Max Schmeling - Eine deutsche Legende

Max Schmeling

Filmplakat Max Schmeling - Eine deutsche Legende
Regie Uwe Boll  Drehbuch Timo Berndt  Produzent Dan Clarke 
Genre Biopic  FSK 12  Filmlänge 117 min
Land Deutschland  Kinostart 07.10.2010  DVD-Start 16.05.2011  Blu-ray-Start 16.05.2011  Verleih KSM

Story

Die Geschichte wird aus einer Rückblende heraus erzählt. Max Schmeling, 1943 in Kreta: Er überführt gerade einen englischen Kriegsgefangenen, als er diesem von seiner Karriere als Schwergewichtsboxer zu erzählen beginnt. Er holt weit aus, berichtet von seinem ersten Weltmeisterschafskampf, von seinem berühmten Kampf gegen Joe Lewis in den USA, vom Rückkampf, den er durch ein K.O. verlor. Neben seiner Karriere erinnert sich der heutige Soldat auch an seine große Liebe – der Schauspielerin Anny Ondra, die er später sogar heiratete – und letztlich auch von den Schwierigkeiten, die er mit den Nationalsozialisten hatte, und dem Ende seiner Karriere…

Schauspieler

Max Schmeling - Eine deutsche Legende Henry Maske, Susanne Wuest, Heino Ferch, Vladimir Weigl, Detlef Bothe, Christian Kahrmann, Alain Blazevic, Stefan Gebelhoff, Mark Boldin, Luka Satara, Rolf Peter Kahl, Arthur Abraham

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 2 von 5 Ms Max Schmeling - Eine deutsche Legende Uwe Boll hat in den vergangenen Jahren ein wahrlich dickes Fell bewiesen. Seine Computerspielverfilmungen wurden, eine nach der anderen, von der Presse gnadenlos verrissen. Boll wäre jedoch nicht Boll, würde er sich davon beirren lassen. Ein erster Blick auf sein neues Werk, das Biopic „Max Schmeling - Eine deutsche Legende“, könnte beinahe zu der Annahme verleiten lassen, dass Boll nun ernst macht und uns tatsächlich etwas Ernstzunehmendes auf unsere Leinwände bringt. Aber nur beinahe, denn aller ernsthafter Fahrtwind wird „Max Schmeling - Eine deutsche Legende“ schnell entzogen, sobald man leicht fassungslos den Namen Henry Maske auf dem Plakat bemerkt.

Henry Maske ist vieles, doch sicherlich kein Schauspieler. Was man im Vorfeld schon wusste, bestätigt sich wenig überraschend schon nach den ersten Filmminuten. Sein steifes Schauspiel, gemischt mit den hölzernen Dialogen, die ihm Autor Timo Berndt zurecht schrieb, sorgen für unfreiwillig viel Situationskomik. Immerhin: im Ring kann Maske überzeugen – was tatsächlich einige, für Fans, nette und spannende Boxszenen hervorbringt. Darum herum versagt „Max Schmeling - Eine deutsche Legende“ jedoch auf allen Ebenen. Uwe Bolls Biopic beleuchtet nicht die Person Max Schmeling, sondern entpuppt sich als bloße Nacherzählung einer Karriere, die in ihren groben Zügen ohnehin den meisten bekannt sein dürfte oder die man alternativ auch irgendwo mal eben nachlesen könnte. Um die einzelnen Lebensstation Schmelings herum, zeigt Boll eine fade Darstellung des Dritten Reichs und des Nationalsozialismus.

Immerhin bleibt Boll immer politisch korrekt, erzählt seine Geschichte zwar langweilig und unfreiwillig komisch, aber immerhin rund und geradlinig – man könnte fast meinen, er habe sich mit seinem „Max Schmeling - Eine deutsche Legende“ tatsächlich richtig Mühe geben. Nützt jedoch alles nichts, wenn das Talent zum Filmemachen fehlt. Schade nur, dass Boll diesen und allen anderen geschriebenen Zeilen zu seinen Filmen, keinen Glauben schenken und weiterhin unbeirrt Filme auf unseren Markt werfen wird.

Wissenswertes

Max Schmeling - Eine deutsche Legende "Max Schmeling - Eine deutsche Legende" erzählt die Karriere des deutschen Boxers, der zwischen 1930 und 1932 Boxweltmeister im Schwergewicht war, nach. Schmeling gilt bis heute als einer der populärsten Sportler Deutschlands.



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