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Dean Spanley
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Regie
Toa Fraser
Drehbuch
Alan Sharp
Produzenten
Alan Harris, Matthew Metcalfe
Genre Tragik-Komödie FSK 0 Filmlänge 96 min Land Neuseeland, Großbritannien, 2008 DVD-Start 08.11.2011 Blu-ray-Start 08.11.2011 Verleih Ascot Elite |
Story
Jeden Donnerstag besucht der pflichtbewusste Fisk Junior seinen Vater, der in seiner mürrischen und zynischen Art und Weise seinen Sohn dann den ganzen Tag herumkommandiert und an allem etwas zu nörgeln hat. Seit dem Tod des Bruders und der Mutter haben die beiden nur noch sich, doch Fisk Senior weigert sich zu trauern, was sein Sohn immer weniger ignorieren kann. Was er auch versucht, um das Thema anzuschneiden, der alte Mann bleibt gefühlskalt und weigert sich über den Verlust der geliebten Menschen zu sprechen. Eines Tages machen die beiden Männer bei einem Vortrag über Widergeburt die Bekanntschaft des seltsamen Dekan Spanley. Besonders Fisk Junior ist von den Mann fasziniert, insbesondere nachdem er bemerkt, dass Spanley – mit der richtigen Menge Tokajers versorgt – beginnt aus seinem früheren Leben als Hund zu philosophieren. Fisk lädt Dekan Spanley zum Abendessen ein und lauscht gebannt dessen Hundeerinnerungen. Diese Erfahrung ist so wundervoll, dass Fisk das Abendessen wiederholt und dafür sogar seinen Vater versetzt.
Schauspieler
Jeremy Northam, Sam Neill, Bryan Brown, Peter O'Toole, Judy Parfitt, Dudley Sutton, Ramon Tikaram, Art Malik
Filmkritik von Melanie Frommholz
Die humorvolle und leicht irre Geschichte von „Dean Spanley“ ist erst auf den zweiten Blick ein Film für Hundefreunde. Zunächst amüsiert man sich über die Vater-Sohn-Beziehung im Hause Fisk und insbesondere über Fisk Senior, der ein wirklich ungemütlicher Zeitgenosse ist. Man weiß allerdings noch nicht so recht wohin das Ganze führen soll. Mehr und mehr wird aus „Dean Spanley“ dann eine sympathisch-versponnen Erzählung über Seelenwanderung, in deren Verlauf man in die Erinnerungen eines Hundes, erzählt durch den Mund eines Menschen, eintaucht. Was sich verrückt anhört, ist letztlich ein stilles Märchen für Erwachsene, das trotz eines holprigen Beginns, zu einer zauberhafte Geschichte über das Leben, die Wichtigkeit zu trauern und den Wert eines offenen Geistes wird. Alan Sharp hat aus der Romanvorlage von Lord Dunsany eine augenzwinkernde Geschichte gemacht, die ihre nachdenkliche Botschaft unterhaltsam und mit viel trockenem Witz transportiert. Regisseur Toa Fraser schuf mit seiner ruhigen Inszenierung dazu die richtige Atmosphäre, so dass man sich auf diese besondere Geschichte auch einlassen kann. Mit Sam Neill, Peter O’Toole und Jeremy Northam ist „Dean Spanley“ hervorragend besetzt. O’Tool ist auf seine alten Tage noch kein bisschen müde und gibt den mürrischen Fisk Senior mit sichtlichem Vergnügen. Aber auch die beiden anderen Herren stehen ihm in nichts nach. Ihnen allen ist eine große Portion Charme gemeinsam, die wunderbar zu dieser warmherzigen Geschichte passt.
Das Drehbuch basiert auf einem Roman von Lord Dunsany. 