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Die bleierne Zeit
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Regie
Margarethe von Trotta
Drehbuch
Margarethe von Trotta
Produzent
Eberhard Junkersdorf
Genre Biopic FSK 16 Filmlänge 107 min Land Deutschland Kinostart 25.09.1981 DVD-Start 06.06.2008 Verleih Filmverleih d. Autoren |
Story
Die Schwestern Juliane und Marianna Ensslin sind beide in der linksalternativen Bewegung der 68er tätig. Während Juliane jedoch den eher gewaltfreien und friedlichen Weg des Journalismus gewählt hat, gehört ihre Schwester der radikalen Roten Armee Fraktion an, die mit Gewalt ihre politischen Ziele durchsetzten will. Als Marianna dafür in Einzelhaft kommt, steht ihr Juliane bei und steht ihr in dieser schweren Zeit beiseite. Während Marianne im Gefängnis nur sich und ihre eigene auswegslose Situation sieht, ist ihre Schwester jedoch noch mit viel mehr Problemen beschäftigt: Julianes Beziehung droht an ihrer enormen Solidarität gegenüber Marianne zu zerbrechen und die Zeitung, für die Juliane arbeitet, drängt zu einer sehr privaten und ausführlichen Berichtserstattung…
Schauspieler
Jutta Lampe, Barbara Sukowa, Rüdiger Vogler, Luc Bondy, Vérénice Rudolph, Carola Hembus, Patrick Estrada-Pox, Doris Schade, Franz Rudnick, Ina Robinski, Julia Biedermann
Filmkritik von Kathrin Lang
Dass es eine Gudrun Ensslin gab, die einst Mitglied der Rote Armee Fraktion war, ist weit verbreitet. Dass sie jedoch auch eine Schwester hatte, die in der Frauenbewegung als Journalistin tätig war und die ihrer Schwester während allen Höhen und Tiefen zur Seite stand, weiß kaum jemand. Auch wenn „Die bleierne Zeit“ nur eine Anlehnung an die Biografie der Ensslin-Geschwister ist, so wirft der Film dennoch einen authentischen und interessanten Blick auf die Ereignisse, die sich 1986 hinter den Kulissen zugetragen haben. Mit „Die bleierne Zeit“ wird demonstriert wie die Geschwister im Haus Ensslin groß geworden sind, wie sie erzogen wurden und wie sich schon in ihren Jugendjahren erste Anzeichen der scheinbar grenzenlosen Rebellion bemerkbar gemacht haben.
Getragen wird diese aufwühlende und fesselnde Geschichte von zwei hervorragenden Hauptdarstellerinnen: Sowohl Jutta Lampe, als auch Barbara Sukowa glänzen mit tollen schauspielerischen Leistungen, die diesen Streifen ungemein bereichern und ihn zu seinem 68er-Film der besonderen Art werden lassen. Schwierig dürfte es hier jedoch für jenen Zuschauer werden, der sich mit den „wilden Jahren“ und der RAF nicht gut auskennt. „Die bleierne Zeit“ setzt einen über die linksalternative Bewegung informierten Zuschauer voraus und erspart sich sämtliche Erklärungen des Themas.
"Die bleierne Zeit" ist nur eine Anlehnung an die Biografie der Ensslin-Geschwister. Im Film wurden die Namen der beiden Schwestern zur Verdeutlichung auf Marianne und Juliane geändert. 

