Hangtime - Kein leichtes Spiel

Filmplakat Hangtime - Kein leichtes Spiel
Regie Wolfgang Groos  Drehbuch Heinrich Hadding, Christian Zübert  Produzenten Tom Spiess, Sönke Wortmann 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 92 min
Land Deutschland  Kinostart 15.10.2009  DVD-Start 22.07.2010  Blu-ray-Start 22.07.2010  Verleih 3L Filmverleih

Story

Als die Eltern von Vinz bei einem Autounfall ums Leben kommen, ist das weder für ihn noch für seinen großen Bruder Georg leicht zu verkraften. Dennoch meistern die beiden Brüder ihr Leben, da Georg das Sorgerecht für seinen kleinen Bruder übernimmt. Zwar opfert er dafür seine Basketballkarriere, gibt sich aber damit zufrieden Vinz zu coachen und ihn damit innerhalb weniger Jahre zu seinem Spitzenspieler werden zu lassen. Als Vinz sein Abitur bestanden hat, stehen ihm tatsächlich die Türen in die 1. Bundesliga offen. Während Georg darüber mehr als glücklich ist, kann Vinz daran nur wenig Gutes finden. Sein Traum ist es, in Amerika zu studieren und seinem tristen Leben in der Kleinstadt Hagen zu entkommen. Durch seine Spitzeleistung als Basketballspieler erhofft er sich ein Stipendium, mit dem er sein Leben in den USA finanzieren kann. Als Georg von den eigentlichen Plänen seines Bruders erfährt, droht die enge Bindung zwischen den beiden zu zerreisen.

Schauspieler

Hangtime - Kein leichtes Spiel Max Kidd, Misel Maticevic, Ralph Kretschmar, Mirjam Weichselbraun, Max Fröhlich, Veit Stübner, Martine Schrey

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Hangtime - Kein leichtes Spiel Die Geschichte vom kleinen Jungen, der unter schlechten finanziellen sowie familiären Bedingungen aufwächst und verzweifelt seinen Weg nach oben sucht, haben wir in den vergangenen Jahren schon einige Male auf unseren Leinwänden gesehen. Der Coming-of-Age-Film „Hangtime – Kein leichtes Spiel“ überzeugt dennoch durch einen speziellen Charme und seine Kompromisslosigkeit. Überzeugend werden hier mehrere Themen miteinander verknüpft: Glaubhaft begleitet man den angehenden Profibasketballspieler Vinz auf seinem Weg hin zu einem jungen Erwachsenen, der seinen Platz im Leben erst suchen und erkämpfen muss. Da gehört der Konflikt mit seinem älteren Bruder ebenso dazu, wie die erste große, aber hoffnungslose Liebe. Bei all der Tragik lässt „Hangtime – Kein leichtes Spiel“ auch einige lustige Untertöne zu und lockert die eigentlich dramatische Geschichte dadurch gekonnt auf.

Getragen wird „Hangtime – Kein leichtes Spiel“ von einem jungen Darstellerensemble. Vor allem das Brüdergespann, das sich aus Max Kidd und Misel Maticevic zusammensetzt, vermag zu überzeugen und den Coming-of-Age-Film zu einem besonderen Kinoerlebnis werden zu lassen. Während Max Kidd in seiner Rolle des Vinz mit außerordentlicher Überzeugungskraft auftritt, glänzt Misel Maticevic vor allem in den Momenten, in denen seine Rolle kippt: Maticevics Rolle des großen Beschützers, der für das Wohlergehen seines kleinen Bruders alle eigenen Träume und Wünsche über Bord geworfen hat, ist vor allem in jenen Momenten stark, in denen die Verzweiflung an den Tag gelegt und mit Wut auf die Entscheidungen des Bruder reagiert wird. Neben den beiden starken Hauptdarstellern wartet das Drama auch in den Reihen der Nebendarsteller mit einigen nennenswerten Leistungen auf. Neben der deutschen Neuentdeckung Ralph Kretschmar, fällt vor allem die Darstellung von Mirjam Weichselbraun positiv auf. Die wenigen Szenen, in denen Weichselbraun ins Bild tritt, sind mit die authentischsten des gesamten Films und spiegeln die grundsätzliche Tragik der ganzen Geschichte toll wieder.

Daneben kommt die Basketballthematik schon beinahe etwas zu kurz. Wer sich von „Hangtime – Kein leichtes Spiel“ ein Sport-Drama erwartet, das den Basketball zum Dreh- und Angelpunkt seiner Erzählung werden lässt, sucht hier vergebens. Dafür hat der deutsche Film aber so viel mehr zu bieten: Eine tragische Geschichte über die Probleme des Erwachsenwerdens, die nicht zuletzt durch ihre Komik an Authentizität gewinnt.

Wissenswertes

Hangtime - Kein leichtes Spiel "Hangtime - Kein leichtes Spiel" ist das Kinodebüt von Regisseur Wolfgang Groos.



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