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Kaltes Blut - Auf den Spuren von Truman Capote
Infamous
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Regie
Douglas McGrath
Drehbuch
Douglas McGrath
Produzenten
Christine Vachon, Jocelyn Hayes, Anne Walker-McBay
Genre Biopic FSK 16 Filmlänge 113 min Land USA DVD-Start 21.12.2007 Verleih Warner Bros Pictures Germany |
Story
Truman Capote gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellern, die Amerikas Literaturgeschichte vorzuweisen hat. Mit etlichen Werken machte er auf sich aufmerksam, mit einem aber ganz besonders: „Kaltblütig“, die Geschichte über zwei Männer die eine ganze Familie ermordet haben und denen nun die Todesstrafe droht. „Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote“ verfolgt die Entstehungsgeschichte dieses Romans, der auf wahren Begebenheiten beruht und aus Capote einen gefeierten Literaten machte. Es wird gezeigt wie Capote auf das Thema stößt, dafür recherchiert und schließlich wie der Autor eine innige Bindung zu einem der beiden Täter aufbaut.
Schauspieler
Toby Jones, Sandra Bullock, Mark Rubin, Sigourney Weaver, Hope Davis, Gwyneth Paltrow, Juliet Stevenson, Michael Panes, Frank G. Curcio, Isabella Rossellini
Filmkritik von Kathrin Lang
„Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote“ kommt leider etwas zu spät auf unseren Markt – oder zu früh; je nach Sichtweise. Nachdem Bennet Millers Verfilmung „Capote“, mit Philipp Seymour Hofman in der Titelrolle, 2006 ein voller Erfolg wurde und bei den OSCAR Verleihungen vier Mal nominiert wurde und einen Goldjungen abkassierte, wirkt dieses Version des Biopics trotz hochkarätiger Besetzung sehr blass. Obwohl Toby Jones´ Leistungen grundsätzlich nicht zu verachten sind, so sieht man vor seinem geistigen Auge eben doch immer wieder den großartigen Hofman von 2006 – an den Jones mit seinem Spiel leider nicht einmal ansatzweise heranreichen kann. Es ist jedoch nicht nur die schauspielerische Darstellung sondern auch die Inszenierung der Lebensgeschichte Capotes, die einen unbefriedigten Zuschauer zurück lässt. Das Erzähltempo ist viel zu schnell und lässt dem Zuschauer kaum Zeit sich in der Geschichte einzufinden. Die Handlung jagt von einem Höhepunkt zum Nächsten, eine langsame Entwicklung ist nicht auszumachen. So wurde aus „Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote“ ein Film, der sicherlich einen guten und auch richtigen Eindruck von Truman Capotes Leben übermittelt, der aber mit Ausblick auf „Capote“ von 2006 leider nicht mithalten kann. Wer die Wahl hat, der sollte „Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote“ also lieber im Regal stehen lassen und stattdessen auf „Capote“ zurückgreifen.
