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Shrink - Nur nicht die Nerven verlieren
Shrink
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Regie
Jonas Pate
Drehbuch
Thomas Moffett
Produzenten
Dana Brunetti, Braxton Pope, Kevin Spacey
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 100 min Land USA, 2009 DVD-Start 12.03.2010 Verleih Universum Film |
Story
Nach dem Selbstmord seiner Frau ist der Psychotherapeut Dr. Henry Carter völlig neben der Spur. In seiner Praxis geben sich die Hollywood-Stars die Klinke in die Hand und sein neustes Buch „Ab sofort glücklich“ ist in aller Munde. Doch er schaffte es auch nach dem x-ten Joint nicht die Nacht in dem nun leeren Ehebett zu verbringen. Auch als seine Freunde versuchen ihm bewusst zu machen, was sein Drogenkonsum anrichtet, ist Henry nicht bereit von seiner selbst verordneten Trauertherapie abzuweichen. Zunehmend stellt er den Wert seiner Arbeit infrage. Ist er überhaupt in der Lage seinen Patienten zu helfen?
Schauspieler
Kevin Spacey, Mark Webber, Keke Palmer, Dallas Roberts, Brian Palermo, Jack Huston, Saffron Burrows, Laura Ramsey, Pell James, Robert Loggia, Gore Vidal, Jesse Plemons
Filmkritik von Melanie Frommholz
Gleichgültigkeit. Niemand trägt sie facettenreicher und ausdruckstärker zur Schau als OSCAR-Preiträger Kevin Spacey. Der Mime präsentiert sich in „Shrink – Nur nicht die Nerven verlieren“ in absoluter Bestform. Die Rolle des Seelenklempnerns, der nach dem Selbstmord seiner Frau in eine tiefe Sinnkrise gerät und diese mit jeder Menge Gras betäubt ist ihm wie auf den Leib geschrieben. Dabei lebt seine Figur diese selbst verordnete „Therapie“ mit einer derart unverschämten Offenheit, dass es eine helle Freude ist der Geschichte mit all ihrer schwarzhumorigen Selbstironie zu folgen. Dr. Henry Carter wäre eigentlich selbst sein bester Patient, doch er weigert sich standhaft dies anzuerkennen. Da hilft es auch nicht, dass sein Vater, seine Freunde oder sein „Stiefpatenbruder“ ihm ins Gewissen reden. Schließlich heißt sein Dealer „Jesus“. Da bedarf es keiner weiteren Erklärungen.
Hollywoods Psychoanalytiker und ihre berühmten Kunden – in der Traumfabrik nahm man sich auch schon in der Vergangenheit gerne selbst unter die Lupe und auf die Schippe. „Shrink“ ist jedoch keine dieser leichten Komödien geworden, sondern lebt von der bittersüßen Wahrheit, die aus den Dialogen spricht. Wenn sich Robin Williams als alternder Star sagen lassen muss: „Sie waren auch schon mal besser“, oder Saffron Burrows als Schauspielerin von ihrem Phobiker-Manager (genial durchgeknallt: Dallas Roberts) sagen lassen muss, dass sie mit knapp über 30 schon zu alt ist, ist dass schlicht die Widergabe von Tatsachen.
„Shrink – Nur nicht die Nerven verlieren“ gelingt die Balance zwischen stillen Momenten, ernsten Tönen und herrlich überzeichneten Figuren ohne klamaukig zu werden. Nicht verpassen!
