Kinotipp!
Drachenzähmen leicht gemacht 2 - ab 24. Juli im Kino

 

Nanny Diaries

The Nanny Diaries

Filmplakat Nanny Diaries
Regie Shari Springer Berman, Robert Pulcini  Drehbuch Robert Pulcini, Shari Springer Berman  Produzenten Richard N. Gladstein, Dany Wolf 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 106 min
Land USA  Kinostart 14.08.2008  DVD-Start 08.05.2009  Blu-ray-Start 06.04.2012  Verleih Central

Story

Annie Braddock hat ihr Studium in Anthropologie und BWL erfolgreich absolviert und könnte nun eine große Karriere starten, die sie endlich aus den mütterlichen Fängen in New Jersey befreit. Leider hat Annie jedoch keine Ahnung was sie nun mit ihrem Leben anfangen soll. Als ihr während einem Spaziergang im Central Park der kleine Grayer buchstäblich in die Arme läuft, entscheidet jedoch das Schicksal für sie: Als sich Annie mit ihrem Namen vorstellt, versteht Grayers Mutter, Mrs. X im Eifer des Gefechts „Ich bin Nanny“, anstatt „Ich bin Annie“ - und schon ist Annie bei Familie X als neues Kindermädchen eingestellt. Ehe sie sich versieht, ist Annie in das schmucke Appartement der Familie eingezogen und wird dort sogleich mit Aufgaben überschüttet. Anfänglich nimmt sie all die abstrusen Regeln, denen sie gehorchen muss, kommentarlos hin. Schon bald wird ihr der Trubel jedoch zuviel. Hätte der kleine Grayer nicht im Sturm ihr Herz erobert, hätte Annie schon längst das Handtuch geworfen…

Schauspieler

Nanny Diaries Scarlett Johansson, Laura Linney, Paul Giamatti, Chris Evans, Donna Murphy, Alicia Keys, Cady Huffman, Brande Roderick, Johanna Heimbold, Marla Sucharetza, Phiebe Jonas, Allison Sarofim, Tina Benko

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Nanny Diaries Seine Inspiration fand „Nanny Diaries“ sicherlich bei dem großen Nanny-Vorbild „Mary Poppins“. Ausgehend von der klassischen Geschichte, die von unbändigen Kindern erzählt, die bislang noch jedes Kindermädchen erfolgreich vertrieben haben, geht „Nanny Diaries“ nun noch einen Schritt weiter und katapultiert den Zuschauer mitten hinein in die verquere Welt der modernen Upper-Class-Familien in New York. Letztlich wird aus der Hollywoodkomödie damit eine milieukritische Studie über die Schönen und Reichen dieser Welt, die ihre Kinder schon lange nicht mehr als solche wahrnehmen. Aus diesem traurigen Irrwitz schöpft „Nanny Diaries“ auch seine besten Momente. Das karikierte Familienleben - samt realitätsfernen Müttern, bei denen Kindererziehung bei der Einstellung einer Nanny aufhört und karrieregeilen Vätern, die mit nichts außer mit Abwesenheit glänzen - sorgt für einige heitere Momente. Vor allem mit Laura Linney, die einer der modernen Upper-Class-Frauen mimen darf, wurde ein toller Fang gemacht. Ihr Spiel, das sich zwischen tougher New Yorkerin in den besten Jahren und verzweifelte Ehefrau und Mutter bewegt, ist ebenso fabelhaft wie abwechslungsreich und sorgt gleichermaßen für lustige und nachdenkliche Momente. Da kann eine Scarlett Johansson leider nur schwer mithalten - was allerdings auch an der Konzeption ihrer Rolle liegen mag. Mit ihrer Figur der Nanny durchläuft sie alle Klischees, die das Repertoire zu bieten hat: Weder von albernen Kostümpartys, noch von ach so kratzbürstigen Kinder bleibt sie verschont und wirkt dabei oftmals überzogen lachhaft.

Letztlich wirft „Nanny Diaries“ einen unterhaltenden und lustigen Blick auf das moderne Leben der Upper-Class. Traurig nur, dass das hier abgebildete Leben an manchen Orten dieser Welt vermutlich gar nicht so weit von der Realität weg ist, wie es im ersten Augenblick erscheint.

Wissenswertes

Nanny Diaries „Nanny Diaries“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Emma McLaughlin und Nicola Kraus.



Besucherbewertung
4.5 / 5  (2 votes)

Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.