Greenberg

Filmplakat Greenberg
Regie Noah Baumbach  Drehbuch Noah Baumbach  Produzenten Scott Rudin, Jennifer Jason Leigh 
Genre Tragik-Komödie  FSK 16  Filmlänge 107 min
Land USA  Kinostart 01.04.2010  DVD-Start 14.10.2010  Verleih Tobis

Story

Frisch aus der Nervenklinik entlassen, spielt Robert Greenberg bei seinem kleinen Bruder Phillip für sechs Wochen den Housesitter. Dieser hat es augenscheinlich „geschafft“. Erfolg, Haus, tolle Familie, Geld. Alles Dinge, die der Mittvierziger nicht hat. Der Ex-Musiker hatte damals sein Chance auf einen Plattenvertrag leichtfertig vertan und seither kein Bein mehr auf die Erde bekommen.

Greenberg hat beschlossen diese Wochen in der alten Heimat L.A zu nutzen, um Freunde von früher zu treffen, bei seinen alten Bandkollegen vorbeizuschauen und die restliche Zeit einfach nichts zu tun. Doch die Freunde entpuppen sich als spießige, etablierte Mitbürger, die die wilden Jahre weit hinter sich gelassen und mittlerweile alle Kinder haben. Die Bandkollegen sind auch nach 15 Jahren immer noch sauer wegen dem geplatzten Platten-Deal und einfach nichts tun ist auch irgendwie öde. Da bietet die 25jährige Hausangstellte von Philipp, Florence, ein wenig Abwechslung und Pepp. Auch sie ist irgendwie planlos und Robert und sie scheinen sich gesucht und gefunden zu haben. Oder? Taugen eine abgebrochene Studentin und ein gestörter Ex-Musiker für die Liebe?

Schauspieler

Greenberg Ben Stiller, Greta Gerwig, Rhys Ifans, Jennifer Jason Leigh, Mark Duplass, Merrit Wever, Brie Larson, Chris Messina

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 3 von 5 Ms Greenberg Regisseur und Drehbuchautor Noah Baumbach hat mit seinem Film „Greenberg“ dem Leben abseits der Erfolgsspur nachgespürt und dabei zwei Menschen in den Mittelpunkt gestellt, die nicht gerade auf der Sonnenseite leben, wenn man es oberflächlich betrachtet. Wie sie zueinander finden, welche Untiefen sie dabei überwinden müssen, ist tragisch-komisch und zuweilen auch etwas dramatisch. Wie das echte Leben eben manchmal spielt. Ben Stiller kann nicht leugnen, dass er einen gewissen Hang zu solchen „besonderen“ Rollen hat. „Greenberg“ passt wunderbar in seine Reihe von sonderbaren Figuren, denen der Mime in der Vergangenheit irgendwie immer eindrücklich Leben einhauchte. In „Greenberg“ gibt der Mime den pedantischen Kauz, der einem aber auch im Verlauf der Handlung nicht sympathischer wird. Sicherlich ein Hauptgrund dafür, dass man in die emotionalen Tiefen der Geschichte nicht so abtaucht, wie das möglich gewesen wäre. Ben Stillers „Robert Greenberg“ nervt. Und das leider auch dann, wenn man ihn eigentlich ins Herz schließen sollte. An Stillers Seite spielt die bezaubernde Greta Gerwig. Jenseits von den hochgezüchteten und glattgebügelten Traumfabrik-Twens überzeugt sie mit natürlichem Charme.

„Greenberg“ – ein Film, der sich den Verlierern widmet, wohl aber nur rückhaltlos die Ben Stiller-Fans begeistern wird.

Wissenswertes

Greenberg Bei den 60. internationalen Filmfestspielen von Berlin war Regisseur und Drehbuchautor Noah Baumbach für "Greenberg" für den Goldenen Bären nominiert.



Besucherbewertung
0.0 / 5  (0 votes)

Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.