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Maos letzter Tänzer
Mao's Last Dancer
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Regie
Bruce Beresford
Drehbuch
Jan Sardi
Produzent
Jane Scott
Genre Biopic FSK 6 Filmlänge 117 min Land Australien Kinostart 04.11.2010 DVD-Start 11.03.2011 Verleih Capelight |
Story
Im Alter von nur elf Jahren fällt der kleine Dorfjunge Li Cunxin in der chinesischen Provinz Talentsuchern der staatlichen Ballettschule ins Auge. Sie nehmen den Jungen mit in die große Stadt, nach Peking, auf die Ballett-Akademie, wo er durch eine harte Schule geht. Erst nach und nach erschließt sich Li Cunxin die Seele des Balletts und er entwickelt eine tiefe Leidenschaft für das Tanzen. Dank dem künstlerischen Leiter des Houston Ballettes Ben Stevenson, der Li bei einem Besuch in China 1980 sieht, bekommt der junge Chinese für drei Monate die Gelegenheit in die USA zu reisen und dort seine Ausbildung unter Stevenson fortzusetzen. Zunächst von der ungewohnten Lebensart der Amerikaner überfordert, beginnt Li die Chancen eines freien Lebens zu erkennen. Sein Talent macht ihn zum umjubelten Star der Kompanie und in Liz findet er seine erste große Liebe. Li will nicht mehr nach China und in ein fremdbestimmtes Leben zurück. Er heiratet Liz, um so ein Bleiberecht in den Staaten zu erzwingen. Doch der Chinesische Staat duldet keine Regiemausbrecher. Bei einem Besuch im Konsulat wird er festgenommen und vor die Wahl gestellt: Freiheit oder Familie?
Schauspieler
Chi Cao, Bruce Greenwood, Kyle MacLachlan, Joan Chen, Amanda Schull, Shuangbao Wang, Chengwu Guo, Wen Bin Huang, Aden Young, Madeleine Eastoe
Filmkritik von Melanie Frommholz
Die besten und bewegendsten Geschichten schreibt das Leben selbst. So auch im Fall von „Maos letzter Tänzer“. Der Film basiert auf der Autobiographie des umjubelten chinesischen Balletttänzers Li Cunxin und erzählt dessen Weg vom einfachen Bauernsohn hin zum gefeierten internationalen Tänzer. Eine Geschichte, die Licht hat und auch Schatten. Eindrücklich arbeitet Regisseur Bruce Beresford heraus, wie das einfache Leben für den jungen Li prägend war und welch ein Kulturschock die Reise nach Amerika für ihn gewesen sein muss. In Rückblenden und auf leise Töne setzend erzählt „Maos letzter Tänzer“ die Geschichte eines einfachen Manns der die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen musste: Für die Freiheit und seine Leidenschaft und gegen seine Heimat und seine Familie. Chi Cao, der den erwachsenen Li verkörpert braucht keine großen Gesten, um diese innere Zerrissenheit nachfühlbar zu transportieren. So wird Bruce Beresfords Biopic mehr als die bloße Nacherzählung der zunächst beschwerlichen Karriere eines kommunistischen Tänzers hin zum Weltstar, sie wird ein Stück personalisierte Zeitgeschichte, die auch vom Öffnungsprozess Chinas erzählt. Am Ende ist man nicht nur von Li Cunxins Talent beeindruckt, sondern auch von seinem Weg tief berührt.
Der Film wurde im Original gesehen und bewertet.
