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Mr. Deeds geht in die Stadt
Mr. Deeds Goes to Town
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Regie
Frank Capra
Drehbuch
Robert Riskin
Produzent
Frank Capra
Genre Komödie FSK 0 Filmlänge 115 min Land USA, 1936 DVD-Start 08.03.2005 Verleih Sony Pictures |
Story
Longfellow Deeds ist ein sanftes Gemüt und fühlt sich wohl mit dem Leben, das er führt. In seiner Kleinstadt, in der er geboren wurde und aufgewachsen ist, macht er keine großen Sprünge, aber er weiß, was er vom Leben zu erwarten hat. Da kommt es für ihn ganz unverhofft, dass ihm sein ihm unbekannter Onkel sein ganzes Vermögen hinterlassen hat. Zwanzig Millionen Dollar. Zum ersten Mal verlässt Longfellow seine Heimatstadt und reist in das große New York. Wirklich wohl fühlt er sich in der High Society jedoch nicht. Die Leute sind ihm zu spießig und es nervt ihn, dass eigentlich jeder nur hinter seinem Geld her ist. Dann verliebt er sich auch noch in die schöne unbekannte Mary, die eigentlich Babe heißt und Reporterin ist. Sie hat den Auftrag, eine Artikelserie über ihn zu schreiben. Doch dann kommen ihr die Gefühle in die Quere…
Schauspieler
Gary Cooper, Jean Arthur, George Bancroft, Lionel Stander, Douglas Dumbrille, Raymond Walburn, H.B. Warner, Ruth Donnelly, Walter Catlett, John Wray
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur Frank Capra hatte die richtige Nase, als es um die Besetzung des Longfellow Deeds ging und wartete sechs Monate, bis Gary Cooper endlich nicht mehr beruflich gebunden war. Dies kostete die Produktion 100.000 Dollar - viel Geld für die 30er Jahre, selbst in Hollywood. Jean Arthur hingegen war nicht immer die erste Wahl der Babe Bennett. Ursprünglich sollte Carole Lombard die Rolle spielen, sprang jedoch kurz vor den Dreharbeiten ab, sodass ohne eine Hauptdarstellerin begonnen wurde. Ein Glück, dass Jean Arthur diese Rolle erhalten hat. Zum einen, weil sie herausragend in die berechnende und anfangs sehr überhebliche Reporterin passt, zum anderen, weil sie und Kollege Gary Cooper ein tolles Paar ergeben - selbst im neuen Jahrtausend. Cooper spielt die Rolle des naiven und gutgläubigen Longfellow Deeds authentisch und überzeugend. Die OSCAR-Nominierung gab es hier absolut zu Recht. Die Regie wurde mit einem Goldjungen geehrt, was ebenfalls absolut verdient war. Frank Capra inszenierte einwandfrei und lieferte mit diesem Film nach einem Drehbuch von Robert Riskin einen zeitlosen Film ab, der - tragischerweise - noch heute aktuell ist. Noch heute gelten Menschen, die gute Dinge tun, ohne sich finanziell bereichern zu wollen, als "nicht ganz dicht". Noch heute gilt es als seltsam, wenn Menschen etwas Gutes ohne Hintergedanken tun. Insofern ist die Entwicklung, die unsere Gesellschaft in den letzten achtzig Jahren vollzogen hat, keine erfreuliche. "Mr. Deeds geht in die Stadt" zeigt, welche Werte zählen - und die sind noch heute immer noch die gleichen. Wir müssen uns nur erinnern.
Wissenswertes
2002 kam mit "Mr. Deeds" das Remake mit Adam Sandler in die Kinos.
"Mr. Deeds geht in die Stadt" kostete 800.000 Dollar, eine Rekordsumme für 1936. Hauptdarstellerin Jean Arthur hatte den Film niemals gesehen bis sie und Frank Capra 1972 Gäste eines Filmfestivals waren.
Auszeichnungen
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Bester Schauspieler (Gary Cooper), Bestes Drehbuch, Bester Ton
Gewonnene OSCARs
Beste Regie
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