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Ein amerikanischer Traum
An American Rhapsody
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Regie
Éva Gárdos
Drehbuch
Éva Gárdos
Produzenten
Colleen Camp, Bonnie Timmermann
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 102 min Land USA, Bulgarien 2001 DVD-Start 06.05.2010 Verleih Ascot Elite |
Story
Nach einer wahren Begebenheit.
1950. Ungarn liegt hinter dem eisernen Vorhang. Der vermögende Verleger Peter flieht mit seiner Frau Margit und seiner älteren Tochter in die USA. Suzanne, die zweite Tochter, die noch ein Baby ist, soll auf einem anderen Weg dem Rest der Familie bald darauf folgen. Doch der Plan misslingt und Peters Helfer schaffen es nicht das Baby aus Ungarn herauszubekommen. Während Peter, seine Frau und seine eine Tochter in Amerika ein neues leben aufbauen, wächst Suzanne bei Freunden auf dem ungarischen Land auf. Sechs Jahre dauert es bis sie ausreisen kann. Ihre wirkliche Familie sind Fremde für sie. Auch Jahre später, mit 15, fühlt sich Suzanne immer noch fremd und erkennt: Sie muss zurück nach Ungarn…
Schauspieler
Scarlett Johansson, Nastassja Kinski, Tony Goldwyn, Raffaella Bánsági, Ágnes Bánfalvy, Zoltán Seress, Klaudia Szabó, Zsolt Zágoni, András Szöke, Erzsi Pásztor
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Ein amerikanischer Traum“ erzählt die bewegende Geschichte einer wahren Begebenheit. Nur eine Mutter kann wahrscheinlich in Gänze nachempfinden, was es bedeutet, sein Kind in einem Land zurückzulassen, in das man zu jener Zeit nicht einfach so einreisen konnte. Es überhaupt zurückzulassen. Die Identitätskrise, die sich aus der Trennung von der Familie für das Kind Suzanne ergibt, lebt von starken Emotionen und dem Konflikt mit der Mutter. Man merkt dem Film durchweg an, welche davon Filmemacherin Éva Gárdos dem Publikum vermitteln wollte. Sie wollte berühren, bewegen und sicher auch bei einer jüngeren Generation für das Verhalten der Eltern werben, die mit ihrer Flucht ein sorgenfreies Leben ermöglichten. Weniger Hochglanz hätte bei der Umsetzung jedoch gut getan. Selbst die Mangelverwaltung im Ostbloch wirkt adrett und keimfrei. Die Rückblenden und auch der Beginn in schwarz/weiß wirken zu gewollt. Erst im letzten Drittel findet man gefühlsmäßig zu der Geschichte.
Éva Gárdos ging bei ihrem Film sehr ambitioniert zu Werke. Dank der beiden stark besetzen, weiblichen Hauptrollen - als rebellische Suzanne glänzt Scarlett Johansson und als traumatische Mutter überzeugt Nastassja Kinski - kommt ihre Botschaft trotz glatter Fassade an.
