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Please Give
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Regie
Nicole Holofcener
Drehbuch
Nicole Holofcener
Produzent
Anthony Bregman
Genre Tragik-Komödie FSK 0 Filmlänge 90 min Land USA Kinostart 08.07.2010 DVD-Start 09.12.2010 Verleih Sony Pictures |
Story
Schon seit Jahren führt Kate zusammen mit ihrem Ehemann Alex einen Laden für Vintage-Möbel in Manhattan. In ihrer Branche ist es Gang und Gebe, die wertvollen Möbel für einen Spottpreis den Verwandten von Verstorbenen abzuluchsen, um sie später für teures Geld weiterzuverkaufen. All die Jahre hatte Kate damit keine Probleme, doch plötzlich, scheinbar von heute auf morgen, wird sie deshalb von schlimmen Gewissensbissen geplagt. Um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, beschenkt sie Obdachlose auf der Straße mit teuren Gegenständen oder, alternativ, mit viel Bargeld. Vor allem ihre Tochter Abby, die gerade in der Hochphase ihrer Pubertät steckt, ist davon total genervt. Nicht nur, dass ihr ihre Mutter vor lauter 'gemeinnütziger Arbeit' nicht dabei hilft die schlimmen Pickel, die in ihrem Gesicht wuchern, loszuwerden, auch die umwerfend aussehende 200 Dollar-Hose ist auf einmal zu teuer.
Während Kate mit den Gewissensbissen wegen der Möbel, ihrer unnatürlich ausgeprägten sozialen Ader und mit den Problemen ihrer pubertierenden Tochter alle Hände voll zu tun hat, merkt sie gar nicht, dass ihr Mann währenddessen eine Affäre mit der Enkelin der nervigen Nachbarsdame angefangen hat...
Schauspieler
Catherine Keener, Amanda Peet, Rebecca Hall, Oliver Platt, Elizabeth Keener, Elise Ivy, Thomas Ian Nicholas, Kevin Corrigan, Lois Smith, Elizabeth Berridge, Ann Morgan Guilbert, Sarah Steele, Josh Pais, Griffin Frazen
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit „Please Give“ tritt Regisseurin und Drehbuchautorin Nicole Holofcener in die Fußstapfen von Starregisseur Woody Allen: Mit ihrer Tragik-Komödie wirft sie einen durchdringenden Blick in das Herzen des Big Apples und erzählt dort von dem Zusammentreffen und dem Schicksal einiger unterschiedlicher Menschen. Dabei gelingt es ihr, eine Geschichte leichtfüßig und beschwingt zu inszenieren, die selbiges eigentlich gar nicht ist. Immer wieder führt Holofcener ihre Protagonisten vor, lässt sie gegen Wände laufen oder hält ihnen in entlarvenden Szenen ein Spiegel ihrer selbst vor. Trotz den vielen zutiefst tragischen Momenten, die währenddessen ans Tageslicht befördert werden, wirkt „Please Give“ jedoch nie penetrant melancholisch. Indem die vielen tragischen Situationen oder Momente auf ironische Weise verhandelt werden, gibt die Erzählung immer wieder Anlass zum Schmunzeln und nimmt sich damit selbst auf die leichte Schulter. Mit dieser nicht gerade leichten Ausgangssituation weiß auch das namhafte Schauspielerensemble hervorragend umzugehen. Sie alle, von Groß bis Klein, von Alt bis Jung, setzen das Tragisch-Komische ihrer Rollen hervorragend um. Obwohl jeder Darsteller seine hervorstechenden Höhepunkte im Plot hat, so stehen am Schluss aber dennoch alle im Schatten von Catherine Keener, die mit die besten und prägnantesten Momente auf ihrer Seite hat.
„Please Give“ - ein Film der leisen Töne, die lange nachhallen. Auch wenn Nicole Holofcener noch nicht ganz an die Klasse von Woody Allens New York-Studien heranreicht, so begibt sie sich mit „Please Give“ doch auf einen guten Weg dahin.
"Please Give" war ein Wettbewerbsbeitrag (außer Konkurrenz) der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin. 