Palermo Shooting

The Palermo Shooting

Filmplakat Palermo Shooting
Regie Wim Wenders  Drehbuch Wim Wenders  Produzenten Wim Wenders, Gian-Piero Ringel 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 104 min
Land Deutschland  Kinostart 20.11.2008  DVD-Start 30.09.2011  Verleih Senator Film

Story

Trotz seinem immensen Erfolg in seinem Job, fühlt sich Fotograf Finn leer und ausgebrannt. Nachts wälzt er sich unruhig im Bett und wenn er doch einschlafen kann, wird er von schlimmen Alpträumen heimgesucht. Der Job und letztlich auch die Suche nach sich selbst führt in nach Palermo, wo er für die schwangere Schauspielerin Milla Jovovich shooten soll. Schnell nimmt ihn die Stadt und ihre Atmosphäre gefangen. Er genehmigt sich eine Auszeit und erkundet die Gassen Palermos. Seine finsteren Tagträume hören jedoch nicht auf, sondern werden, ganz im Gegenteil, noch schlimmer. Als er der geheimnisvollen Flavia begegnet, eröffnen sich ihm neue Möglichkeiten, doch bevor er diese ergreifen kann, muss er sich seinen Ängsten endgültig stellen...

Schauspieler

Palermo Shooting Campino, Dennis Hopper, Giovanna Mezzogiorno, Jana Pallaske, Inga Busch, Lou Reed, Patti Smith, Sebastian Blomberg, Udo Samel

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 2 von 5 Ms Palermo Shooting Wim Wenders zählt schon seit Jahrzehnten zu den begabtesten Filmemachern Deutschlands. Wie kaum ein anderer versteht er es, seinen Filmen eine ganz besondere Atmosphäre zu verleihen und mit stimmungsvollen Bildern anzureichern. Vor allem die Inszenierung des „Unterwegsseins“ und die damit einhergehende Einbindung von Landschaften als Stimmungsträger gehören zu den Stärken des Deutschen. Nachdem Wenders seinem Heimatland ganze 15 Jahre den Rücken gekehrt und all seine Filme in den USA produziert hat, kehrt er mit „Palermo Shooting“ wieder auf deutschen Grund und Boden zurück und inszeniert eben dort die Geschichte des Fotografen Finn (Campino), der „unterwegs“ zu sich selbst ist.
„Palermo Shooting“ ist jedoch weit davon entfernt, um an dieser Stelle von einer pompösen Rückkehr in die Heimat sprechen zu können. Dennoch fällt zunächst viel Positives auf: neben der Tatsache, dass sich Campino überraschenderweise als gute Darstellerwahl entpuppt, der die One-Man-Show mit überzeugender Kamerapräsenz meistert, sind es natürlich vor allem die Bilder und die Atmosphäre des Films, die besonders überzeugen. Mit einem tollen und stimmungsvollen Soundtrack hinterlegt, entwickelt die Bildsprache schon bald eine immense Sogwirkung, der man sich typisch Wender schon bald nur noch schwer entziehen kann. Das Szenario, das sich um Finns Reisen durch die Straßen und Gassen von Palermo aufspannt, vermag hingegen kaum zu überzeugen. Die Dialoge sind enorm holzig und die einzelnen Fragmente der Geschichte wirken lieblos aneinandergereiht. „Palermo Shooting“ stiehlt sich durch seine Unentschlossenheit und durch sein lieblos ausgearbeitetes Drehbuch immer wieder selbst die Show. Die Essenz der Geschichte dürfte für die meisten Zuschauer jedenfalls auch nach dem Abspann ein Geheimnis bleiben.

Wissenswertes

Palermo Shooting Nach eigener Aussage hat Wenders die Rolle des Finn Campino auf den Leib geschrieben.

Bei der Filmvorführung in Cannes war der Film noch rund 20 Minuten länger und erhielt erst im Nachhinein seinen finalen Cut. Bei anderen Filmemachern ein Grund zur Sorge, bei Wenders „nicht ungewöhnlich“.



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Kommentare

internet schreibt am 21.02.09, 11:33
einfach klasse der film, sehr sehenswert
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