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Fliegende Fische müssen ins Meer
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Regie
Güzin Kar
Drehbuch
Güzin Kar
Produzenten
Ruth Waldbuger, Dietmar Güntsche
Genre Komödie FSK 0 Filmlänge 91 min Land Deutschland, 2011 Kinostart 25.08.2011 DVD-Start 23.02.2012 Verleih Lighthouse Home Entertainment |
Story
Die 15jährige Nana ist wahrlich nicht vom Glück gesegnet: während ihre Mutter Roberta nichts anderes als fremde Männer und durchzechte Partynächte im Sinn hat, muss sich Nana um ihre zwei jüngeren Geschwister kümmern. Die Schule hat sie mit ihren 15 Jahren schon hinter sich gebracht und arbeitet nun als Schleusenwärterin in dem kleinen Ort am Rhein. Erst als der gut aussehende Arzt Eduardo zuzieht und sich der Teenagerin annimmt, kommt langsam alles ins Gleichgewicht. Während das Jugendamt Roberta damit droht, ihr das Sorgerecht für die Kinder zu entziehen, schmiedete Nana Zukunftspläne. Was der viel ältere Eduardo allerdings nicht weiß ist, dass sich Nana in ihn verliebt hat und sich ihre Zukunft an seiner Seite in den buntesten Farben ausmalt…
Schauspieler
Meret Becker, Elisa Schlott, Barnaby Metschurat, Hans-Peter Müller-Drossaart, Mona Petri, Andreas Matti, Annette Corti, Alia Duncan, Isabella Schmid, Joseph Sunkler
Filmkritik von Kathrin Lang
Manchmal sind es nicht die Kinder, die erwachsen werden müssen, sondern die Eltern. Im Fall von Güzin Kars Tragik-Komödie „Fliegende Fische müssen ins Meer“ ist es die 38jährige, dreifache Mutter Roberta (Meret Becker), die den Reifeprozess erst noch durchleben muss. Obwohl die Geschichte aus der Perspektive ihrer 15jährigen Tochter Nana (Elisa Schlott) erzählt wird, bleibt Roberta auch durchweg die interessanteste Figur des Films. Meret Becker dabei zuzusehen, wie sie das aufreizende Flittchen spielt, für ihre Kinder allenfalls die beste Freundin ist und ohnehin im Chaos ihres Lebens hilflos herum rudert, macht wahrlich Spaß. Ausgefallene, chaotische und wilde Rollen wie diese stehen der deutschen Mimin einfach gut. Um das Auge der weiblichen Zuschauer zu verwöhnen, wird Barnaby Metschurat als Nebenfigur integriert – und fertig ist ein annehmbarer Cast, der „Fliegende Fische müssen ins Meer“ letztlich zu einem annehmbaren Film werden lässt. Ohne Meret Becker und Barnaby Metschurat hätte „Fliegende Fische müssen ins Meer“ nämlich nur wenig Bestand. Rechts und links von Becker und Metschurat lassen sich tatsächlich nur selten Highlights ausfindig machen. Die Geschichte wird häufig durch eine Erzählstimme aus dem Off vorangetrieben, kommt dadurch jedoch immer wieder ins Stocken. Bis zum Schluss bleibt zudem unklar welche Zielgruppe überhaupt angesprochen werden soll. Die meisten Jugendlichen werden sich mit den Schicksalen der Protagonisten nur schwer identifizieren können, während Erwachsene im Angesicht der neunmalklugen Kommentare und Lebensweisheiten der 15jährigen Nana wohl häufig auf Durchzug schalten. Irgendwie nett ist die Geschichte, die von Familienzusammenhalt, der Wichtigkeit von guten Freunden und der Verwirklichung von Träumen erzählt dann doch – aber eben nicht mehr als das.
"Fliegende Fische müssen ins Meer" ist Elisa Schlotts (Nana) dritter Spielfilm. 2009 sahen wir sie bereits in "Giulias Verschwinden".
