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Schwarze Schafe
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Regie
Oliver Rihs
Drehbuch
Thomas Hess, Daniel Young, Olivier Kolb, David Keller, Oliver Rihs, Michael Auer
Produzenten
Oliver Rihs, Olivier Kolb
Genre Komödie FSK 18 Filmlänge 95 min Land Deutschland, Schweiz, 2006 DVD-Start 03.07.2008 Verleih EuroVideo |
Story
In Berlin sind viele (pech-)schwarze Schafe unterwegs und die haben es in sich: Fred ist Hobby-Satanist und will Messen feiern, Charlotte hat stark unter ihrem Alkoholiker-Freund zu leiden, Boris, ein Rolex-Hand-Modell, lügt Frauen etwas vor, um sie ins Bett zu bekommen und schließlich versuchen drei Türken unbedingt eine Frau aufzutreiben...
Schauspieler
Marc Hosemann, Bruno Cathomas, Jule Böwe, Milan Peschel, Robert Stadlober, Tom Schilling, Kirk Kirchberger, Daniel Zillmann, Eralp Uzun, Oktay Özdemir, Barbara Kowa, Jenny Deimling
Filmkritik von Thomas Ays
Was sind denn „schwarze Schafe“? Aussätzige? Abschaum? Nicht gern Gesehene? Dumme Loser? Nicht akzeptierte Menschen in der Gesellschaft? Jene, die (gern) gegen den Strom schwimmen? Sicher für jeden etwas anderes.
Dass „schwarze Schafe“ auch durchweg sympathisch sein können, zeigt eindrucksvoll der von Oliver Rihs inszenierte und in schwarz/weiß gedrehte Streifen, der mal komisch ist und mal nachdenklich stimmt. Hinzu kommen mehr als glaubhafte Schauspieler und eine schlicht geniale Optik, die „Schwarze Schafe“ in ein völlig edles Licht tauchen.
„Schwarze Schafe“: In der Tat. Diese „nicht-gesellschafts-tauglichen“ Menschen sind Leute, wie jeder andere auch. Wir haben hier den Hippie, der gegen die Regierung und Geißelung der Gesetze kämpft. Daneben sind zwei Satanisten zu sehen, das schwule Pärchen, drei sehr liebenswerte „Deutsch-Türken“, die Prostituierte, zwei Alkoholiker und der notorische Lügner darf natürlich auch nicht fehlen. Unglaublich echt sind die Figuren, die Oliver Rihs hier zeigt und die mit Robert Stadlober, Tom Schilling und einem mutigen Eralp Uzun (TV-Serie „Alle lieben Jimmy“) prominent, passend und glaubwürdig besetzt wurden.
„Schwarze Schafe“: Ein etwas anderer Film, der manchmal etwas arg überzeichnet und überspitzt inszeniert wurde, aber mit tollen Schauspielern aufwartet und abstruse und witzige Szenen für sein Nischenfilm-Publikum bereit hält. Wer es anders mag, der darf gern zu diesem kleinen Filmchen greifen – er lohnt sich!

