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Was am Ende zählt
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Regie
Julia von Heinz
Drehbuch
John Quester, Julia von Heinz
Produzenten
Susann Schimk, Jörg Trentmann
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 104 min Land Deutschland Kinostart 01.05.2008 Verleih missingFilms |
Story
Eigentlich war Carlas Ziel die französische Stadt Lyon. Dort wollte sie Modedesign studieren, ihre unglückliche Jugendzeit hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Doch kurz vor der Abreise wird ihr am Bahnhof alles Geld und Gepäck geklaut. Aus der Traum vom neuen Leben! Carla gibt allerdings nicht auf und beginnt erneut Geld anzusparen. Zufällig trifft sie Rico, der gerade dabei ist ein altes Schiff zu einer Kneipe umzubauen. Er engagiert Carla und bietet ihr ein Dach über dem Kopf. Als Carla endlich wieder neue Hoffnung geschöpft hat, passiert jedoch wieder etwas, das ihr einen Strich durch die Rechnung macht: Sie wird schwanger – von einem One-Night-Stand. Ihre neu gewonnene Freundin Lucy erkennt sofort, dass Carla nicht bereit ist, dieses Kind großzuziehen und bietet ihr an, dass Carla das Baby unter ihrem Namen bekommen soll. Gesagt getan: Mit der Krankenkassenkarte von Lucy geht Carla zum Arzt und gebärt Monate später das Baby unter einem falschen Namen. Als die Zeit für Carla gekommen ist, sie ihr Baby in der Obhut von Lucy lassen soll und nach Lyon reisen, fällt ihr dieser Schritt allerdings schwerer als erwartet.
Schauspieler
Paula Kalenberg, Marie-Luise Schramm, Benjamin Kramme, Vinzenz Kiefer, Toni Osmani, Martin Ontrop, Katy Karrenbauer
Filmkritik von Kathrin Lang
„Was am Ende zählt“ erzählt uns die traurige und zutiefst berührende Geschichte von den zwei Jugendlichen Carla und Lucy, die sich in eine Situation bringen, die alles andere als einfach zu bewältigen ist. Das intensive Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen zieht den Zuschauer schnell in den Bann. „Was am Ende zählt“ lebt durch seine Schauspieler, die diesen Film tragen und durch ihre grandiosen Charakterdarstellungen dafür sorgen, dass diese Geschichte funktioniert. Wer hier das große Abenteuer sucht, sucht vergebens: Zwar ist die Geschichte durchaus spannend, doch schlussendlich liegt der Fokus auf den Dialogen, der Darstellung und den toll eingefangenen Bildern. Durch einen überaus passenden Soundtrack wird die gänsehauterzeugende Atmosphäre weiter verdichtet. „Was am Ende zählt“: Einfühlsames deutsches Charakterkino.
"Was am Ende zählt" ist das Regiedebüt von Julia von Heinz. Der Film gewann 2009 den Deutschen Filmpreis als bester Kinder- und Jugendfilm.