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Illuminati
Angels And Demons
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Regie
Ron Howard
Drehbuch
Akiva Goldsman
Produzenten
John Calley, Brian Grazer, Ron Howard
Genre Thriller FSK 12 Filmlänge 138 min Land USA Kinostart 13.05.2009 DVD-Start 23.10.2009 Verleih Sony Pictures |
Story
Robert Langdon ist Spezialist für Symbolologie, der Wissenschaft von Zeichen und Symbolen, und eine Koryphäe auf diesem Gebiet. Eines Nachts erhält er einen mysteriösen Anruf und kurze Zeit darauf macht er sich auf den Weg nach Genf zu CERN, dem höchstentwickelten Forschungsinstitut Europas. Dort eingetroffen wird er mit einem Mordfall konfrontiert, was eigentlich nicht in seinem Aufgabenbereich liegt. Doch als Langdon den toten Leonardo Vetra zu sehen bekommt, wird ihm so einiges klar: Der Leichnam ist bedeckt mit geheimnisvollen Symbolen - Symbolen der Illuminati, eines Geheimbundes, der längst in Vergessenheit geraten war. Doch was Robert Langdon jetzt ans Licht bringt, beweist, dass der Orden der Illuminati nicht so vergessen ist, wie es zunächst scheint. Bald darauf führt ihn die geheime Bruderschaft in den Vatikan, wo noch viele weitere böse Überraschungen lauern.
Schauspieler
Tom Hanks, Ewan McGregor, Ayelet Zurer, Kristof Konrad, Stellan Skarsgård, David Pasquesi, Cosimo Fusco, Armin Mueller-Stahl, Pierfrancesco Favino, Elya Baskin, Ursula Brooks
Filmkritik von Kathrin Lang
Bereits 2006 wagte sich Regisseur Ron Howard an die Umsetzung eines Bestsellers von Autor Dan Brown heran. Für „The Da Vinci Code - Sakrileg“ erntete er bereits damals nur wenig positive Kritik seitens der begeisterten Leser. Als bereits vor einiger Zeit die zweite Dan Brown Verfilmung „Illuminati“ angekündigt wurde und erneut der Name Ron Howard über allem prangte, ließ sich schon erahnen, dass die Leser beim zweiten Kinogang ähnliche Enttäuschungen erwarten werden.
Die Erwartungen waren dennoch hoch. Vielleicht würde es Regisseur Ron Howard gelingen, all seine Fehler und Versäumnisse aus Runde eins beim zweiten Versuch wieder gut zu machen? Doch weit gefehlt. Wieder einmal stehen wir vor dem immerwährenden Problem, das entsteht, wenn fantastische Bücher auf der Leinwand ein wahres Gesicht bekommen sollen: Trotz seiner 139 Minuten Spiellänge gelingt es dem Film nicht, das Wesen des Buches wiederzuspiegeln. Waren die Leser noch begeistert von Dan Browns packendem Talent, seine Geschichte so dermaßen fesselnd, interessant und informativ zu erzählen, ähnelt die filmische Umsetzung vielmehr einer Hetzjagd quer durch Rom und den Vatikanstaat, als einer intensiven Geschichte voller Nervenkitzel und Abenteuer. Während der Leser noch ausreichend mit Informationen rund um die Bruderschaft Illuminati versorgt wurde, kommt dieser doch eigentlich sehr wichtige Teil im Film kaum zur Geltung. Auch bitter vermissen lässt sich das langsame Heranführen an des Rätsels Lösung. Verfolgte man beim Lesen noch gespannt über etliche Seiten hinweg, wie Protagonist Robert Langdon die kniffligen Fährten verfolgt, Symbole entziffert und geschickt kombiniert, scheinen ihm im Film alle Antworten einfach zuzufliegen. Zwar ist Langdon gewiss eine Koryphäe auf seinem Gebiet, doch sicherlich kein fehlerloses Genie, dem die Geistesblitze geradezu im Sekundentakt zuteil werden.
Von all den Mängeln, Schwächen und Fehlern, die dem begeisterten Leser sofort auffallen werden mal abgesehen, hat „Illuminati“ aber durchaus auch ein paar positive Seiten zu bieten. Wer Dan Browns erstklassiges Talent nicht kennt, dürfte durchaus seinen Spaß mit diesem Thriller haben. Die Ereignisse überschlagen sich geradezu, wodurch jegliches Gefühl von Langeweile sofort im Keim erstickt wird. Ganz im Gegenteil: Viel zu sehr dürfte man damit beschäftig sein, selbst mitzudenken und die alles entscheidende Frage nach dem „Wer steckt wohl hinter alledem?“ zu lösen. Auch die beiden Hauptdarsteller Tom Hanks und Ayelet Zurer, sowie einige Akteure aus den Reihen der Nebendarsteller, wurden hervorragend gewählt und bereichern „Illuminati“ mit ihrer überzeugenden Darstellungskraft. Der Spielort, die ewige Stadt Rom und der Vatikanstaat, wurden größtenteils am Computer erschaffen, da Ron Howard keine Dreherlaubnis seitens der katholischen Kirche bekam. Überraschenderweise merkt man dies dem Film kaum an. Durch die enorme Geschwindigkeit, die hier gefahren wird, bleibt kaum Zeit, auf die Details zu achten. Dadurch kommt kein Zweifel an der Authentizität des Ortes auf – der große filmische Clou, Realität via Hightech vorzugaukeln, ist den Machern somit einwandfrei gelungen und kommt dem Film zweifelsfrei zugute.
Wissenswertes