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Mr. Smith geht nach Washington
Mr. Smith goes to Washington
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Regie
Frank Capra
Drehbuch
Sidney Buchman
Produzent
Frank Capra
Genre Satire FSK 0 Filmlänge 125 min Land USA, 1939 DVD-Start 01.02.2001 Verleih Sony Pictures |
Story
Nach dem plötzlichen Tod eines Senators wird der unbedarfte Jefferson Smith zu dessen Nachfolger bestimmt. Die korrupten Entscheidungsträger wähnen sich auf der sicheren Seite, einen derart unerfahrenen Mann nach Washington zu schicken. Doch Smith, dessen Vater bereits für den Kampf gegen das Establishment mit dem Leben bezahlen musste, entpuppt sich keinesfalls als Marionette der skrupellosen Machthaber. Entschlossen nimmt der gutmütige Idealist den Kampf gegen die Korruption auf und steht unverdrossen auf der Seite des "Kleinen Mannes"...
Schauspieler
James Stewart, Jean Arthur, Claude Rains, Edward Arnold, Thomas Mitchell, Guy Kibbee, Beulah Bondi, Eugene Pallette, H.B. Warner, Harry Carey, Astrid Allwyn, Ruth Donnelly, Grant Mitchell, Porter Hall
Filmkritik von Achim Lay
Frank Capra drehte 1939 nach "Mr. Deeds geht in die Stadt" erneut eine Politsatire, die dem Kampf eines einfachen Mannes aus dem Volk gegen das korrupte politische System gewidmet ist. Nicht umsonst besetzte Capra die Rolle des aufrechten, integren Streiter für Gerechtigkeit mit James Stewart, der wie kein anderer Darsteller für Ehrlichkeit und Charakterstärke steht. Neben Stewart kann aus darstellerischer Sicht vor allem Jean Arthur als zynische, mit allen Wassern gewaschene Sekretärin überzeugen, die sich zunächst auf Kosten Stewarts' amüsiert, um dessen unschuldigen Charme im Lauf der Handlung zu erliegen.
Capras warmherzige, wenn aus heutiger Sicht auch reichlich naive Komödien der dreißiger und vierziger Jahre trafen damals, zwischen Weltwirtschaftskrise und Zweitem Weltkrieg, den Nerv des Publikums. Man sehnte sich nach einfachen Leuten, die durch selbstloses, heldenhaftes Auftreten den amerikanischen Traum verwirklichen. Jefferson Smith ist ein solcher Mann, der bei aller Naivität der Bosheit der Mächtigen entschlossen entgegentritt und letztlich sein Gesicht wahrt, indem er seine politischen Ambitionen zugunsten persönlicher Ideale zurückstellt.
Die Inszenierung der Capra-Filme, abgesehen von dessen unerreichtem Weihnachtsfilm "Ist das Leben nicht schön?", wirkt überholt und kann heutigen Standards nicht gerecht werden. Der moralische Zeigefinger ist allzu deutlich auf der Leinwand sichtbar, die märchenhafte Inszenierung wirkt angestaubt und die Darsteller spielen allesamt mit einer Art "kindlicher Naivität". Die Laufzeit ist überdies zu lang geraten, da der Plot nicht sonderlich verwickelt ist und nur wenige dramaturgische Schachzüge bereithält.
Dennoch bereitet es Freude, den liebevollen Charme seiner Filme zu verinnerlichen und sich für zwei Stunden einer Utopie hinzugeben, die sich leider nie erfüllen wird. Aufgrund seines lebensbejahenden Charakters ist der Streifen insbesondere für Nostalgiker und Freunde von James Stewart auch heute noch einen Blick wert.
Auszeichnungen
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler (James Stewart), Bester Nebendarsteller (Claude Rains), Bester Nebendarsteller (Harry Carey), Beste Ausstattung, Bester Schnitt, Bestes Drehbuch, Beste Musik (Vertonung), Bester Ton
Gewonnene OSCARs
Bestes Drehbuch (Original-Story)
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