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13 Semester
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Regie
Frieder Wittich
Drehbuch
Frieder Wittich, Oliver Ziegenbalg
Produzenten
Jakob Claussen, Uli Putz, Thomas Wöbke
Genre Komödie FSK 0 Filmlänge 101 min Land Deutschland Kinostart 07.01.2010 DVD-Start 08.05.2010 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
Momo und Dirk sind schon seit Jahren dicke Freunde und so trifft es sich mehr als gut, dass sie nach dem Abitur nun auch das gleiche Studium in der gleichen Stadt beginnen. Kaum an der TU in Darmstadt angekommen, trennen sich die Wege der beiden jedoch rabiat. Während sich Dirk dem Wirtschaftsmathematikstudium mit voller Inbrunst hingibt, stürzt sich Momo in die mehr angenehmeren Vorzüge des Studentenlebens. Er feiert wilde Partys, lernt Mädchen kennen, hat Spaß in seiner gemütlichen Studentenbude. Das Studium spielt nur die zweite Geige. Einige Semester später erhält er für seine Schwerelosigkeit jedoch die bittere Quittung: Während Dirk schon etliche Praktika absolviert hat und nun zu der gutverdienenden Anzugträgermeute mit Diplom gehört, jobbt Momo noch immer an einer Tankstelle und hat mit letzten Prüfungsversuchen zu kämpfen…
Schauspieler
Max Riemelt, Alexander Fehling, Robert Gwisdek, Claudia Eisinger, Amit Shah, Maria Vogt, Daniel Zillmann, Martin Vischer, Cyril Sjöström, Tobias van Dieken, Pheline Roggan
Filmkritik von Kathrin Lang
“Der Film soll vom Erwachsenwerden handeln, von erfüllten und unerfüllten Träumen, von Liebe und Freundschaft, aber bei aller Ernsthaftigkeit immer unterhaltsam und humorvoll bleiben.“ (Regisseur Frieder Wittich)
Gute Komödien aus Deutschland sind selten, wenn sie aber kommen, machen sie dafür umso mehr Spaß. „13 Semester“, die Geschichte von zwei Jugendlichen, die nach dem Abitur von der Provinz in die große Stadt ziehen, vermag vor allem durch den gelungenen Humor zu punkten. Spielfilmdebütant Frieder Wittich hat es mit seinem Erstlingswerk geschafft die studentische Lebensmentalität in Bildern einzufangen, diese lustig zu verpacken und sie authentisch auf unsere Leinwände zu projizieren. Dass der Humor so gut funktioniert, ist neben den gelungenen Dialogen und den vielen gut konstruierten Szenen, vor allem den Darstellern zu verdanken. Ganz vorne mit dabei: ein durchweg überzeugender Max Riemelt, der die schwerelosen, ebenso wie die tiefsinnigen Seiten seines Charakters hervorragend umzusetzen weiß. Sein Spiel wirkt unbeschwert, frisch und ist dennoch gefestigt. Dadurch gelingt es ihm seinen nicht ganz unproblematischen Weg durch die Höhen und Tiefen des Studentendaseins authentisch und vor allem lustig für die Kamera umzusetzen und dem Zuschauer damit einen wahren Feel-Good-Movie zu bescheren.
Als etwas problematisch gestaltet sich hingegen die Erzählstruktur von „13 Semester“. Das Filmteam rund um Regisseur Wittich hat es sich zur Aufgabe gemacht, die komplette Studienzeit von 13 Semestern in einen Film zu packen. Die Geschichte beginnt mit dem großen Aufbruch in die Freiheit, schlängelt sich durch die ersten Studentenpartys, Prüfungen und das WG-Leben, um letztlich im 13. Semester, kurz vor dem Diplom zu enden. Das ist mühsam und hält, trotz vielen großen Zeitsprüngen, einige Längen bereit. Dennoch bietet die elliptische Erzählung viel Identifikationspotential. Wer das Studentendasein selbst einmal erlebt hat oder gar mittendrin steckt, dürfte sich hier mit einigen bekannten Situationen konfrontiert sehen.
Letztlich kann der gutsitzende Humor zwar nicht über jede Länge hinwegtäuschen, macht aber dennoch einiges wieder wett. Zudem gesellt sich zu den zahlreichen lustigen Szenen ein wahrlich toller Soundtrack, der noch lange nach dem Abspann im Ohr nachklingt. Vor allem die Jungs der Berliner Rockband Bonaparte dürfen hier einen großen Auftritt feiern und steuern gleich drei großartige Songs aus ihrem Repertoire bei.
"13 Semester" wurde als Projekt über vier Jahre entwickelt. Drehbuchautor Oliver Ziegenbalg wollte ursprünglich einen Roman über seine eigene Studienzeit schreiben, hat sich dann jedoch zu einer Verfilmung hinreisen lassen.
