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Prozac Nation - Mein Leben mit der Psychopille
Prozac Nation
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Regie
Erik Skjoldbjærg
Drehbuch
Frank Deasy, Larry Gross
Produzenten
R. Paul Miller, Galt Niederhoffer, Brad Weston
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 93 min Land USA, Deutschland DVD-Start 28.01.2010 Verleih 3L Filmverleih |
Story
Lizzie ist ein Schreibtalent. Schon als sie ganz klein war, erzählte sie fiktive Geschichten und machte ihr schriftstellerisches Talent deutlich. Jene Geschichte erzählt auch Lizzies Mutter immer wieder gern. Als Lizzie endlich auf die Elite-Universität Harvard geht, um dort Journalismus zu studieren, machen sich die sozialen Probleme der jungen Frau erst richtig bemerkbar. Im Grunde ist sie unfähig, mit anderen Menschen umzugehen und erreicht mit verbalen Verletzungen gegenüber anderen nur Ablehnung - dabei schreit sie doch lautstark nach Hilfe. Selbst ihre neurotische Mutter kann ihr nicht helfen. Als Lizzie schließlich eine Psychologin aufsucht, scheint sich ein Licht am Ende des Tunnels abzuzeichnen: Psychopharmaka...
Schauspieler
Christina Ricci, Jason Biggs, Anne Heche, Michelle Williams, Jonathan Rhys-Meyers, Jessica Lange, Jesse Moss, Nicholas Campbell, Zoe Miller, Sheila Paterson, Rob Freeman, Nicole Parker, Frida Betrani, Klodyne Rodney, Ian Tracey, Wendy Noel, Bill Marchant, Tom Kent, Christine Anton, Cindy Lentol, Paula Plum
Filmkritik von Thomas Ays
Starbesetzt ist es, dieses Biopic-Drama. Hauptdarstellerin Christina Ricci ist der Lichtschein, der erneut auf einen Film scheinen darf. Mit einer starken Performance schafft es dieses Ausnahmetalent ein weiteres Mal, eine glaubhafte Leistung abzuliefern, die nichts vermissen lässt. An ihrer Seite sind Jessica Lange in einer Paraderolle, Michelle Williams als beste Freundin und ein ungewohnt ernster Jason Biggs als erste große Liebe zu sehen.
Die Geschichte dieses Films gibt, wie vorher schon das Buch, Anlass zu heftigen Diskussionen. Ist dies nun ein tatsächlich geschilderter Tatsachenbericht oder nur eine platte Werbung der Pharmaindustrie, die die Wirkung von Medikamenten anpreist? Im Film wird mehrmals die Aussage getätigt: „Medikamente geben mir Raum zu denken.“, auf der anderen Seite bestätigt Christina Riccis Figur in einer Sitzung genau das Bild, das auch der Zuschauer von ihr hat: „Mit Medikamenten bin ich nicht mehr ich.“ Da wären wir auch schon am Knackpunkt der Geschichte. Sie bezieht einfach keine Stellung, was das Bewerten von „Prozac Nation“ mehr als schwer macht. Was soll es nun sein? Sind Psychopharmaka nun das Beste, das einzig Wahre gegen Depressionen? Was ist der richtige Weg? Eine Antwort gibt auch dieser Film nicht.
„Prozac Nation“ behandelt ein wichtiges Thema, ohne wirklich Stellung zu beziehen.
"Prozac Nation - Mein Leben mit der Psychopille" basiert auf dem gleichnamigen autobiographischen Roman von Eilzabeth Wurtzel.