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Elegy oder die Kunst zu lieben
Elegy
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Regie
Isabel Coixet
Drehbuch
Nicholas Meyer
Produzenten
Tom Rosenberg, Gary Lucchesi, Andre Lamal
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 108 min Land USA Kinostart 14.08.2008 DVD-Start 17.04.2009 Verleih Tobis |
Story
Der in die Jahre gekommene College-Professor David Kepesh ist erfolgreich und ungebunden. Den Fesseln der Ehe früh wieder entflohen, sucht er seine Bestätigung in kurzen Liebesaffären mit jungen Studentinnen. Durch sein selbstsicheres Auftreten hat David keine Probleme, hier immer wieder neue Bekanntschaften zu machen. So etwas wie eine Beziehung verbindet ihn nur mit Carolyn, die wie er sehr erfolgreich und eingebunden ist und den unverbindlichen Sex schätzt. Nach den wöchentlichen Squash-Stunden mit seinem besten Freund und Kollegen George O'Hearn pflegt David zynische kleine Analysen über die Liebe und das Leben. Das Alter hat sich in Georges und sein Leben geschlichen und auch die Angst davor. Davids Gefühlsleben ändert sich grundlegend, als er eine leidenschaftliche Affäre mit der bildschönen Consuela beginnt. Auch sie war eine seiner Schülerinnen, doch bei ihr ist es anders, als mit den anderen, das spürt David von Beginn an. Er liebt diese Frau wie noch keinen Menschen zuvor und hat daher noch größere Angst vor Zurückweisung. Er kann nicht wirklich glauben, dass die wunderschöne, junge Frau ihn aufrichtig liebt und so beginnt er sie eifersüchtig zu überwachen und misstrauisch jeden ihrer Schritte zu beäugen. Zum ersten Mal in seinem Leben wird ihm etwas wichtiger, als seine Unabhängigkeit.
Schauspieler
Ben Kingsley, Penélope Cruz, Dennis Hopper, Patricia Clarkson, Peter Sarsgaard, Deborah Harry, Charlie Rose, Sonka Bennett, Chelah Horsdal
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Elegy oder die Kunst zu Lieben“ ist eine ästhetisch gefilmte Betrachtung über die Tragik des Lebens. Der Erfahrung des Alters zu Grunde legend, glaubt Hautfigur David Kepesh die Liebesbeziehung zu der wesentlich jüngeren Consuela jederzeit richtig einzuschätzen und wird doch auf dramatische Art und Weise vom Leben eines Besseren belehrt. Isabel Coixets Adaption des Philip Roth Buches „Das sterbende Tier“ ist ein leises und emotionales Drama, das trotz der teils etwas schleppenden Erzählweise berührt. In ihrem stimmigen Zusammenspiel machen Penélope Cruz und Ben Kingsley die Geschichte jenseits des Kitsches nachfühlbar. Als feurige Studentin und die Unabhängigkeit liebender Professor sind die beiden in ihrer jeweiligen Rolle eine glaubwürdige Besetzung. In leider sehr kleinen Rollen nutzen Dennis Hopper und Patricia Clarkson souverän ihre wenigen Filmminuten.
Wer ruhige Dramen jenseits der Massenunterhaltung liebt, wird sich von „Elegy oder die Kunst zu Lieben“ gut unterhalten fühlen. Ein leiser Film mit guten Dialogen, großen Gefühlen und dem Fazit, dass wahre Liebe eben mit dem Alter wenig zu tun hat.
„Elegy oder die Kunst zu lieben“ ist die Verfilmung des umstrittenen Bestsellers „Das sterbende Tier“ von Philip Roth.