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Fringe - Grenzfälle des FBI (TV-Serie) - Staffel 2
Fringe - Season 2
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Regie
Akiva Goldsman, Brad Anderson, Bryan Spicer, Joe Chappelle, Paul A. Edwards, Jon Cassar, Dennis Smith, Paul Holahan, Jeannot Szwarc, Fred Toye, Deran Sarafian, Adam Davidson, Charles Beeson, David Straiton, Tom Yatsko, Jeffrey G. Hunt, Seith Mann
Drehbuch
J.J. Abrams, Akiva Goldsman, Jeff Pinkner, J.H. Wyman, David Wilcox, Ashley Edward Miller, Zack Stentz, Josh Singer, Jeff Vlaming, Robert Chiappetta, Glen Whitman, David H. Goodman, Andrew Kreisberg, Matthew Pitts, Ethan Gross, Lilla Zuckerman, Nora Zuckerman
Produzenten
Zack Stentz, Robert M. Williams Jr., Ashley Edward Miller, Kathy Lingg, Frederick E.O. Toye, Brad Anderson
Genre TV-Serie (Mystery) FSK 16 Filmlänge 929 min Land USA, 2009-2010 DVD-Start 03.12.2010 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
Bei ihrer Rückkehr aus der anderen Dimension, wo sie Doktor Bell getroffen hatte, ist Agent Olivia Dunham schwer verletzt und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Während Walter und Peter in Sorge um ihre Freundin sind, merken sie nicht, dass ein Gestaltwandler aus der anderen Realität sein Unwesen treibt und Befehle aus der anderen Dimension erhält. Noch immer ist „Das Schema“ nicht zu durchschauen und Mrs. Sharp scheint ein immer verworreneres Spiel zu spielen. Als das Team die Wahrheit erfährt, ist es fast schon zu spät. Der Gestaltwandler ist bei Olivia, um sie umzubringen…
Schauspieler
Anna Torv, Joshua Jackson, John Noble, Lance Reddick, Kirk Acevedo, Blair Brown, Jasika Nicole, Ari Graynor, Meghan Markle, Michael Cerveris, Kevin Corrigan, Jennifer Missoni, Tzi Ma, Roger R. Cross, Michael O'Neill, Geoff Pierson, Craig Robert Young, Sarah Edmondson, Jim True-Frost, Orla Brady, Lily Pilblad, Jenni Blong, Sebastian Roché, Martha Plimpton, Patrick Gilmore, Christine Chatelain, Ryan McDonald, Peter Weller, Diane Kruger, Leonard Nimoy
Kritik von Sascha Koch
In der ersten Staffel bewies sich „Fringe“ als durchaus sehenswerte Mystery Unterhaltung, der aber noch der letzte Schliff fehlte. Nun, da „Lost“ beendet ist und das neue Mystery-Highlight „FlashForward“ floppte, hält „Fringe“ ganz alleine die Bastion des Genres. Umso enttäuschender ist es dann, zu entdecken, dass sich „Fringe“ von Staffel eins auf Staffel zwei nicht steigern konnte.
Ohne Frage ist „Fringe“ eine Serie, auf die man sich jede Woche freut und die auf jeden Fall einen guten Unterhaltungswert besitzt, doch hält man sich auch in Staffel zwei viel zu oft mit Nebensächlichkeiten auf. Das, worauf die Serie eigentlich hinaus will, und zwar das Paralleluniversum, nimmt erst ganz am Ende der Staffel, nach vielen alleinstehenden und zusammenhangslosen Episoden, Gestalt an. „Fringe“ ist ganz klar als „Serial“ konzipiert, fächert aber nicht annähernd genügend Handlungsstränge, um über die gesamte Staffellänge spannend und mitreißend zu sein. Ein bisschen Mystery hier und ein bisschen Mystery dort reicht heutzutage einfach nicht mehr aus. Natürlich sind die einzelnen Episoden immer gut inszeniert und können den Zuschauer auch konsequent bei Laune halten, doch wird die Serie ihrem Potential nun schon zwei Staffeln lang nicht gerecht, was ärgerlich ist.
„Fringe“ steht frei übersetzt für Grenze bzw. Grenzgebiet. Also will der Zuschauer auch sehen, dass die Charaktere an ihre Grenzen gehen, die Handlung Hacken schlägt und die Spannungskurve ständig durch neue Überraschungen fluktuiert. Mit linearer Fall-zu-Fall-Bearbeitung kommt die J.J. Abrams-Serie einfach nicht von der Stelle. Auch im letzten Drittel der Staffel wartet man darauf, dass etwas passiert. Selbst das Staffelfinale kann mit einer langatmigen Story und einem müden Cliffhanger wenig überzeugen. „Fringe“ ist bei weitem keine schlechte Serie, doch diese Punkte stören gewaltig, wenn man doch das Potential, finanziell wie konzeptionell, hinter „Fringe“ sieht.
Doch auch lobende Worte muss man der Mystery-Serie wieder zusprechen. John Noble kann durch seine Darstellung auf Emmy Niveau vollends überzeugen, sodass nicht nur die Figur des Walter Bishop immer interessanter wird, sondern auch Noble mit seiner Figur wächst. Der erfahrene Mime versteht den Zwiespalt, die Verwirrung und das innere Leiden, wie aber auch die inneren und infantilen Freuden seines Charakters ganz genau und vermag es, dem Zuschauer diese facettenreiche Rolle authentisch näher zu bringen. Gerade die Beziehung zwischen Walter und Peter ist hier interessant, was nicht zuletzt an der fantastischen Episode „Peter“ liegt, in der man eine sehr schöne aber auch traurige Geschichte in einer melancholischen Umgebung und mit starker Handlung erzählt bekommt. „Peter“ ist das absolute Highlight der Staffel.
Auch ein großartiger Lichtblick sind natürlich die Gastauftritte von Schauspiellegende Leonard Nimoy, der zwar schon lange sein Karriereende bekannt gab, den es aber doch immer wieder zu jucken scheint. Es ist eine Freude, ihn noch einmal in Aktion zu sehen – und dass in einer hervorragenden Rolle! Ebenfalls erwähnenswert ist auch der gute Gastauftritt von Peter Weller. Anna Torv und ihre Darstellung der Olivia Dunham ist hingegen weiterhin ein Problem für die Serie. Hier fand der Zuschauer von Anfang an eine schwach bis langweilig entworfene und nicht wirklich treffend gespielte Hauptfigur vor, die den Zuschauer nur wenig überzeugen kann und die von Peter bzw. Joshua Jackson und Walter bzw. John Noble manchmal sogar zu einer Randfigur degradiert wird. Schade.
Ein absolut störender Faktor ist im Übrigen auch die Retro-Episode „Brown Betty“, die auch den letzten Fluss der Gesamthandlung unterbrochen haben dürfte. Dass der Sender FOX einen Musical-Tag eingerichtet hat, ist ja schön und gut, doch waren die singenden Charaktere und die leicht abstruse Handlung dieser Episode total daneben - hier trifft man wieder auf ein Paradebeispiel, warum Sender die Finger aus den Serien lassen sollten.
Alles in allem hat „Fringe“ gegen alle optimistischen Erwartungen keinen Fortschritt, aber auch keinen Rückschritt gemacht und verharrt weiterhin in guter aber eben nicht herausragender Qualität. Auch wenn die Machart der Serie und ihre Schauspieler größtenteils gut sind, besteht an einigen Stellen noch Handlungsbedarf. „Fringe“ muss mehr Handlungsbögen über die gesamte Staffel spinnen, die Drehbücher müssen kantiger werden und die Umsetzung muss auf jeden Fall mehr Tempo aufnehmen. „Fringe“ ist einfach nicht schnell genug, um den Zuschauer ständig zu fesseln. Mehr Cliffhanger müssen da ebenso her, wie Showdowns und Dramatik.
Der Schritt in Richtung einer erstklassigen Mystery-Serie ist nicht groß, doch „Fringe“ schafft es einfach nicht, ihn zu machen. Vom Budget, dem Konzept und dem kreativen Know-how her, hat „Fringe“ einfach noch größere Möglichkeiten, nutzt diese aber immer noch recht limitiert.
So bleibt dem Zuschauer zwar gute und, besonders für Mystery-Fans, absolut sehenswerte Unterhaltung, die jedoch merkbar Potential verschenkt. Zu spät, um jenes doch voll zu nutzen, ist es dank der kommenden dritten Staffel aber noch nicht. Hoffen wir, dass wir in Staffel drei noch spannendere, gruseligere und dramatischere Mystery-Elemente an „Fringe“ entdecken werden, ohne dass sich diese viel versprechende Serie selbst im Wege steht!
Wissenswertes
Trotz recht schwachen 7,34 Millionen Zuschauern im Durchschnitt wurde „Fringe“ von FOX um eine dritte Staffel verlängert.
Hans-Werner Bussinger, der Walter Bishop seine deutsche Stimme lieh, verstarb im September 2009. Ihm wurde die erste Episode der zweiten Staffel gewidmet, in der Walter nun von Bert Franzke gesprochen wird.
Episodenguide:
• Rückkehr
• Objekt der Begierde
• Der Colonel
• Masse mal Geschwindigkeit
• Traumfänger
• Der Kosmonaut
• Kontrolle
• August
• Snakeheads
• Die Tür
• Besessen
• Das Summen von Edina
• Das Grauen aus der Tiefe
• Dr. Robert Bischoff
• Jacksonville
• Peter
• Die Bürde
• Die weiße Tulpe
• Der Mann von der anderen Seite
• Brown Betty
• Noyo County
• Die andere Seite (1)
• Die andere Seite (2)
Die Serie umfasst folgende Staffeln:
Fringe – Grenzfälle des FBI (TV-Serie) - Staffel 1
Fringe – Grenzfälle des FBI (TV-Serie) - Staffel 2
Fringe – Grenzfälle des FBI (TV-Serie) - Staffel 3
Auszeichnungen
Emmy Nominierungen: Bester Ton-Schnitt („Die weiße Tulpe“)
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