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Die letzten Tage der Emma Blank
De laatste dagen van Emma Blank
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Regie
Alex van Warmerdam
Drehbuch
Alex van Warmerdam
Produzent
Marc van Warmerdam
Genre Tragik-Komödie FSK 12 Filmlänge 90 min Land Niederlande, 2009 DVD-Start 02.12.2011 Blu-ray-Start 02.12.2011 Verleih Lighthouse Home Entertainment |
Story
Emma Blank hat nur noch wenige Tage zu leben. Ihre letzten Stunden verbringt sie in ihrem herrschaftlichen Landhaus in der Abgeschiedenheit. Nur ihre Hausbediensteten sind bei ihr: Der Hausdiener Haneveld, die Köchin Bella, das Haumädchen Gonnie, der Knecht Meier und der stumme Theo. Sie alle ertragen die absurden Forderungen und Eskapaden ihrer gnädigen Frau mit mehr oder weniger großer Geduld und versuchten ihre Wünsche zu erfüllen. Emma Blanks Schikanen werden stumm hingenommen. Egal ob Haneveld sich einen bestimmten Schnäuzer ankleben muss oder es auf einen Spaziergang geht, bei dem alle mit müssen und der mit Emmas Nörgelei endet, warum man weder Schirm noch Butterbrote mitgenommen habe, obwohl sie selbst das im Vorfeld strikt abgelehnt hatte. Es ist die Habgier, die die Hausdiener dies alles aushalten lässt. Keiner ist hier ein Menschenfreund oder um das Wohl Emma Blanks besorgt, sie alle wollen nur ihrem Platz im Testament der reichen Frau sichern. Doch dann laufen die Dinge endgültig aus dem Ruder.
Schauspieler
Marlies Heuer, Gène Bervoets, Annet Malherbe, Eva van de Wijdeven, Gijs Naber, Alex van Warmerdam, Chico Kenzari
Filmkritik von Melanie Frommholz
Filmemacher Alex van Warmerdam legt mit „Die letzten Tage der Emma Blank“ eine tiefschwarze Tragik-Komödie vor, die zwischen Kammerspiel und psychologischer Studie angesiedelt ist und sich eingehend mit den Abgründen des menschlichen Wesens beschäftigt. Van Warmerdams Geschichte ist dabei so satirisch, wie grausam. Was ist ein Mensch aus Habgier bereit zu tun? Wie weit lässt er sich erniedrigen? Der Regisseur, der auch das Drehbuch schrieb und selbst mitspielte, wirft viele Fragen auf und zeichnet kein schönes Bild dessen, was manch einer für Geld bereit ist auf sich zu nehmen. Alex van Warmerdam gelingt es in kurzer Zeit Habgier und menschliche Kälte präzise zu skizzieren, so dass es einem eiskalt den Rücken herunterläuft. Man schwank bei seinem Film ständig zwischen einem Amüsiert sein ob der absurden Situation und dem Erschrecken, wenn sich die seelische Grausamkeit hinter allem offenbart. „Die letzten Tage der Emma Blank“ ist ein Film, der nachwirkt. Da ist es schade, dass das Ende des Films nicht gänzlich überzeugen kann. Zwar klärt Alex van Warmerdam die Zusammenhänge und Beziehung zwischen den einzelnen Protagonisten mehr und mehr auf, doch Emma Blanks Motivation zu dieser Farce bleibt weitestgehend im Dunkeln und ihr Ende kommt etwas hastig. Weitere Hintergründe zu ihrem herrischen und kaltherzigen Handeln hätten den Film positiv abgerundet.
Filmemacher Alex van Warmerdam wurde beim niederländischen Filmfestival 2009 mit dem „Goldenen Kalb“ für das beste Drehbuch ausgezeichnet.


