Tatort - Es wird Trauer sein und Schmerz (TV)

Filmplakat Tatort - Es wird Trauer sein und Schmerz (TV)
Regie Friedemann Fromm  Drehbuch Astrid Paprotta  Produzenten Doris J. Heinze, Dagmar Rosenbauer 
Genre Krimi  Filmlänge 90 min
Land Deutschland, 2009  Verleih NDR

Story

Ein Heckenschütze, der sich scheinbar wahllos seine Opfer sucht, treibt in Niedersachsen sein Unwesen. Der reiche Bäcker Petersen wird vor den Augen seiner Frau in seinem Haus in Braunschweig niedergeschossen, er ist bereits das dritte Opfer des „Snipers“, der die Bevölkerung von nun an in Angst und Schrecken versetzt. Zeit für Kommissarin Charlotte Lindholm, ihren Urlaub, den sie gerade in der Gegend verbringt, ziemlich abrupt zu beenden. Sie wird vom LKA Hannover eingesetzt, die Ermittler in Braunschweig zu unterstützen. Der zuständige Kommissar Kohl ist alles andere als begeistert von Lindholms Mitarbeit, zumal sich einfach keine Zusammenhänge zwischen den Morden erkennen lassen.
Doch dann stößt Kommissarin Lindholm auf eine heiße Spur: Die Angehörigen sämtlicher Opfer erhielten nach deren Tod Trauerkarten mit etwa demselben Wortlaut – „Es wird Trauer sein und Schmerz“. Hier ist also der Beweis dafür, dass es sich keineswegs um wahllos verübte Morde handelt. Lindholm und der ihr zur Seite gestellte Kommissar Bergmann ermitteln auf Hochtouren, um weitere Morde zu verhindern…

Schauspieler

Tatort - Es wird Trauer sein und Schmerz (TV) Maria Furtwängler, Ingo Naujoks, Sven Lehmann, Felix Vörtler, Anne Ratte-Polle, Jörg Hartmann, Patrick von Blume, Torsten Michaelis, Kathrin Ackermann, Jale Arikan, Robin Baran Birdal, Karin Hanczewski

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 5 von 5 Ms Tatort - Es wird Trauer sein und Schmerz (TV) Ein „Tatort“ mit dem fast schon poetischen Titel „Es wird Trauer sein und Schmerz“ – das macht neugierig! Und diese Neugierde wird auch postwendend belohnt, denn dieser „Tatort“ aus Hannover lässt einen so schnell nicht wieder los. Das Drehbuch aus der Feder der mehrfach ausgezeichneten Krimiautorin Astrid Paprotta, lässt den Zuschauer allmählich in immer tiefere Abgründe blicken, von denen noch zu Anfang keine Rede sein kann. Regisseur Friedemann Fromm gelingt dabei das Kunststück, eine Spannung zu erzeugen, die sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig abspielt und dabei die Botschaft, die immer spürbar ist, nie in den Vordergrund drängen zu lassen. Das ist besonders auch dem intensiven Spiel einer wie immer brillanten Maria Furtwängler zu verdanken, die Charlotte Lindholm mit der nötigen Balance zwischen Empathie und Sachlichkeit darstellt und dabei restlos überzeugt.
Doch erst am Ende dieser „Tatort“-Folge wird wirklich klar, was der tiefe Kern der Geschichte ist. Paprotta gelingt es, die Botschaft so geschickt in einer vermeintlich gängigen Kriminalgeschichte zu verpacken, dass es dem Zuschauer erst nach und nach wie Schuppen von den Augen fällt. Schritt für Schritt wird er gemeinsam mit Lindholm an die eigentliche Bedeutung dieses „Tatorts“ herangeführt – und die könnte aktueller und erschreckender kaum sein. Dabei hält Regisseur Fromm gekonnt den Spannungsbogen aufrecht und bringt so diesen Krimi zu einem überraschenden und stimmigen Ende.
„Es wird Trauer sein und Schmerz“ ist dank eines stimmigen Drehbuchs, einer gekonnten Inszenierung und überzeugender Darsteller ein packender „Tatort“ geworden, der aufgrund seiner hochaktuellen Thematik noch lange nachhallen wird.

Wissenswertes

Tatort - Es wird Trauer sein und Schmerz (TV) Alle Fälle von Lindholm:
• 2003: Hexentanz
• 2003: Sonne und Sturm
• 2004: Heimspiel
• 2004: Märchenwald
• 2005: Dunkle Wege
• 2005: Atemnot
• 2006: Schwarzes Herz
• 2006: Pauline
• 2007: Das namenlose Mädchen
• 2007: Wem Ehre gebührt
• 2008: Erntedank e.V.
• 2008: Salzleiche
• 2009: Das Gespenst
• 2009: Es wird Trauer sein und Schmerz
• 2009: Vergessene Erinnerung
• 2010: Der letzte Patient
• 2010: Mord in der ersten Liga
• 2011: Schwarze Tiger, weiße Löwen



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