Die Lincoln Verschwörung

The Conspirator

Filmplakat Die Lincoln Verschwörung
Regie Robert Redford  Drehbuch James D. Solomon  Produzenten Brian Peter Falk, Bill Holderman, Robert Redford, Greg Shapiro, Robert Stone, Webster Stone 
Genre Historien-Drama  FSK 12  Filmlänge 120 min
Land USA  Kinostart 29.09.2011  DVD-Start 01.03.2012  Blu-ray-Start 01.03.2012  Verleih Tobis Film

Story

Washington im Jahr 1865: Der amerikanische Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten ist gerade vorbei, als mit der Ermordung des US-Präsidenten Abraham Lincoln das nächste Unheil über das Land hereinbricht. Sieben Männer sitzen auf der Anklagebank und eine Frau. Die Südstaatlerin und Pensionsbesitzerin Marry Surrat wird vom Militärtribunal der Mitverschwörung beschuldigt. Ausgerechnet der blutjunge Nordstaatler Frederick Aiken soll die Verteidigung von Surrat übernehmen. Aiken ist gerade als Kriegsheld vom Schlachtfeld zurückgekehrt und nimmt diese Aufgabe nur sehr widerwillig an. Während das Volk immer mehr nach Rache für das fürchterliche Verbrechen schreit, wächst bei Aiken die Bewunderung für Marry Surrat. Um das Gericht von Marrys Unschuld zu überzeugen und sie vor der sicheren Exekution zu bewahren, muss er sich jedoch zunächst selbst die Frage stellen, ob Surrat nur ein unschuldiges Opfer oder doch eine Mitverschwörerin ist. Was steckt hinter der geheimnisvollen Fassade der Frau?

Schauspieler

Die Lincoln Verschwörung James McAvoy, Robin Wright, Kevin Kline, Evan Rachel Wood, Danny Huston, Tom Wilkinson, Justin Long, James Badge Dale, Colm Meaney, Alexis Bledel, Johnny Simmons, Toby Kebbell, John Cullum, Jonathan Groff

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Die Lincoln Verschwörung Robert Redford ist längst nicht mehr nur als Schauspieler bekannt, sondern scheint sich zunehmend mehr auf seine Arbeit als Regisseur und Produzent zu fokussieren. Dabei hat es ihm vor allem ein Genre angetan: Nach „Von Löwen und Lämmern“ (2007) inszeniert Redford 2011 mit „Die Lincoln Verschwörung“ erneut einen amerikanischen Polit-Thriller, der sich mit einer finsteren Seite der amerikanischen Historie kritisch auseinandersetzt. Zum Thema seiner neuen Regiearbeit macht Redford die Ermordung von Abraham Lincoln, dem 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten, und die anschließende Gerichtsverhandlung gegen die vermutliche Mitverschwörerin Mary Surratt.

Wer sich von „Die Lincoln Verschwörung“ einen fesselnden Polit-Thriller im Stil von „Von Löwen und Lämmern“ erwartet, wird sich im Kinosessel jedoch enttäuscht wiederfinden, denn Robert Redford erzählt vor dem Hintergrund des Gerichtsprozesses vielmehr ein Stück amerikanische Vergangenheit und eine Geschichte über einen couragierten Amerikaner, der zur richtigen Zeit den Mut bewies, Menschlichkeit und den Wunsch nach Aufrechterhaltung des Rechtsstaats über seinen Patriotismus zu stellen. Lange Zeit ist es tatsächlich auch die Figur Frederick Aiken (James McAvoy), die „Die Lincoln Verschwörung“ zu einem fesselnden Film werden lässt. Während man als geschichtsunkundiger Zuschauer gerade zu Beginn in eine Aneinanderreihung von zunächst zusammenhangslos erscheinen Szenen hinein katapultiert wird, ist es der Kriegsheld und Anwalt Aiken, der von Anfang an dafür sorgt, den Zuschauer für diese Geschichte zu gewinnen. Der Zwiespalt, in dem sich die Figur befindet, wurde nicht nur im Drehbuch überzeugend angelegt, sondern wird von James McAvoy auch mehr als überzeugend wiedergegeben. Als tapferer und stolzer Kriegsheld kehrt er nach Hause, um sich feiern zu lassen, nur um sich kurze Zeit später als innerlich zerrissene Person wiederzufinden. James McAvoy weiß zu jeder Zeit hervorragend mit dem Konflikt umzugehen, den seine Figur durchlebt, und stellt sich auch in seiner Darstellung entschlossen der Herausforderung.

Neben der fesselnden Geschichte rundum Frederick Aiken, erzielen die historischen Begebenheiten, die „Die Lincoln Verschwörung“ um seinen zweigespaltenen Helden erzählt, nur allmähliche ihre Wirkung. Robert Redford und sein Drehbuchautor James D. Solomon holen den Zuschauer am Anfang nicht sachte ab, sondern werfen ihn sofort mitten hinein in das Netz aus Verschwörungen, Intrigen und Attentaten. Nur nach und nach erschließen sich die Zusammenhänge und erst irgendwann im zweiten Drittel findet sich der weniger geschichtskundige Zuschauer im Wirrwarr aus unbekannten Namen und Geschehnissen zurecht. Wer sich mit der Ermordung von Abraham Lincoln jedoch bereits auskennt, der darf sich von Anfang an auf eine authentische Wiedergabe des Attentats freuen. Das Drehbuch zu „Die Lincoln Verschwörung“ entstand in enger Zusammenarbeit mit Geschichtsexperten und ist zudem das erste filmische Projekt der „American Film Company", die es sich zum Ziel gemacht hat, sich der Historie der USA so authentisch wie möglich auf der Leinwand anzunehmen.

Wissenswertes

Die Lincoln Verschwörung "Die Lincoln-Verschwörung" ist das erste Projekt der American Film Company. Zukünftig sollen weitere Filme, die sich möglichst authentisch einzelnen Episoden der Geschichte der USA annehmen, in Zusammenarbeit mit der American Film Company in unsere Kinos kommen.



Besucherbewertung
5.0 / 5  (2 votes)

Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.