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Pippa Lee
The Private Lives of Pippa Lee
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Regie
Rebecca Miller
Drehbuch
Rebecca Miller
Produzenten
Dede Gardner, Lemore Syvan
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 98 min Land USA Kinostart 01.07.2010 DVD-Start 19.11.2010 Verleih Senator Film |
Story
Freunde beschreiben Pippa Lee als die perfekte Künstlerehefrau, die einen Verleger geheiratet hat. Tatsächlich ist Pippa ihrem dreißig Jahre älteren Mann Herb eine sehr gute Frau und Freundin. Sie hat zwei gelungene Kinder groß gezogen und den Haushalt fest im Griff. Geldsorgen gibt es, dank Herbs erfolgreicher Verlegerkarriere nicht. Als ihr Mann nach drei Herzinfarkten beschließt, in eine Seniorenwohnanlage zu ziehen, um mehr Ruhe zu haben, folgt Pippa ihm auch hierhin. Doch wer ist diese Pippa Lee wirklich? Was verbiergt sich hinter der sphinxhaften Gleichmütigkeit, mit der sie den Alltag bewältigt? Das eintönige Leben der Wohnanlage bringt Pippas Inneres zum brodeln. Längst verdrängte Momente aus einer bewegten Vergangenheit kommen an die Oberfläche und lassen sie des Nachts schlafwandeln. Es ist Zeit, sich auf die Suche nach sich selbst zu machen…
Schauspieler
Robin Wright, Alan Arkin, Blake Lively, Mike Binder, Keanu Reeves, Maria Bello, Winona Ryder, Ryan McDonald, Julianne Moore, Monica Bellucci, Zoe Kazan, Tom Guinee
Filmkritik von Melanie Frommholz
Filmemacherin und Autorin Rebecca Miller hatte im Fall von „Pippa Lee“ das Glück und die Gelegenheit, ihr eigenes Buch „The Private Lives of Pippa Lee“ inszenieren zu können. Ihr ist ein wundervoller Film gelungen, der sich mit stiller Beharrlichkeit und leisem Witz in das Herz des Zuschauers schleicht. Mit schnörkellosen, direkten Dialogen, dem richtigen Timing für den Augenblick und einem souveränen Darstellerensemble bringt uns die Filmemacherin das besondere Leben einer Frau näher, die wir bei oberflächlicher Betrachtung als harmlose und etwas langweilige, perfekte Frau aus gutem Hause abtun würden. Miller nimmt uns mit hinter diese Fassade und lässt uns Pippa Lee auf eine andere Art und Weise kennen lernen: Ihr Leben in einem Pfarrershaushalt mit einer tablettensüchtigen Mutter, ihre Flucht zur lesbischen Tante und ihr Leben auf der schiefen Bahn mit Drogen und Alkohol. Es ist ein wildes und ungestümes Leben dem „Gossip-Girl“ Blake Lively als junge Pippa ein überzeugendes Gesicht gibt. Rebecca Miller springt mit der Handlung zwischen dieser Pippa und der erwachsenen, die von Robin Wright wundervoll verkörpert wird hin und her und nähert sie so geschickt Stück für Stück dem Moment an, an dem beide Pippas wieder zueinander finden. Mit ihrer Ausdruckstärke sorgt Robin Wright für eine besondere Intimität, die letztlich dazu führt, dass man Pippa Lee nur ins Herz schließen kann. Ihre Selbstfindung heraus aus dem Gleichmut und zurück ins Leben ist eine leise Geschichte, die auch dank weiterer toller Darsteller berührt. Maria Bello als durchgeknallte Mutter Suky, Winona Ryder als herrlich leidende Freundin Sandra, Alan Arkin als Ehemann Herb, der sich von Pippa schon lebendig begraben sieht und Monica Bellucci als egozentrische Exfrau runden zusammen mit Julianne Moore und Keanu Reeves einen Cast ab, der seines gleichen sucht.
Regisseurin Rebecca Miller, die Tochter des Autors Arthur Miller und Ehefrau des Schauspielers Daniel Day-Lewis, inszeniert mit "Pippa Lee" ihren eigenen Roman "The Private Lives of Pippa Lee". 