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Australia
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Regie
Baz Luhrmann
Drehbuch
Baz Luhrmann, Ronald Harwood, Stuart Beattie, Richard Flanagan
Produzenten
Baz Luhrmann, G. Mac Brown, Catherine Knapman
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 166 min Land Australien, USA Kinostart 25.12.2008 DVD-Start 24.04.2009 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
Eigentlich war Lady Sarah Ashley nach Australien gekommen, um ihrem Mann gehörig die Hölle heiß zu machen. Für ihren Geschmack weilt dieser schon viel zu lange dort und weder Krieg noch die Entfernung können sie abhalten, vermutet Sarah doch insgeheim eine andere Frau hinter der langen Abwesenheit. Kaum in Darwin angekommen, macht sie mit dem Drover, einem ungehobelten Viehtreiber, Bekanntschaft, der sie auf die Farm ihres Mannes „Faraway Downs“ begleitet soll. Endlich dort angekommen, kann Sarah Drover noch weniger ausstehen als beim ersten Treffen. Außerdem erfährt sie, dass ihr Mann von einem Ureinwohner namens King George heimtückisch ermordet wurde. Dies berichtet zumindest der Vorarbeiter Neil Fletcher. Kings Georges Enkel, der kleine Mischlingsjunge Nullah, lebt ebenfalls auf „Faraway Downs“ und verrät Sarah, dass Flechter hinterrücks krumme Geschäfte mit dem großen Viehzüchter King Carney macht. Kurzerhand entlässt Sarah diesen mitsamt seinen Männern. Will Lady Sarah die Farm jedoch nicht an den gierigen King Carney verlieren, muss sie ihre Rinder zurück nach Darwin treiben und dort an die Armee verkaufen. Doch für solch ein Unterfangen gibt es weit und breit keinen Mann außer dem unausstehlichen Drover…
Schauspieler
Nicole Kidman, Hugh Jackman, David Wenham, Brandon Walters, Bryan Brown, Bruce Spence, Jack Thompson, John Jarratt, Ben Mendelsohn, David Ngoombujarra, David Gulpilil, Ursula Yovich
Filmkritik von Melanie Frommholz
Filmemacher Baz Luhrmann hat seiner Heimat mit „Australia“ wahrlich eine filmische Liebeserklärung der besonderen Art gemacht. Sein Epos ist ein Feuerwerk an großartigen Landschaftsaufnahmen, die erahnen lassen welche Faszination dieses Land mit seiner jahrtausend alten Kultur birgt. Aber nicht nur optisch wollte der Filmemacher sein Land in den Fokus der Welt rücken, auch ein dunkles Kapitel der Geschichte dieser ehemalige englisches Strafkolonie lag Buz Lurmann am Herzen: die gestohlene Generation. Er siedelt seine Geschichte in der Zeit des Zweiten Weltkrieges kurz vor der Bombardierung Darwins an und thematisiert die Diskriminierung der Aborigines durch die weißen Einwanderer. Mischlingskinder aus Verbindungen weißer Männer mit Aboriginefrauen wurden damals zwangsdeportiert und in kirchliche Missionen gesteckt. Erst 2008 (!) entschuldigte sich die Regierung bei dieser gestohlenen Generation der australischen Urbevölkerung für dieses Vorgehen.
Bei allem historischen Hintergrund: „Australia“ ist weit davon entfernt nüchternes Doku-Kino zu sein. Im Gegenteil. Baz Luhrmann verpackt die Elemente aus der australischen Geschichte geschickt in eine große Liebes- und Abenteuergeschichte, die im Stil ganz an seine Inspirationsquelle „Vom Winde verweht“ erinnert. Gekonnt verbindet er Witz, Spannung und Dramatik mit Emotionen und opulenten Bildern zu einem Herz-Schmerz-Ereignis, dass mitreißt und begeistert. Große Gefühle überzeugend in Szene gesetzt von einer großartigen Besetzung, dass war schon in „Moulin Rouge“ die Stärke des Filmemachers und damit punktet er auch hier.
Wo Australien drauf steht, sollte auch Australien drin sein. Getreu diesem Motto besetzte Luhrmann seine Hauptrollen ausnahmslos mit australischen Schauspielern und traf damit genau ins Schwarze. Nicole Kidman und Hugh Jackmann sind die richtige Paarung für dieses epische Drama. Sie tragen die Handlung durch ihr stimmiges Zusammenspiel über die gesamte Länge des Films. Als ihr Widersacher präsentiert sich David Wenham, der Faramir aus „Der Herr der Ringe“, von einer ungewohnt finsteren Seite.
Sechs Handlungsenden hatte Baz Luhrmann für „Australia“ geschrieben, drei wurden gedreht. 200 Drehtage und 166 Filmminuten später kann man nur sagen. Das richtige Ende hat es in die Kinofassung geschafft!
Wissenswertes
"Australia" ist die zweite Zusammenarbeit zwischen Regisseur Baz Luhrmann und Schauspielerin Nicole Kidman. Für "Moulin Rouge" erhielt Kidman eine OSCAR-Nominierung als beste Hauptdarstellerin.
Bewertungen
| Melanie Frommholz | ![]() |
Thomas Ays | ![]() |
Auszeichnungen
OSCAR-Nominierungen
Beste Kostüme
| Besucherbewertung |
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Kommentare
Dr. Martina Hellriegel schreibt am 29.12.08, 21:02
Sehr beeindruckender Film, sollte jeder sehen. Es lohnt sich wirklich, menschliche Tiefe, Wärme, Nähe und eine wunderbare Landschaft!!
Charly schreibt am 12.01.09, 22:56
Mich hat der Film nicht erreicht. Ich fand's kitschig. Irgendwie verlogen.
Max schreibt am 10.01.09, 10:55
Der Film zeigt viele Längen, die Dialoge wirken eher gekünstelt. Einzig die Landschaftsaufnahmen retten den Film auf 1 von 5 Sternen.
Karsten schreibt am 09.05.09, 20:35
Die Handlung ist total vorhersehbar und bedient nahezu jedes Klischee. Wenn man nicht mehr als "nette Unterhaltung" erwartet, dürfte man zufriedengestellt werden. Ansonsten ist er wohl auch für diese absolute 08/15-Story viel zu lang geraten (ernstes Aborigine-Thema hin oder her ...)



