Tenderness - Auf der Spur des Killers

Tenderness

Filmplakat Tenderness - Auf der Spur des Killers
Regie John Polson  Drehbuch Emil Stern  Produzenten John Penotti, Charles Randolph, Howard Meltzer 
Genre Thriller  FSK 16  Filmlänge 97 min
Land USA, 2007  DVD-Start 18.02.2010  Verleih Ascot Elite

Story

Eric hat seine Eltern umgebracht und wenigstes ein Mädchen ermordet und geschändet. Was ihn vor der Todeszelle bewahrte war die Tatsache, das er zum Tatzeitpunkt unter Psychopharmaka stand. Nun ist er 18 Jahre alt und darf den Jugendarrest als freier Mann verlassen. Doch ganz so frei wie Eric denkt ist er nicht. Detective Cristofuoro heftet sich an seine Fersen, denn er ist davon überzeugt, dass der Junge ein Killer ist, der wieder morden wird. Und noch jemand konnte Erics Freilassung nicht erwarten: Lori. Das Mädchen verbindet mit Eric ein besonderes Ereignis, doch als sie plötzlich in seinem Wagen auftaucht, kann er sich nicht an sie erinnern. Zunächst…

Schauspieler

Tenderness - Auf der Spur des Killers Russell Crowe, Jon Foster, Sophie Traub, Alexis Dziena, Michael Kelly, Jake M. Smith, Tanya Clarke, Laura Dern

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 3 von 5 Ms Tenderness - Auf der Spur des Killers Drei Menschen, drei Schicksale - verbunden durch einen unheilvollen Mord. Regisseur John Polson und Drehbuchautor Emil Stern kann nicht vorgeworfen werden, dass sie keine genaue Vision ihrer Geschichte hatten. Sie wollten die Tragik des Lebens in bewegte Bilder bannen. Lange Kameraeinstellungen, ruhige Bilder, spärliche Dialoge und atmosphärische Musik sollen die verzweifelte Stimmung einfangen, in der sich alle drei Protagonisten befinden. Wir haben den Killer, der sich seine Abartigkeit nicht eingestehen will, das missbrauchte Mädchen, das aus ihrem unerträglichen Alltag flieht und den alten Cop, der eine Ehefrau pflegt, die mehr tot ist als lebendig. Sie alle wollen ihrer persönlichen Hölle entkommen und können ihr doch nicht entfliehen. Gute Zutaten für ein packendes Psychogramm, doch leider beleuchtet die Handlung keine der Figuren richtig, sondern lässt alle in einer diffusen Halbheit vor sich hin leiden. Kein Charakter wird in seinen Facetten richtig herausgearbeitet und so leiden sie zwar alle, machen darüber hinaus jedoch einen eher unfertigen und eindimensionalen Eindruck. Auch der Thriller, der um die drei Hautfiguren herumgebaut wurde, ist nicht wirklich packend, da er seine Karten früh aufdeckt und so wenig Überraschendes für den Zuschauer bereithält. Es scheint so, als konnten sich die Macher nicht wirklich für einen Schwerpunkt in ihrer Geschichte entscheiden und haben damit keines der Elemente wirklich richtig angepackt.

Auch die Besetzung von „Tenderness - Auf der Spur des Killers“ ist nicht durchgängig überzeugend. Besonders Fans von Russell Crowe werden enttäuscht sein. Er spielt den Cop solide, aber seine Leitungen in „A beautiful Mind - Genie und Wahnsinn“ oder „American Gangster“ sind dann doch eine andere Liga. Sophie Traub macht ihre Sache als Lori hingegen gut. Jon Foster glaubt man den jugendlichen Killer mit psychopatischer Seite dagegen zu wenig. Die Herzen von Dr. Jekyll und Mr. Hyde schlagen in seiner Brust, doch von ihrem Kampf sieht man zu wenig.

Das, was „Tenderness“ dann doch noch auf einen guten Gesamteindruck rettet, ist seine visuelle Umsetzung und musikalische Untermalung. Diese ist wirklich gelungen und fängt die bedrückende, mit ein klein wenig Hoffnung durchsetzte Stimmung der Figuren passend ein. Zusammengenommen bleibt „Tenderness“ jedoch hinter dem zurück, was man erwarten durfte.



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