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Wolke 9
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Regie
Andreas Dresen
Drehbuch
Andreas Dresen, Laila Stieler, Cooky Ziesche, Jörg Hauschild
Produzent
Peter Rommel
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 99 min Land Deutschland Kinostart 04.09.2008 Verleih Senator Film |
Story
Inge ist Ende 60, führt eigentlich eine glückliche Ehe und ein zufriedenes Leben. Dann lernt sie jedoch Karl kennen. Karl ist 76 und alleinstehend. Ehe es sich Inge versieht, hat sie sich bis über beide Ohren in den fremden Mann verliebt. Obwohl sie an ihrer langjährigen Ehe mit Werner festhalten will, kann sie dem Drang jedoch nicht widerstehen, möglichst viel Zeit mir Karl zu verbringen. Er sorgt bei ihr für Schmetterlinge im Bauch und lässt Gefühle aufleben, die Inge schon seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten, nicht mehr gespürt hat.
Schauspieler
Ursula Werner, Horst Rehberg, Horst Westphal, Steffi Kühnert
Filmkritik von Kathrin Lang
Schon lange bevor „Wolke 9“ in unseren Kinos anlief, wurde viel Rummel um den neuen Film des deutschen Erfolgsregisseurs Andreas Dresen gemacht. Schnell sprach sich herum, dass Sexszenen mit alten Menschen Dreh- und Angelpunkt des Filmes sein sollen. Letztlich wurde aus dem Gerücht Realität, was bereits in einer der ersten Szene des Films offensichtlich wird. Dass dabei der der Name Dresen hinter allem steht, verwundert wenig: Schon immer bricht der Regisseur gerne mit Tabus, führt Welten vor, die es nun mal gibt, die sonst aber niemand zeigt. Während in Hollywood, und eigentlich auch sonst überall wo Film entsteht, aalglatte, makellose und junge Körper über die Leinwand flimmern, mag es Dresen eben anders. Und das ist auch schön so, denn immerhin kann nicht immer alles den medial geprägten Idealen unserer Gesellschaft entsprechen. Andreas Dresen wirft einen Blick in das Innere, hinein in das wahre Leben und fängt dort Bilder ein, die zunächst befremdlich wirken mögen, dann jedoch zunehmend natürlicher sind. Flimmert das letzte Bild von „Wolke 9“ über die Leinwand, kann man das Naserümpfen, zu dem man zu Beginn des Filmes nur all zu schnell verleitet wird, kaum mehr nachvollziehen. „Wolke 9“ ist pures Leben und pures Kino zugleich – schlicht eine Geschichte, die ebenso herzlich wie tragisch ist und die es wert ist, bildlich erzählt zu werden.
Wie bereits in „Halbe Treppe“ (2002) wurde auch bei "Wolke 9" auf ein starres Drehbuch verzichtet. Daher konnten die Darsteller den Text größtenteils improvisieren, was dem Film eine besonders realitätsnahe Note verleiht.