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Dexter (TV-Serie) - Staffel 1
Dexter - Season 1
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Regie
Michael Cuesta, Robert Lieberman, Tony Goldwyn, Steve Shill, Adam Davidson, Keith Gordon
Drehbuch
James Manos Jr., Clyde Phillips, Daniel Cerone, Drew Z. Greenberg, Melissa Rosenberg, Timothy Schlattmann, Lauren Gussis, Kevin Maynard
Produzenten
Dennis Bishop, Robert Lloyd Lewis, Drew Z. Greenberg
Genre TV-Serie (Thriller) FSK 18 Filmlänge 651 min Land USA, 2006-2007 DVD-Start 23.10.2009 Verleih Paramount Pictures |
Story
Offiziell ist Dexter Morgan ein erfahrener und erfolgreicher Tatortspezialist, der sich vor allem mit Blutspritzern auskennt und so einen Fall nach dem anderen konstruieren kann. Sein Talent in der Abteilung Spurensicherung wird von (fast) allen seinen Kollegen sehr geschätzt.
Inoffiziell ist Dexter Morgan ein Serienkiller, der den Drang zu töten bereits als Kind hatte und der durch seinen Stiefvater, Harry, in die "richtige Bahn" gelenkt wurde. Dexter tötet nämlich nicht wahllos, sondern lediglich Menschen, die durch das juristische Raster fielen und straffrei, aber nicht unschuldig ihrer gerechten Strafe entkamen. Dexter räumt den Müll weg - und erweist der amerikanischen Gesellschaft gleichzeitig einen immensen Dienst.
Doch seit kurzem hat Dexter einen Konkurrenten bekommen. Der so genannte "Kühllasterkiller" mordet ganz speziell: Er lässt seine Opfer ausbluten, friert sie ein, nur um sie anschließend fein säuberlich auseinanderzuschneiden und „optisch ansprechend“ zu deponieren. Auf eine seltsame Art und Weise scheint das irgendwie auch mit Dexter zusammenzuhängen. Doch wie? Es dauert nicht lange und er findet sich selbst in einem echten Albtraum wieder...
Schauspieler
Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Lauren Vélez, James Remar, David Zayas, Julie Benz, Erik King, Christina Robinson, Daniel Goldman, Geoff Pierson, Mark Pellegrino
Kritik von Thomas Ays
Unzählige Preise räumte die amerikanische Erfolgsserie „Dexter“ ab. Neben einem Saturn Award, zwei Emmys und einer Golden Globe Nominierung gab es unter anderem auch einen Satellite Award und gleich zwei Nominierungen für einen Writers Guild of America-Award. Unglaublich erfolgreich startete bereits die erste Season voll durch und eroberte zahlreiche Länder im Sturm – trotz Altersfreigabe 18 und literweise Kunstblut. Die Macher wird es freuen, auch wenn man den schier grenzenlosen Erfolg auch durchaus bedenklich sehen kann. „Dexter“ ist mehr als grenzwertig und stellt die eigene Moral und die der Gesellschaft mächtig in Frage. Ein Mörder bleibt ein Mörder, ganz egal für welche Ziele er tötet. Es mag ein interessantes Psychogramm sein, das die Verantwortlichen hier von Dexter zeichnen, durchweg glaubhaft ist das aber nicht geraten. „Eine leere Hülle!“ So beschreibt sich Dexter Morgan selbst. Ein Mensch ohne Gefühle, Emotionen. Das, was einen Menschen ausmacht, kennt Dexter nicht. Und doch versagt die Profilzeichnung an entscheidenden Stellen und zeigt genau das Gegenteil.
„Du kannst nicht Killer und Held sein.“
Die Handlung und vor allem die Inszenierung dieser 12teiligen Geschichte ist meisterhaft und atmosphärisch. Oftmals jagen einem die Regisseure hier mächtig Gänsehaut über den Körper und die zahlreichen Autoren punkten mit einer undurchsichtigen und auch eindrucksvollen Geschichte. Mit dem „Kühllasterkiller“ haben sie einen würdigen Gegner für Dexter erschaffen, der nicht nur charismatisch, sondern auch vollkommen perfekt in seinem Handeln scheint. Ein Bösewicht, dessen Intelligenz fesselt und die Überlegenheit, mit der er agiert, fasziniert. Dexter und der Killer stehen auf absolut einer Stufe und bieten dem Zuschauer ein beeindruckendes und fieses Bildschirmduell.
Michael C. Hall ist als Dexter Morgan unglaublich – und das von der ersten Minute an. Dieser Schauspieler hat facettenreiche und unfassbar viele Gesichter, die schocken und sprachlos machen. Seine Performance ist nur so wirklich zu beschreiben: Unheimlich unheimlich. Jennifer Carpenter als Debra, Dexters Stiefschwester, überzeugt ebenfalls durchweg und zeigt eindeutig, zu was sie in der Lage ist. Julie Benz spielt Rita Bennett, Dexters Freundin. Man ist etwas ratlos, was sich die Macher mit dieser Figur wirklich dachten. Ein derart hilfloses Stück Frau hat eindeutig viel zu viel Nervpotential und gehört doch längst der Vergangenheit an. Wer während dieser 12 Folgen mitzählen möchte, wie oft sie Dexter verzweifelt (und wegen Lappalien!) anruft, damit er ihr zu Hilfe eilt, wird mit dem Zählen nicht mehr fertig. Wie es der Typ mit dieser Frau aushält, fragt man sich nicht nur einmal, während man die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.
Alle anderen Schauspieler, vor allem Harry Morgan als Dexters Stiefvater in den diversen Rückblenden, sind ebenfalls passend ausgesucht.
„Dexter“ ist besonderes, doch sicherlich nicht einfaches Fernsehen geworden. So ganz kann man diese Figur nicht annehmen, was vielleicht auch an der Tatsache liegt, dass noch mehr Witz und Augenzwinkern dem Handlungsverlauf gut getan hätten. Vom Thriller-Standpunkt aus gesehen ist diese Serie jedoch nur als eindrucksvoll und stimmig zu beschreiben und auch der Showdown packt und lässt überraschte Zuschauer zurück. Letztlich muss jeder selbst entscheiden, ob und wie arg er diese einzigartige Figur des Dexter annimmt – auch wenn das alles andere als einfach zu entscheiden ist.
Wissenswertes
Die TV-Serie "Dexter" basiert auf dem Roman "Darkly Dreaming Dexter: Macabre Humour at its Finest" von Jeff Lindsay.
Episodenguide:
• Dexter
• Eiskalt erwischt
• Cherry on Ice
• Mit Hand und Fuss
• Das perfekte Paar
• Ein Sturm zieht auf
• Freundeskreis
• Therapiestunden
• Spuren der Vergangenheit
• Rot wie Blut
• Tödliche Weihnachten
• Blutsbrüder
Diese TV-Serie umfasst folgende Staffeln:
Dexter (TV-Serie) - Staffel 1
Dexter (TV-Serie) - Staffel 2
Dexter (TV-Serie) - Staffel 3
Dexter (TV-Serie) - Staffel 4
Dexter (TV-Serie) - Staffel 5
Dexter (TV-Serie) - Staffel 6
Auszeichnungen
Emmy Nominierungen: Beste Titelmusik
Gewonnene Emmys:
Bestes Titel-Design, Bester Schnitt ("Dexter")
Golden Globe Nominierungen:
Bester Schauspieler (TV-Serie - Drama) - Michael C. Hall
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