Ein Engel im Winter

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Filmplakat Ein Engel im Winter
Regie Gilles Bourdos  Drehbuch Gilles Bourdos, Michel Spinosa  Produzenten Olivier Delbosc, Christian Gagne, Christian Larouche, Marc Missonnier 
Genre Mystery-Thriller  FSK 12  Filmlänge 104 min
Land Deutschland, Frankreich, 2008  DVD-Start 08.01.2010  Verleih Sunfilm

Story

„Niemand hat die Macht über die Stunde des Todes. Aber es ist wichtig vorbereitet zu sein.“ (Dr. Kay).

Als der mysteriöse Dr. Kay eines Tages in der Kanzlei des New Yorker Anwalts Nathan auftaucht und behauptet er könne sehen, wann Menschen kurz vor ihrem Todeszeitpunkt stehen, will dieser ihn eigentlich gleich wieder rausschmeißen. Doch Kay hat nachdrückliche Argumente für seine Behauptung und so gerät Nathans Leben bald völlig aus den Fugen, da er nun annimmt als nächstes mit dem Sterben an der Reihe zu sein. Auch wenn er dem undurchsichtigen Arzt nicht wirklich glauben will, kann er sich dessen Angebot, ihm dabei zu helfen mit sich in Vorbereitung auf das Kommende ins Reine zu kommen, nicht entziehen. Und so beginnt Nathan die losen Enden in seinem Leben zu entwirren und stellt sich verdrängten, schmerzlichen Erinnerungen …

Schauspieler

Ein Engel im Winter John Malkovich, Romain Duris, Evangeline Lilly, Reece Thompson, Lars Engström, James Arden, Glenda Braganza

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 5 von 5 Ms Ein Engel im Winter Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Guillaume Musso wird als Mystery-Thriller angepriesen und ist doch viel mehr als das. Zwar hat der Film einen starken Mystery-Einschlag und die Entwicklung der Handlung ist auch packend, doch schon bald gewinnt die spirituelle Ausrichtung der Geschichte die Oberhand. „Ein Engel im Winter“ ist eine intensive, kraftvoll inszenierte Auseinandersetzung mit dem Thema Tod. Eine Auseinandersetzung, die wir gerne aus unserer alltäglichen Lebenswirklichkeit verdrängen. Die Hauptfigur Nathan wird von dem geheimnisvollen Dr. Kay quasi gezwungen sich damit auseinanderzusetzen und der Zuschauer darf an dieser „Reise“ teilhaben. Regisseur und Drehbuchautor Gilles Bourdos nähert sich der komplexen Thematik des Sterbens behutsam, aber mit einer stillen Beharrlichkeit. Er versteht es die menschliche Ängste, die mit unser aller Endlichkeit in Zusammenhang stehen, sensibel und doch nachdrücklich in ihren Facetten herauszuarbeiten und mit der Frage nach dem Sinn des Lebens zu verknüpfen. Atmosphärisch dichte Musik und eine wundervolle Bildersprache verbinden sich dabei mit den starken Darstellerleistungen von Romain Duris (Nathan) und John Malkovich (Dr. Kay). Sinnsuche und die Angst vor einem plötzlichen Tod finden sich in Blicken, Dialogen oder einfach in der Betrachtung nächtlich erleuchteter Hochhausfassaden. „Ein Engel im Winter“ wird dadurch zu einer intensiven Filmerfahrung, die nachdenklich stimmt und sich in jedem Fall lohnt.

Wissenswertes

Ein Engel im Winter Der Film basiert auf einem gleichnamigen Buch von Autor Guillaume Musso.



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