Twin Town

Filmplakat Twin Town
Regie Kevin Allen  Drehbuch Kevin Allen, Paul Durden  Produzent Peter McAleese 
Genre Komödie  FSK 16  Filmlänge 95 min
Land Großbritannien, 1997  DVD-Start 25.11.2011  Verleih Koch Media

Story

Das Kaff Swansea in Wales ist die Spielwiese der Zwillinge Jeremy und Julian Lewis. Hier knacken sie ein Auto nach dem nächsten, nerven ihre Umwelt, in dem sie sich an keine Regeln halten, die des Anstandes sowieso nicht, und schlicht nur das tun, worauf sie Bock haben. Kleber zu schnüffeln zum Beispiel. Mit ihrer Tour kommen sie den örtlichen Polizisten in die Quere, die für den angesehenen Bauunternehmer Cartwright hier das Kokain verticken. Aber auch Cartwright selbst bekommt es mit den Zwillingen zu tun, als deren Vater von der Leiter fällt, als er für ihn arbeitet, und Cartwright sich weigert ein Schmerzensgeld oder die Krankenhauskosten zu zahlen. Die Situation gerät außer Kontrolle, als Jeremy und Julian Cartwright’s Tochter als Revanche bei einem Karaoke-Wettbewerb anpinkeln…

Schauspieler

Twin Town Llyr Ifans, Rhys Ifans, Dougray Scott, William Thomas, Jenny Evans, Dorien Thomas, Buddug Williams, Ronnie Williams, Sue Roderick, Keith Allen, Huw Ceredig, Rachel Scorgie, Di Botcher, Mary Allen, David Hayman, Morgan Hopkins, Helen Griffin

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms Twin Town Über manche Filme sollte man einfach den Mantel des Schweigens ausbreiten. Dem internationalen Erfolg von Schauspieler Rhys Ifans haben wir es wohl zu verdanken, dass Werke wie „Twin Town“ aus dem Jahre 1997 nun das Licht des DVD-Marktes erblicken. Der Streifen bietet die Sorte Anarcho-Komik, über die man bereits nach kurzer Zeit den Kopf schüttelt und nur in den seltensten Fällen lachen kann. Der Film versteht sich als Persiflage auf die skurrilen Typen und den provinziellen Fils in einer Kleinstadt. Hier verkaufen die Bullen das Kokain und die Massen pilgern Samstags zum Karaoke-Event. Zu Beginn hofft man noch auf eine gute Geschichte zwischen den derben und durchgeknallten Einfällen von Regisseur und Co-Drehbuchautor Kevin Allen. Der Filmemacher wollte hier wohl alle seine grotesken Ideen auf einmal verwirklichen, reiht sie aber ohne eine ansonsten überraschende Handlung aneinander. Wenn sich gegen Ende dann die Brutalität unter den Humor mischt, bleibt einem das letzte Lachen allerdings im Hals stecken. Die Dialoge entpuppen sich zudem als permanentes Gefluche und Geschrei, in dem das Wort mit „Sch...“ im Minutentakt fällt, was ungemein nervt. Das einzige, was überzeugen kann ist die Optik, mit einer liebevollen und detaillierten Ausstattung und auch die Figurenzeichnung ist nicht schlecht.
Den satirischen und skurrilen Ansatz der britischen Gesellschaftskritik in alle Ehren, doch wenn er in Form von Filmen wie „Twin Town“ daherkommt, wird das Ganze zu etwas, das man mehr aushält, von dem man aber nicht unterhalten wird.

Wissenswertes

Twin Town Der Film lief auch bereits unter den deutschen Titeln „Das Chaoten-Kaff" und „Pretty Shitty City".
„Twin Town" ist das Spielfilmdebüt von Kevin Allen. Er wurde dafür für den Goldenen Bären bei den Filmfestspielen von Berlin nominiert.

Hinter den Kulissen agierten als ausführende Produzenten Andrew Macdonald („Trainspotting“) und Danny Boyle („Slumdog Millionär“).



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