doch Fredersens Pläne, sein diktatorisches Gebilde aufrecht zu erhalten drohen zu scheitern, als Rotwang eigene Ziele verfolgt und sich seinerseits als Meister der Manipulation entpuppt...
Schauspieler
Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp, Theodor Loos, Erwin Biswanger, Heinrich George, Brigitte Helm
Filmkritik von Achim Lay
Die Bedeutung von Fritz Langs monumentalem Science-Fiction-Epos "Metropolis" ist filmgeschichtlich von elementarer Bedeutung. Bis in die heutige Zeit ist der Einfluss seines Films spürbar. Seine visuell bahnbrechenden Effekte und einige genretypische Charaktere dienten nachfolgenden Regisseuren als Inspiration. Aus dem "Mittler", einer Art Heilsbringer, auf dessen Ankunft die versklavte Arbeiterklasse sehnsüchtig wartet, wurde in "Matrix" der "Auserwählte". Die Replikanten in "Blade Runner" erinnern an das künstlich erschaffene Double Marias. Aber auch der verrückte Wissenschaftler Rotwang, die in Miniatur aufgebaute, gigantisch anmutende Stadt mit ihren überdimensionalen Wolkenkratzern oder die Roboterfrau fanden im Lauf der Jahre kongeniale Nachfolger in Filmen wie "Dark City", "Das fünfte Element" oder gar "Batman". Hier erinnert nicht nur "Gotham City" an "Metropolis", sondern auch der Pinguin in "Batmans Rückkehr" scheint optisch vom Erfinder "Rotwang" inspiriert. br>
Die passende, Spannung erzeugende Musik ist hervorzuheben. Aber auch die darstellerischen Leistungen werden dem teuersten deutschen Stummfilm gerecht. Insbesondere Götz Georges Vater Heinrich schaffte hiernach den Durchbruch und die großartige Brigitte Helm weiß in ihrer Doppelrolle vollends zu überzeugen.
Auch die expressionistischen Sequenzen bedürfen einer Erwähnung. Bereits in "Dr. Mabuse, der Spieler" aus dem Jahr 1922 hatte Lang die gewaltigen Schattenspiele zur Spannungserzeugung mit Erfolg eingesetzt.
Fritz Lang schuf im Verbund mit seiner damaligen Gattin Thea von Harbou einen richtungsweisenden Film mit sozialkritischen Untertönen. Ihr Werk erteilt dem Klassenkampf eine Absage und plädiert für ein Miteinander der gesellschaftlichen Schichten im Interesse des "großen Ganzen". Dass Lang dem Kapitalismus kritisch gegenüber steht und mit seinem unrealistischen, konstruiert wirkenden "Happy-End" kommunistische Tendenzen erkennen läßt, ist möglicherweise das einzige Manko seiner visionären Zukunftsversion, die jeder Filmbegeisterte gesehen haben sollte.
Wissenswertes
Der Film wurde in der neu restaurierten Fassung mit Originalmusik gesehen und bewertet. Bei der Premiere 1927 bekam der Film keine Freigabe unter 18 Jahren! Über die Jahrzehnte hinweg gab es fünf oder sechs verschiedene Fassungen, deren Lauflänge zwischen 80 und 210 Minuten variierte!
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