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Fringe - Grenzfälle des FBI (TV-Serie) - Staffel 3
Fringe - Season 3
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Regie
Joe Chappelle, Jeffrey G. Hunt, Brad Anderson, Kenneth Fink, David Straiton, Chuck Russell, Charles Beeson, Jeannot Szwarc, Dennis Smith, Tom Yatsko, Fred Toye
Drehbuch
Jeff Pinkner, J.H. Wyman, Josh Singer, Graham Roland, Alison Schapker, Monica Breen, David Wilcox, Matt Pitts, Glen Whitman, Robert Chiappetta, Ethan Gross, Akiva Goldsman
Produzenten
Tamara Isaac, Kathy Lingg, Tanya M. Swerling
Genre TV-Serie (Mystery) FSK 16 Filmlänge 962 min Land USA, 2010-2011 DVD-Start 02.12.2011 Verleih 20th Century Fox |
Story
Olivia Dunham, die aus ihrem Universum entführt wurde, wird klar, dass sie im Paralleluniversum ist, wo ihr durch bewusstseinsverändernde Drogen aber versucht wird zu suggerieren, sie sei dort richtig. Als Olivia dies durchschaut, flieht sie aus der Klinik, in der sie festgehalten wird, und beginnt im New York des Paralleluniversums damit, nach einem Weg zurück in ihr Universum zu finden. Unterdessen denken ihre Kollegen im anderen Universum, dass sie ihre Olivia wieder hätten, wobei es sich in Wahrheit aber um die Olivia Dunham aus dem Paralleluniversum handelt, die von Walternativ auf eine Undercover-Mission auf die andere Seite geschickt wurde. Während Olivia Informationen sammelt, kommt sie Peter, der denkt, mit „seiner“ Olivia zusammen zu sein, immer näher. Die beiden Universen befinden sich schon längst im Konflikt, die Frage lautet nun nur noch, wann dieser eskaliert…
Schauspieler
Anna Torv, Joshua Jackson, Mark Valley, John Noble, Lance Reddick, Kirk Acevedo, Blair Brown, Jasika Nicole, Seth Gabel, Philip Winchester, Ryan Mcdonald, Sebastian Roché, Orla Brady, Karley Scott Collins, Chandler Canterbury, Marina Allen, Chris Bradford, Greyston Holt, Russell Harvard, Will Rothhaar, Olivia Cheng, Curtis Harris, Andre Royo, John Cassini, Mark Ivanir, Charles Parnell, Kevin Corrigan, Alon Aboutboul, Michelle Brezinski, Michael Cerveris, Kacey Rohl, Shannon Cochran, Holly Elissa Lamaro, Clark Middleton, Amy Madigan, Phyllis Somerville, Julie McNiven, Christopher Lloyd, Kevin Weisman, Leonard Nimoy
Kritik von Sascha Koch
Spannender als die Serie an sich war fast schon der Kampf und das Ringen um ihre Existenz. Für alle Fans von „Fringe“ sei vorweggenommen: Die Serie wurde nicht abgesetzt und erhielt eine vierte Staffel. Doch bis zu diesen freudigen Nachrichten, war es ein langer und nervenaufreibender Weg: Erst die schlechten Quoten auf dem alten Sendeplatz, dann das Bangen um die zweite Staffelhälfte. Die zweite Staffelhälfte gab es, aber mit Bedingungen. Die Verlegung auf den Freitag, für viele ein Schock und der Anfang vom Ende von „Fringe“. Doch FOX stellte sich hinter die Serie. 80 % der Zuschauer sollte „Fringe“ auf den Freitag mitnehmen, hieß es von FOX-Programmchef Kevin Reilly. Eine große virale Kampagne startete: „Friday´s reanimated“ oder „Friday is about to get freaky“ postulierte FOX mit tollen Trailern, einem Quäntchen Selbstironie und einer riesigen Fangemeinde und Kritikerlob im Rücken.
Bis dato war „Fringe“ in der dritten Staffel so großartig geworden, dass eine mögliche Absetzung die Serienwelt erschüttert hätte. Doch am Ende durfte sich die Serienwelt freuen, nachdem „Fringe“ am Freitag bestand und vorzeitig um eine vierte Staffel verlängert wurde. Ein wahrer Quotenkrimi, der bei TV-Serien leider oft zum Alltag gehört. Trotzdem ist die Geschichte von „Fringe“ schon jetzt eine besonders bewegte und hält Fans sowohl vor als auch hinter den Kameras in Atem.
Und in der Tat wäre eine Absetzung eine Tragödie gewesen und FOX hätte (erneut) sein Gesicht verloren. Denn vor allem die erste Hälfte der Staffel ist schlichtweg brillant. „Fringe“ spielt nun parallel in zwei Universen, die sich gegenseitig versuchen auszumerzen. Dabei entwickelt sich „Fringe“ vollends zum Serial und präsentiert dem Zuschauer eine durch zwei etwas „müdere“ Staffeln einwandfrei vorbereitete, komplex erzählte und mehr als spannend umgesetzte Serie. „Fringe“ schlägt eine vollkommen neue Richtung ein, folgt strickt dem roten Faden und ist absolut aufregende Unterhaltung. Die Drehbuchautoren haben langsam angefangen und können nun für die dritte Staffel aus dem vollen Schöpfen und „Fringe“ endlich zu der lang ersehnten Leistungsexplosion verhelfen.
Während „Lost“ sein Pulver schon in den ersten Staffeln verschoss, ließ man es in „Fringe“ ruhiger angehen. Man legte sich die Story zurecht, probierte aus, deutete an, gab den Charakteren möglichst viel Hintergrund. Dies alles kommt nun zum tragen. Episode für Episode steigert man sich, Episode für Episode liefert die Serie großartige TV-Unterhaltung ab und Episode für Episode wird es aufregender und packender.
Der Zuschauer befindet sich zwischen zwei Welten, die sich ähnlich aber doch total ungleich sind. Konzeptionell und kreativ ist „Fringe“ geradlinig und intelligent umgesetzt. Jedes Detail sitzt, jede Wendung der Handlung kommt auf den Punkt genau, jeder Charaktermoment hat seinen Platz.
Beim Stichwort Charaktere kann man einen weiteren Qualitätssprung der Serie ausmachen. Anna Torv zeigt endlich, was in ihr steckt und bietet eine überzeugende und emotionale Leistung, die von Joshua Jackson etwas schwächer aber trotzdem noch gut ergänzt wird. Schauspielerischer Glanzpunkt von „Fringe“ bleibt aber John Noble, der nun als Walter und Walternativ in doppelter Ausführung eine facettenreiche und authentische Darbietung abliefert. Auf eine Nominierung als bester Nebendarsteller für den Emmy Award wartete Noble aber auch dieses Jahr vergeblich. Schade.
So auch „Fringe“ selbst. Denn auch wenn die zweite Staffelhälfte im Vergleich zur ersten etwas schwächer ausfiel, wäre eine Nominierung für „Fringe“ als beste Drama-Serie durchaus gerechtfertigt und verdient gewesen. Schlussendlich muss es aber reichen, dass der Sender FOX hinter der Serie steht und dadurch Fans wie Kritiker gleichermaßen entzückt.
Aus „Fringe“ ist in Staffel drei erstklassige und schwer zu übertreffende Mystery-Unterhaltung geworden, welche sowohl mit Tiefgang bei den Protagonisten als auch durch Komplexität und Ausgeklügeltheit in der Handlung besticht. Kaum eine andere Serie präsentiert sich momentan so stark, wie „Fringe“. Zum Ende hin wird die Serie aber immer komplizierter, sodass bei aller Freude auf die vierte Staffel zu hoffen bleibt, dass die Produzenten nicht die Fehler von „Lost“ wiederholen und sich in wirre Storykonstrukte verrennen. „Fringe“ überzeugt gerade durch die Bodenständigkeit, die „Lost“ fehlte. Komplex ja, aber trotzdem strukturiert, geradlinig und nicht zu überstürzt ist die Devise hinter „Fringe“. Die Produzenten und Autoren haben sich mächtig Gedanken gemacht und waren kreativ, woraus nun eine immer genialer werdende Serie entsteht, die in der Serienwelt schon längst eingeschlagen hat, wie in den letzten Jahren kaum eine andere Serie.
Tod gesagte leben länger! Der Freitag ist weniger der „Death Slot“ für „Fringe“, als viel mehr die Rettung. Durch und Durch eine fabelhafte dritte Staffel!
Wissenswertes
Die erste Staffelhälfte, die noch auf dem an gestammten Sendeplatz lief, fuhr zuletzt immer schlechter werdende Zuschauerquoten ein, die sich meist zwischen 4 und 5 Millionen Zuschauern bewegten. Trotzdem entschied sich der Sender FOX aber, die dritte Staffel auf 22 Episoden aufzustocken, verknüpfte dies aber mit einer Sendeplanänderung. So geschah es, dass die zweite Hälfte der dritten Staffel um 21 Uhr am Freitagabend lief. Ein Sendeplatz, der als zuschauerarm und als „Death Slot“ gilt. Für Fans und Kritiker, die teilweise schon mit der Absetzung der Serie rechneten, ging von dort an ein banges Warten los, ob „Fringe“ am Freitag reüssieren kann oder nach der dritten Staffel beendet wird. Aber zu aller Überraschung gelang „Fringe“ das, woran viele Serien vor ihr gescheitert waren. Die Serie holte für die Verhältnisse am Freitagabend gute und für FOX zufrieden stellende Quoten. Insgesamt wurde die Staffel damit von durchschnittlich 5,83 Millionen Amerikanern gesehen, auch wenn die Quotenspanne zwischen der Staffelpremiere auf dem alten Sendeplatz (5,80 Millionen) und dem Staffelfinale am Freitag (3,29 Millionen) erheblich ist. FOX verlängerte „Fringe“ daraufhin sogar frühzeitig um eine vierte Staffel, was wohl nicht nur an den Quoten, sondern auch an der großen Fangemeinde und an beachtenswertem Kritikerlob lag.
Die dritte Staffel spielt in zwei verschiedenen Universen. Das Intro Design erscheint bei Episoden, die im Paralleluniversum spielen, in rotem Farbton, während für Episoden, die in „unserem“ Universum spielen, das alte Design beibehalten wird.
In Staffel drei stößt Seth Gabel zum Ensemble der Serie hinzu. Außerdem ist erneut wieder TV-Legende Leonard Nimoy als Dr. Bell in Gastauftritten zu sehen.
Bei den Critic's Choice Television Awards wurde John Noble als bester Nebendarsteller geehrt. „Fringe“ wurde in der Kategorie beste Drama-Serie sowie Anna Torv als beste Hauptdarstellerin nominiert.
Episodenguide:
• Olivia
• Der Kasten
• Milo
• Träumen Gestaltwandler von elektrischen Schafen?
• Bernstein 31422
• 6955 kHz
• Entführt
• Entrada
• Marionette
• Das Glühwürmchen
• Wechselspiel
• Der Gedankenleser
• Unsterblich
• 6B
• Versuchsperson 13
• Os
• Per Anhalter
• Blutlinie
• LSD
• 6:02 Uhr
• Der letzte Sam Weiss
• Der Tag, an dem wir starben
Die Serie umfasst folgende Staffeln:
Fringe – Grenzfälle des FBI (TV-Serie) - Staffel 1
Fringe – Grenzfälle des FBI (TV-Serie) - Staffel 2
Fringe – Grenzfälle des FBI (TV-Serie) - Staffel 3
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