Nixon

Filmplakat Nixon
Regie Oliver Stone  Drehbuch Stephen J. Rivele, Christopher Wilkinson  Produzenten Oliver Stone, Clayton Townsend, Andrew G. Vajna 
Genre Biopic  FSK 12  Filmlänge 191 min
Land USA  Kinostart 22.02.1996  DVD-Start 11.07.2002  Verleih Buena Vista International

Story

Richard M. Nixon, Rechtsanwalt aus einer armen Quäkerfamilie, hat es bei den Republikanern durch Zielstrebigkeit zum Präsidentschaftskandidaten gebracht. Bereits mit 32 Jahren ist er nicht nur als Abgeordneter ins Repräsentantenhaus eingezogen sondern war auch unter Eisenhower Vizepräsident. Doch 1960 verliert der linkische Nixon gegen einen charismatischen John F. Kennedy den Kampf ums Präsidentenamt. Er steigt aus der Politik aus, doch 1968 schlägt seine Stunde. Nixon schafft den Einzug ins Weiße Haus und 1972 auch die Wiederwahl, mit den Stimmen der „schweigenden Mehrheit“. Doch 2 Jahre später stolpert er über die Watergate-Affäre und muss seinen Hut nehmen. Eine politische Laufbahn mit Höhen und Tiefen und eine packende Lebensgeschichte.

Schauspieler

Nixon Anthony Hopkins, Joan Allen, Powers Boothe, Ed Harris, Bob Hoskins, James Woods, Paul Sorvino, Mary Steenburgen, David Paymer, David Hyde Pierce, J.T. Walsh

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 5 von 5 Ms Nixon Oliver Stones epischer Film über den Aufstieg und Fall des amerikanischen Präsidenten und Rechtsanwalt Richard M. Nixon zeichnet sich durch eine differenzierte Betrachtung aus. Vielen sagt dieser Namen nur noch etwas im Zusammenhang mit dem Vietnam-Krieg oder der Watergate-Affäre. Doch der Staatsmann war nicht nur unberechenbarer Despot sondern auch ein großer Politiker, dem einen Annährung an China und Russland gelang. So gesehen ist Stones Film auch eine Hommage an einen stillen Helden, der eigentlich alles für sein Land tun wollte. Auf der anderen Seite lernen wir einen Nixon kennen, der alles als persönlichen Angriff auf sich selbst wertet und dies als Entscheidungsgrundlage für weit reichende politische Handlungen heranzieht. Eine Angewohnheit, die im Verlauf seiner Präsidentschaft beinahe schon paranoide Züge annimmt. Anthony Hopkins als Nixon ist der grandiose Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Er verkörpert den von mangelndem Selbstbewusstsein geplagten Politiker authentisch und glaubwürdig. An seiner Seite agiert ein gut gewähltes Ensemble namhafter Schauspieler wie Bob Hoskins, Joan Allen oder James Woods.

Um den Zuschauer über die doch beachtliche Filmlänge von ca. 190 Minuten bei der Stange zu halten wählt Oliver Stone ein bewährtes Mittel – das der Rückblenden und Zeitsprünge. So bewegen wir uns in der Geschichte immer hin und her, erfahren erst Stück für Stück wie prägend die Kindheit in einer Quäkerfamilie für Nixon war, wie er unter dem Tod zwei seiner Brüder litt und woher sein mangelndes Selbstbewusstsein stammt. Stone setzt bei dieser Storyaufteilung bedingungslos auf das Geschichtswissen seiner Zuschauer. Wer in der amerikanischen Geschichte nicht ganz so bewandert ist, wird daher bei den vielen unerklärten Namen und Vorkommnissen etwas Mühe haben. Doch das Durchhalten lohnt sich, bekommt man doch im Gegenzug eine packende Lebensgeschichte über eine interessante Persönlichkeit unserer Zeit erzählt.

Auszeichnungen

Nixon
Golden Globe-Nominierungen

Bester Schauspieler - Drama (Anthony Hopkins)

OSCAR-Nominierungen

Bester Hauptdarsteller (Anthony Hopkins), Beste Nebendarstellerin (Joan Allen), Bestes Drehbuch (Origninal), Beste Musik



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