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Hannah Free
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Regie
Wendy Jo Carlton
Drehbuch
Claudia Allen
Produzent
Tracy Baim
Genre Drama (Gay) FSK 12 Filmlänge 86 min Land USA, 2009 DVD-Start 25.06.2010 Verleih Pro-Fun Media |
Story
Hannah Free ist eine mürrische und sicherlich nicht einfache alte Lady, die jedoch, mittlerweile im Altersheim, noch immer nur einen Gedanken in sich trägt: Rachel, ihre große Liebe. Sie liegt im Koma im gleichen Alten- und Pflegeheim wie sie und obwohl sie ein Leben geteilt und sich geliebt haben, darf Hannah ihre Rachel nicht sehen. Der Grund? Rachels Tochter läuft noch immer von dem Umstand davon, dass ihre Mutter eine Frau liebte und macht Hannah schwere Vorwürfe. Doch Hannah gibt nicht auf und setzt sämtliche Hebel in Bewegung um bei ihrer Rachel zu sein. Gleichzeitig blickt sie auf ein ereignisreiches Leben voller Liebe zurück...
Schauspieler
Sharon Gless, Maureen Gallagher, Kelli Strickland, Ann Hagemann, Taylor Miller, Jacqui Jackson, Adario Backus, Marcy Baim, Dolly Baruch, Dana Bernadine, Sharon Brown, Elaine Carlson, Quinn Coleman, Alice Cooperman, Meredith Drilling, Elita Ernsteen, James S. Evans, Hetor Flores, Brad Harbaugh, Jorjet Harper
Filmkritik von Thomas Ays
Sie spielte in ihrer langen Schauspielkarriere schon viele schillernde, starke und ausdrucksstarke Frauen: Sharon Gless war unter anderem Det. Sgt. Christine Cagney in der Kult-TV-Serie „Cagney & Lacey“ und die bunte, liebende Mutter Debbie Novotny in der schwulen TV-Show „Queer as Folk“, nur um zwei prägnante Rollen zu nennen. Auch in der lesbischen Liebesgeschichte „Hannah Free“ spielt diese beeindruckende Frau die Hauptrolle und glänzt erneut mit starken Argumenten: Glaubwürdigkeit, Überzeugung, Stärke. Man nimmt Sharon Gless auch in diesem Film wieder sämtliche Facetten ihrer Rolle ab.
Die Geschichte, von Wendy Jo Carlton inszeniert und von Claudia Allen geschrieben, hat jedoch dunkle Schattenseiten. Sicherlich ist nach den ersten dreißig Minuten selbst dem unromantischsten Zuschauer klar, dass die Liebe zwischen Rachel und Hannah bedingungslos und unglaublich stark ist. Anstatt dann weiter in die Tiefe zu gehen, Spannung mit unvorhersehbaren Ereignissen zu schaffen und so die Liebe der beiden Frauen noch spürbarer zu machen, zeigen die beiden Frauen immer wieder Liebesgeschmuse, Zärtlichkeiten und Bussis. Ja, und weiter? Ein Leben, das durch soviel Leid und sicher nicht einfache, biographische Ereignisse geführt hat, hätte ruhig erzählt werden dürfen. So geschieht das, was am Ende geschehen musste: Es berührt den Zuschauer gar nicht oder zu wenig, was für eine solche Geschichte geradezu tragisch ist. Mehr wäre hier tatsächlich mehr gewesen!
"Hannah Free" ist lediglich im englischen Original mit deutschen Untertiteln erhältlich.