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Tatort - Schleichendes Gift (TV)
Tatort - Schleichendes Gift (TV
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Regie
Uwe Janson
Drehbuch
Thomas Kirchner
Produzent
Martin Hofmann
Genre Krimi Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2007 Verleih rbb |
Story
Als Joseph Feinlein, Referatsleiter im Ministerium für Gesundheit, in seinem Büro tot aufgefunden wird, deutet schnell alles auf einen unnatürlichen Tod hin. Zwar hat er einen Abschiedsbrief an seine schwerkranke Frau hinterlassen, doch schnell wird klar, dass dieser nicht von ihm stammt. Die Obduktion ergibt letztlich auch, dass der Beamte durch Gift gestorben ist. Während ihren Ermittlungen erfahren Ritter und Stark, dass der letzte Mensch, den Feinlein vor seinem Tod gesehen hat, der Berliner Fahrradkurier Mischka gewesen sein muss. Dieser wurde nach dem Besuch in Feinleins Büro jedoch angefahren und liegt nun auf der Intensivstation im Koma. Ist es Zufall, dass seitdem auch die Kuriertasche mit Feinleins Sendung verschwunden ist? Erst als Mischka aus dem Koma erwacht, kommen Ritter und Stark auf die erste heiße Spur…
Schauspieler
Dominic Raacke, Boris Aljinovic, Ernst-Georg Schwill, Veit Stübner, Anja Kling, Jule Böwe, Corinna Kirchhoff, Jürgen Tarrach, Ingo Hülsmann, Hansjürgen Hürrig, ina Engel
Filmkritik von Kathrin Lang
Die Ermittlungen in „Schleichendes Gift“ führen die Berliner „Tatort“-Ermittler dieses Mal in das Gesundheitsministerium und in das Dickicht der Lobbyistenszene. Wie so oft beim Berliner „Tatort“ ist die Themenidee keine schlechte, doch es mangelt an einer überzeugenden Umsetzung. Dies trifft auch für die Folge „Schleichendes Gift“ zu, die sich zu stark den zahlreichen Nebenhandlungen zuwendet, anstatt dem gewichtigen Hauptthema gebührend viel Aufmerksamkeit zu schenken. Während man aus dem Hinweis auf die Missstände in der Lobbyistenszene, und im Speziellen auf die Pharma-Industrie, einen ebenso spannenden und wie brisanten Fall hätte stricken können, hält die Kamera immer wieder auf Kommissar Ritter, der sich mal wieder in eine Liebschaft verwickeln lässt, und auf die turbulente Welt Berliner Fahrradkuriere. Nicht alle Nebenhandlungen können innerhalb der Spielzeit stringent bis zu ihrem Ende erzählt werden, wodurch die Folge unstrukturiert, überladen und nicht zuletzt nur wenig unterhaltend wirkt. Schade, denn mit Anja Kling und Jürgen Tarrach in Gastrollen hätte man durchaus einen besonderen „Tatort“ aus der Hauptstadt erschaffen können. So jedoch bleibt es bei einer Mittelmäßigkeit, wie sie in Berlin leider häufig der Fall ist.
Wissenswertes
Alle Fälle von Ritter und Stark:
• 2001: Berliner Bärchen
• 2001: Der lange Arm des Zufalls
• 2001: Tot bist Du!
• 2002: Zahltag
• 2002: Filmriss
• 2002: Zartbitterschokolade
• 2003: Die Liebe und ihr Preis
• 2003: Rosenholz
• 2003: Dschungelbrüder
• 2004: Eine ehrliche Haut
• 2004: Der vierte Mann
• 2005: Todesbrücke
• 2005: Leiden wie ein Tier
• 2006: Kunstfehler
• 2006: Liebe macht blind
• 2007: Dornröschens Rache
• 2007: Schleichendes Gift
• 2008: Tod einer Heuschrecke
• 2008: Blinder Glaube
• 2009: Oben und Unten
• 2009: Schweinegeld
• 2010: Hitchcock und Frau Wernicke
• 2010: Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen
• 2011: Edel sei der Mensch und gesund
• 2011: Mauerpark
• 2012: Alles hat seinen Preis
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