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Gangster No. 1
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Regie
Paul McGuigan
Drehbuch
Johnny Ferguson
Produzenten
Jonathan Cavendish, Norma Heyman
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 102 min Land Großbritannien, Deutschland Kinostart 01.02.2001 DVD-Start 18.10.2001 Verleih Senator Film |
Story
1968 steigt Freddie – der Schlächter von Mayfair - Mays zum führenden Gangsterboss im Viertel auf. Als einer seiner Leute nicht mehr spurt, heuert er einen jungen Nachwuchskriminellen an, für den Mays das absolute Idol ist. Fortan erledigt „der Neue“ die Drecksarbeit und kopiert den überheblichen Freddie wo er kann. Als sich dieser in die Sängerin Karen verliebt und sich mehr und mehr von seinem Nachwuchsgangster zurückzieht, mit dem ihn zwischenzeitlich fast eine Freundschaft verband, reagiert dieser eifersüchtig und spinnt Pläne für Freddies Entmachtung. Als Freddie und Karen heiraten wollen, dreht er ganz durch. Indem er den Krieg zwischen Myes Bande und der Konkurrenz um Lennie Taylor gezielt anheizt, schaltet er letztlich beide aus und schwingt sich zum Gangster No. 1 auf. Freddie fährt für den vermeintlichen Mord an Taylor in den Bau ein und der neue Boss übertrifft in der Zeit, in der Freddie sitzt, sein Vorbild in allen Bereichen. Doch er kann sich nie ganz von dessen Schatten frei machen. Nach fast 30 Jahren wird Freddie Mays dann wieder auf freien Fuß gesetzt…
Schauspieler
Paul Bettany, Malcolm McDowell, David Thewlis, Saffron Burrows, Kenneth Cranham, Jamie Foreman, Eddie Marsan, Andrew Lincoln, Doug Allen, Razaaq Adoti, Cavan Clerkin, David Kennedy, Johnny Harris
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Gangster No. 1“ ist nicht nur ein brutaler Millieuthriller, sondern auch die faszinierende Charakterstudie eines Mannes, für den der Sieg über sein einstiges Vorbild zur fixen Idee wird. Als sich der Gangster am Ziel wähnt, muss er schmerzlich feststellen, dass sich sein Idol von einst mittlerweile erneut uneinholbar weiterentwickelt hat.
Der Film ist stilsicher in einer authentischen Optik inszeniert und lässt die 60er Jahre visuell, wie akustisch vor dem Auge des Zuschauers auferstehen. In einer Zeit, als es noch keine DNA-Analysen gab, trugen die Gangster Maßanzüge und Manschettenhemden. Der Filmemacher Paul McGuigan erzählt diese besondere Geschichte vom „Gangster“, der bis zum Schluss namenlos bleibt, in einer Rückblende. Es ist die Geschichte eines psychopathischen Schlächters, der mit Paul Bettany und Malcolm McDowell ein überzeugendes junges wie altes Gesicht erhält. Die beiden Mimen fangen den kaputten Geist der Hauptfigur präzise ein und insbesondere in Bettanys Augen blitzt der Wahnsinn so gekonnt, dass es einem die Gänsehaut in Wellen über den Rücken treibt. Wie er zerfressen von Eifersucht sein Vorbild Freddie Mays alias David Thewlis stürzen und ihm doch, beseelt von einer unbändigen Hassliebe, auch nahe sein will, fängt die Kamera in fiebrigen Bildern ein. Paul Bettanys und Malcolm McDowells intensivem Spiel ist es zu verdanken, dass man sich auf den zuweilen doch etwas langatmigen Erzählfluss einlässt und Gangster Geschichte bis zum Schluss in einer gespannten Erwartung verfolgt.
"Gangster No. 1" ist der zweite Langfilm des britischen Regisseurs Paul McGuigan.