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Rapunzel - Neu verföhnt
Tangled
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Regie
Nathan Greno, Byron Howard
Drehbuch
Dan Fogelman
Produzent
Ray Conli
Genre Animation FSK 0 Filmlänge 100 min Land USA Kinostart 09.12.2010 DVD-Start 07.04.2011 Blu-ray-Start 07.04.2011 Verleih Walt Disney Pictures |
Story
„Rapunzel lass dein Haar herunter.“
Seit Rapunzel denken kann, wird sie von ihrer Mutter Gothel in einem Turm mitten im Wald versteckt. Da der Turm nur über ihr langes Haar, das sie bis zum Fuße des Turms herunterlassen kann, zu betreten ist, ist ihr die normale Lebenswelt gänzlich unbekannt. Dennoch hat sie sich mit ihrer recht beengten Situation gut arrangiert und vertreibt sich den lieben langen Tag mit Malen, Lesen, kreativen Basteleien und langen Gesprächen mit ihrem besten Freund Pascal – einem liebenswerten Chamäleon. Dass dieser mit Antworten sparsam ist, stört Rapunzel nicht weiter.
Erst als ihr 18. Geburtstag näher rückt, wird Rapunzel etwas ungeduldig. Seit Jahren beobachtet sie an dem Abend ihres Geburtstages, aus ihrem Turmfenster heraus, das Meer an Lichtern, das in der Ferne den Himmel flutet. Was sie nicht weiß: Nur ihretwegen lassen die Bewohner der nahegelegenen Stadt Lichterballons in den Himmel steigen. Als Baby wurde Rapunzel von ihrer vermeintlichen Mutter Gothel aus ihrem Kindbett gestohlen und nur wegen ihren magischen Haaren, die ewige Jugend schenken, in den Turm verbannt. Rapunzels leibliche Eltern, der König und die Königin, haben die Hoffnung jedoch nicht aufgegeben und warten jedes Jahr an Rapunzels Geburtstag auf die Rückkehr ihrer Prinzessin.
Nur zufällig kommt dabei der gerissene und überaus charmante Meisterdieb Flynn ins Spiel. Mit seiner Hilfe gelingt es Rapunzel den Turm zu verlassen, um sich mit ihm – und einigen tierischen Begleitern – heimlich auf die abenteuerliche Reise zum Ursprung des Lichtermeers zu begeben...
Schauspieler
Synchronsprecher (englisches Original):, Mandy Moore, Zachary Levi, Donna Murphy, Ron Perlman, Jeffrey Tambor, Brad Garrett, M.C. Gainey:Paul F. Tompkins, Richard Kiel
Synchronsprecher:, Alexandra Neldel, Moritz Bleibtreu, René Marik
Filmkritik von Kathrin Lang
Nach einer zähen und lang anhaltenden Durststrecke, meldeten sich die Walt Disney Studios bereits vergangenen Jahres mit „Küss den Frosch“ zurück an die Spitze des klassischen Zeichentrickkinos. In einer Zeit, in der sich das Kino in einem stetigen Wandel und technischen Fortschritt befindet, wagte Disney 2009 einen Schritt zurück und stellt erstmals seit Jahren einen komplett handgezeichneten Film vor. Obwohl die Disney Studios mit „Küss den Frosch“ überraschend großen Erfolg feierten, lassen sie sich 2010 nun nicht mehr länger lumpen und reihen sich mit „Rapunzel – Neu verföhnt“ in die Reihe der erfolgreichen Animationsfilmschmieden ein.
Tatsächlich hat sich Walt Disneys Animationsfilm „Rapunzel – Neu verföhnt“ rein optisch nichts vorzuwerfen. Neben 21 Gaunern, dem König, der Königin und knappen zwei Dutzend Stadtbewohnern, sind es vor allem Rapunzel, ihr Herzbube Flynn Rider, die böse Mutter Gothel sowie zwei tierische Hauptfiguren, die dem Walt Disney Animationsteam hervorragend gelungen sind. Die viele Jahrzehnte alte und weltweit gefeierte Walt-Disney-Zeichentradition wird mit „Rapunzel – Neu verföhnt“ überraschend ehrgeizig auf eine andere Ebene überführt. Mit winzigen Mikro-Animationen achtet man auf jedes noch so kleine Detail und verlieh dem Animationsfilm damit einen Look, der nicht nur mit Konkurrenzschmieden wie PIXAR mühelos mithalten kann, sondern der der Marke „Walt Disney“ auch auf Animationsebene alle Ehre bereitet.
„Rapunzel – Neu verföhnt“ wäre jedoch kein echter Walt Disney-Film, wenn nicht auch die Story und die Charakterzeichnung eine tragende Rolle spielen würde. Selbstredend trumpfen die Walt Disney Studios auch bei ihrer Jubiläumsfeier, dem 50. abendfüllenden Film ihrer langjährigen Geschichte, mit einer Story auf, die dem klassischen Disney-Kino treu bleibt, gleichzeitig aber auch viele moderne Elemente des Genres einwebt. Folglich finden wir bei „Rapunzel – Neu verföhnt“ nicht nur ein kindgerechtes Story-Telling vor, sondern gleichzeitig auch einige heitere Momente, die rein für Erwachsene geschaffen wurden. In alter Disney-Manier finden Rapunzel und Flynn vor einem klassischen Märchenschloss zu ihrer Liebe und vereinen sich in einem bezaubernden Meer aus tausenden Lichterballons in trauter Zweisamkeit. Einige Filmminuten zuvor zeigt sich das klassische Liebespärchen jedoch von einer ungewohnt toughen Seite. Während sich Flynn als heldenhafter Meisterdieb seinen Ruf gemacht hat, beherrscht die nur oberflächlich zart erscheinende Rapunzel hervorragend den Kampf mit der Bratpfanne und hat mit ihrem absurd langen Haar zudem einige erschreckend Angst einflößende Tricks auf Lager. Heimliche Helden des Filmes sind jedoch zweifelsfrei die beiden tierischen Hauptfiguren. Während sich Maximus, das Pferd des Hauptmannes, für einen Polizeispürhund hält und beim Fährte-schnüffeln so seine Schwierigkeiten hat, verfärbt sich Rapunzels engster Freund, das Chamäleon Pascal, in den unpassendsten Momenten in die passendsten Farben.
Mit „Rapunzel – Neu verföhnt“ bringen uns die Walt Disney Studios pünktlich zur Vorweihnachtszeit einen Film in die Kinos, der mit viel Liebe zum Detail, dem altbekannten Disney-Herz und einem guten Gespür für tolle Geschichten zu überzeugen weiß. Nicht nur für den originellen Titel haben sich die Macher an dieser Stelle ein großes Lob verdient. Tolles Unterhaltungskino, das zur kalten Jahreszeit für warme Lachmuskeln und ein gewärmtes Herz sorgt.
Wissenswertes
Das Märchen der Gebrüder Grimm über Rapunzel und ihr Haar fand man bei Walt Disney schon immer faszinierend. Bereits in den 1940er Jahren wurde von Walt Disney persönlich an einer filmischen Umsetzung des Märchens gearbeitet. Diese kam jedoch nie zustande
Nathan Greno und Byron Howard führten bereits bei „Bolt – Ein Hund für alle Fälle“ die Regie.
"Rapunzel - Neu verföhnt" wurde in 3D gesehen und bewertet.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester animierter Film, Bester Song ("I See The Light")
OSCAR-Nominierungen
Bester Titelsong ("I See The Light")
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Kommentare
Rikkuu schreibt am 03.01.12, 14:56
auf jeden fall besser als "küss den frosch"
