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Junebug
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Regie
Phil Morrison
Drehbuch
Angus MacLachlan
Produzenten
Mindy Goldberg, Mike S. Ryan
Genre Tragik-Komödie FSK 0 Filmlänge 102 min Land USA Kinostart 01.03.2007 DVD-Start 20.06.2008 Verleih Kinowelt |
Story
Schon seit Jahren hat der smarte George seine Familie nicht mehr besucht. Er hat sich für ein anderes Leben, fernab jeder ländlichen Tradition entschieden und lebt nun zusammen mit seiner Traumfrau, der Kunsthändlerin Madeleine, in dem Großstadtgetümmel von Chicago. Zufällig führen die Wege des jungen Paares jedoch in die Nähe von Georges Eltern, was einen Besuch unumgänglich macht. Dort angekommen prallt vor allem Madeleine auf eine Welt, die ihr bisher völlig fremd war. Georges Bruder Johnny scheint sich für seine hochschwangere Ehefrau Ashley absolut gar nicht zu interessieren. Ashley hingegen strahlt die Lebensfreude in Person aus und ist in absolut freudiger Erwartung auf ihr Baby. Georges Eltern führen eine scheinbar gescheiterte Ehe: Der Vater verbringt Tag und Nacht im Keller um sich dort seinem Hobby zu widmen und die Mutter plagt sich ständig unnötig mit der Frage woher sie ihre nächste Zigarette bekommt. Je länger Madeleine und George jedoch in dem ländlichen Amerika hausen, desto transparenter werden ihnen die Probleme, oder auch „Nichtprobleme“ eines jedes Einzelnen…
Schauspieler
Amy Adams, Embeth Davidtz, Alessandro Nivola, Celia Weston, Benjamin McKenzie, Frank Hoyt Taylor, Scott Wilson, David Kuhn, Alicia Van Couvering, Jerry Minor, Matt Besser
Filmkritik von Kathrin Lang
Auf unaufdringliche Art und Weise legt uns die Tragik-Komödie „Junebug“ die zwei gespaltene Welt Amerikas offen. Auf der einen Seite die Landeier mit all ihren Vor- und Nachteilen. Auf der anderen Seite der moderne Großstadtmensch mit all seinen Vorurteilen und Lastern. Diese beiden Welten prallen in „Junebug“ schonungslos aufeinander und müssen sich dabei irgendwie miteinander arrangieren. Was sich wie die Vorlager einer einfach gestrickten Komödie anhören könnte, ist in Wahrheit eine tolle und absolut gelungene Charakterstudie über den „american way of life“, wie sie ehrlicher und offener wohl kaum sein könnte. Die Charaktere werden zielgenau gezeichnet und von großartigen Darstellern in Szene gesetzt. Egal ob Amy Adams als hochschwangere und blauäugige Ehefrau Ashley oder Embeth Davidtz als weltoffene und emanzipierte Stadtfrau, die zwischen beiden Seiten zu kommunizieren versucht. Das restliche Ensemble glänzt ebenfalls in großartiger Manier und ist damit maßgeblich an dem Erfolg dieses amerikanischen Independentfilms beteiligt. Auch inszenatorisch wurde hier alles herausgeholt: Regisseur Phil Morrison versteht es in Windeseile eine bezaubernde aber auch spannungsgeladene Atmosphäre heraufzubeschwören und diese den ganzen Film über aufrechtzuerhalten. Zusammen mit den punktgenauen Dialogen und dem toll ausgewählten Soundtrack wurde aus „Junebug“ somit letztendlich eine absolut sehenswerte und clevere Amerikastudie, die auf jeden Fall einen Blick wert ist.
"Junebug" wurde nicht nur für einen OSCAR nominiert sondern gewann noch zahlreiche andere Preise.

