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Ich & Orson Welles
Me & Orson Welles
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Regie
Richard Linklater
Drehbuch
Holly Palmo, Vince Palmo
Produzenten
Richard Linklater, Marc Samuelsen, Ann Carli
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 109 min Land Großbritannien, USA, 2008 Kinostart 26.08.2010 DVD-Start 18.11.2010 Blu-ray-Start 02.12.2010 Verleih Farbfilm |
Story
Manhattan, New York, 1937: Orson Welles ist schon jetzt ein schillernder Star - ein Schauspieler, ein Regisseur, ein Visionär. Er gründete sein legendäres Mercury Theatre und ist gerade dabei, eine Theaterrevolution zu starten. William Shakespeares „Julius Caesar“ soll die Zuschauer für einen Moment die große Depression vergessen machen und neue Broadway-Akzente setzen.
Nur durch Zufall trifft der 17jährige Richard mitten in Manhattan auf die Crew von Welles – und kurz darauf auch auf ihn, den Meister, selbst. Durch einen glücklichen Zufall engagiert er Richard von der Straße weg für sein Stück und besetzt ihn für eine kleine Rolle, die des Lucius.
Doch die verführerische Theaterwelt entpuppt sich als hartes Pflaster, auf dem ein junger, naiver Mann, wie Richard vielleicht nicht bestehen kann. Schnell muss er erkennen, welch hartes Regiment Orson Welles führt und wie schwer Proben wirklich werden können. Als er sich dann auch noch in Sonja Jones, Welles Assistentin verliebt, kommt es zum Showdown, der alles verändern wird…
Schauspieler
Zac Efron, Christian McKay, Claire Danes, Ben Chaplin, Eddie Marsan, Zoe Kazan, James Tupper, Kelly Reilly, Leo Bill, Al Weaver, Iain McKee, Simon Lee Phillips, Simon Nehan, Imogen Poots, Patrick Kennedy
Filmkritik von Thomas Ays
Richard Linklater ist bekannt für seine eigenwillige und konsequente Art, Filme zu inszenieren. Nie ist es einfach nur Unterhaltung, sondern die Botschaften sind es, die vermittelt werden wollen.
„Ich & Orson Welles“ ist von der ersten Minute ab ein Ensemblefilm, der durch Dialoge und eine stimmige Inszenierung besticht. Glaubhaft und höchst eindrucksvoll versetzt uns Linklater in die 30er Jahre von New York City zurück und nutzt die Energie und die Frische seiner Schauspieler, um seinen Film glaubwürdig zu machen. Zac Efron zeigt als junger Richard, zu was er in der Lage ist und dass er weit mehr ist, als ein „High School Musical“-Star. Neben ihm ist eine authentische und kompromisslose Claire Danes als Sonja Jones zu sehen, die, scheinbar spielend einfach, ihre Rolle mit Leben erfüllt. Die eindrucksvollste und beeindruckendste Leistung zeigt jedoch Christian McKay als Orson Welles. Wenn da mal keine OSCAR-Nominierung herausspringt? Mit einer unglaublichen Präsenz und Wirkung lässt er seine Zuschauer nicht mehr los und punktet in den herrischen, wie in den leisen Momenten seiner Figur auf ganzer Linie. „Die Schauspielentdeckung des Jahres!“ dürfte der Titel über McKays derzeitiger Biographie lauten – und das vollkommen zu Recht.
„Ich & Orson Welles“ ist sicherlich kein Blockbuster und gerade hierzulande dürfte es schwer werden, den Film zu platzieren, dennoch ist er in ausgewählten Kinos mindestens einen Blick wert. Linklater hat einen aussagekräftigen Film geschaffen, der mit außergewöhnlichen Schauspielern glänzt.
"Ich & Orson Welles" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Robert Kaplow. 