I Love You Phillip Morris

I love you Phillip Morris

Filmplakat I Love You Phillip Morris
Regie Glenn Ficarra, John Requa  Drehbuch John Requa, Glenn Ficarra  Produzenten Andrew Lazar, Far Shariat 
Genre Komödie (Gay)  FSK 16  Filmlänge 96 min
Land USA  Kinostart 29.04.2010  DVD-Start 06.10.2010  Verleih Alamode Film

Story

Steven Russell ist ein geachtetes Mitglied der Gemeinde, glücklich verheiratet, hat eine reizende Tochter. Als Polizist sorgt er für Recht und Ordnung. Doch in ihm nagt das Wissen um seine Adoption. Ein traumatisches Wiedersehen mit seiner leiblichen Mutter lässt ihn aus der Kleinstadtidylle ausbrechen und ein fast tödlich endender Autounfall bringt Steven die endgültige Erkenntnis: Er ist schwul. Steven trennt sich von Frau und Kind und lebt fortan mit einem heißen Mann und zwei Hunden ein exklusives Leben in Florida. Kein Restaurant ist zu teuer, kein Luxus ist unmöglich. Doch dieser Lebensstil kostet viel Geld. Geld, das Steven unmöglich mit seinem Job verdienen kann, das sich aber auf anderen Wegen beschaffen lässt. Irgendwann fliegt er mit seinen Betrügereien zur Geldbeschaffung jedoch auf und landet im Knast. Dort lernt Steven seine große Liebe kennen: Phillip Morris. Und damit fangen die Probleme erst an…

Schauspieler

I Love You Phillip Morris Jim Carrey, Ewan McGregor, Leslie Mann, Rodrigo Santoro, Ted Alderman, Nicholas Alexander, Michael Beasley, Tony Bentley, Allen Boudreaux, Sean Boyd, Brennan Brown

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms I Love You Phillip Morris „Natürlich ist es interessant, dass Jim Carrey in „I love you Phillip Morris“ den schwulen Steven Russell spielt. Die Geschichte behandelt aber ein sehr universelles Thema, da jeder Mensch nachvollziehen kann, wie es sich anfühlt, wenn man so verliebt ist, dass man wie besessen nur noch mit dieser einen Person zusammen sein will“ (Produzent Andrew Lazar)
Die spannendsten und besten Geschichten sind häufig jene, die das Leben schreibt. Produzent Andrew Lazar hatte in der Vergangenheit genau mit diesen Geschichten Erfolg (z. B. „Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind“). Kein Wunder, dass er zupackte, als ihm der Grundstoff für den Film angeboten wurde aus dem nun „I love you Phillip Morris“ geworden ist. Hochstapler-Geschichten in Verbindung mit einer Liebesgeschichte sind der Stoff für großes Kino, wie wir spätestens seit „Catch me if you can“ wissen. In diesem Fall für die Filmemacher jedoch ein Wagnis, denn Steven Russell ist schwul und „die Liebste“ ein Mann. Leider noch immer keine Selbstverständlichkeit, besonders nicht im konservativen Amerika. Das Regie- und Drehbuchautorenteam Glenn Ficarra und John Requa sagten trotzdem zu. Sie wollten diese aberwitzige Story eines Hochstaplers erzählen, der für seine große Liebe wirklich alles tut. Mehrere Gefängnisausbrüche inklusive. Eine mitreißende und anrührende Geschichte wollten sie erzählen. Allein im Hinblick auf diesen Anspruch war die Wahl von Jim Carrey für die Hauptrolle riskant. Der Komiker, der in seinem angestammten Genre ganz eigene Maßstäbe setzte, erweist sind dann auch als unglückliche Fehlbesetzung. Routiniert transportiert er zwar den Witz, der den „Hochstapler“-Situationen innewohnt auf die ihm eigene Art und Weise. Doch berühren oder die tiefen Gefühle seiner Figur Steven Russell nachfühlbar machen kann er ganz und gar nicht. Im Gegensatz zu Ewan McGregor, der als sensibler Phillip Morris wahrhaftig wirkt, überzieht Carrey seine Darstellung und untergräbt damit konsequent die leisen Lovestory-Momente.

„I love you Phillip Morris“ will zwischen Slapstickkomödie und tragischer Liebesgeschichte balancieren und scheitert aufgrund der Besetzung der Hauptrolle an seinen eigenen Ansprüchen. Jim Carrey macht aus Steven Russells tiefer Liebe einen schalen Witz. Schade, hätte der Film doch dazu beitragen können, dass die Türen sich in Hollywood zukünftig für alle großen Liebesgeschichten öffnen, unabhängig davon ob nun Männer Männer oder Frauen Frauen lieben.

Wissenswertes

I Love You Phillip Morris Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, die von dem Journalisten Steve McVicker recherchiert wurde. Er arbeitet für den Houston Chronicle.



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