Secretariat - Ein Pferd wird zur Legende

Secretariat

Filmplakat Secretariat - Ein Pferd wird zur Legende
Regie Randall Wallace  Drehbuch Mike Rich  Produzenten Mark Ciardi, Pete DeStefano, Gordon Gray 
Genre Drama  FSK Filmlänge 118 min
Land USA  Kinostart 19.05.2011  DVD-Start 22.09.2011  Blu-ray-Start 22.09.2011  Verleih Walt Disney Pictures

Story

Penny Chenery lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Denver. Sie ist Hausfrau mit Leib und Seele und hat ihren Haushalt fest im Griff, was vor allem ihren Mann freut, da sie ihm eine mehr als nur große Stütze in seinem Beruf ist.
Doch dann verändert sich das Leben der Familie schlagartig. Durch einen Anruf erfährt Penny, dass ihre Mutter plötzlich gestorben ist. Sie packt ihre Familie ein und fährt auf das Gestüt ihrer Eltern. Ihr Vater, der an Demenz erkrankt ist, führt bereits seit Jahrzehnten eine angesehene und gut laufende Pferdefarm. Er weiß, wie der Hase läuft, was er für eine gute Zucht braucht und welches Pferd ein Gewinner ist. Doch nun ist niemand mehr da, der die Farm leiten kann.
Penny entschließt sich, eine Weile auf der Farm zu bleiben, das nötige zu regeln und anschließend wieder nach Hause zu kommen. Wenige Wochen später bringt eine ihrer wertvollsten Stuten ein Fohlen zur Welt, das alles verändern soll: Big Red, später unter dem Namen "Secretariat" und als das beste Pferd der Welt bekannt, wird geboren - und bringt das Leben der "Hausfrau" gehörig durcheinander...

Schauspieler

Secretariat - Ein Pferd wird zur Legende Diane Lane, John Malkovich, Dylan Walsh, Margo Martindale, Nelsan Ellis, Otto Thorwarth, Fred Dalton Thompson, James Cromwell, Scott Glenn, Michael Harding, Richard Fullerton, Roger D. Smith, Tim Ware, Nestor Serrano, Keith Austin, Kevin Connolly, Eric Lange, Drew Roy, Carissa Capobianco, Amanda Michalka, Sean Michael Cunningham, Jacob Rhodes, Dylan Baker, Graham McTavish, Tom Sean Foley

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 6 von 5 Ms Secretariat - Ein Pferd wird zur Legende Penny Chenery: "Also, Mr. Laurin. Was denken sie?"
Lucien Laurin: "Ah, für mich sind das 500kg Babyspeck. Er frisst zu viel und zu oft und nur weil er ständig damit beschäftigt ist zu schlafen, frisst er nicht noch mehr. Er tut ständig genau das, was er will und genau dann wann er es will. Er lehnt sich rückwärts an die Startbox als wäre es 'ne Hängematte in der Karibik. Und wenn er dann doch irgendwann den Weg raus findet, braucht er 'ne Ewigkeit bis er seinen Takt findet. (...) Dieses Pferd besiegt niemanden. Nicht mal einen Fettsack eingegossen in Zement, der von einer Lokomotive rückwärts gezogen wird."

Regisseur Randall Wallace ("Wir waren Helden") hat sich für eines seiner wenigen Regieprojekte die wahre Geschichte eines echten Helden ausgesucht. Ein Sportler, der auf der Liste der 100 größten Athleten aller Zeiten des "Entertainment and Sports Programming Network" auf der Nr. 35 zu finden ist - als eines von nur drei Tieren. Die Geschichte um das Rennpferd Secretariat ist wahr und nicht erdacht. Er gewann 1973 das Kentucky Derby, die Preakness Stakes und die Belmont Stakes und wurde der erste Triple Crown Gewinner seit 25 Jahren. In dieser Zeit glaubte niemand daran, dass ein Pferd diese drei großen Rennen jemals wieder gewinnen würde. Doch Secretariat gewann diese Rennen nicht nur, er stellte Rekorde auf, die bis heute unerreicht sind.
Neben seinen sportlichen Erfolgen steht vor allem der Charakter dieses Pferdes im Fokus des Films von Randall Wallace. Secretariat, der es laut der Besitzerin Penny Chenery geliebt hatte, fotografiert zu werden und sich deshalb immer in Pose stellte, wenn Presse in der Nähe war, kam auf die Titelblätter des Time Magazine, Newsweek und Sports Illustrated. Die Presse, Züchter und die Zuschauer der damaligen Zeit waren durch die Erfolge dieses Pferdes tief beeindruckt, da es Dinge tat, die niemand so richtig verstand. So lief Secretariat beispielsweise beim Kentucky Derby jede Viertelmeile jeweils schneller als die davor - normalerweise werden Pferde während des Rennens stetig langsamer. Verdient wurde er zwei Mal "Pferd des Jahres" und durfte sich schon 1973 aus dem Rennsport verabschieden. Fortan wurde er nur noch zur Zucht eingesetzt, doch keines seiner Fohlen erreichte auch nur ansatzweise seine Rekorde.
Es gab also Gründe genug, um diesem Pferd ein Denkmal zu setzen. Dies tat Wallace nach einem Drehbuch von Mike Rich mit der absolut richtigen Menge an Kitsch, Rührseligkeit und Emotion. Diese Kombination mag für einige Filmfans nicht zu ertragen sein, doch manchmal braucht man als solcher das emotionale Kino – sofern es glaubhaft bleibt. Glaubhaft ist die Geschichte dieses Pferdes geworden, weshalb es auch derart tief berührt und zu Herzen geht. Wer zuvor schon "Seabiscuit - Mit dem Willen zum Erfolg" liebte, sollte sich die Geschichte um dieses Pferd nicht entgehen lassen.
Die Schauspieler sind perfekt ausgewählt und liefern wundervolle Leistungen ab. Diane Lane als Penny Chenery ist nur als eindrucksvoll zu bezeichnen und John Malkovich als griesgrämiger Pferdetrainer Lucien Laurin absolut passend ausgewählt und in seiner Darstellung mehr als nur glaubhaft. Auch die Nebenrollen, wie die von Margo Martindale und James Cromwell besetzten Figuren fügen sich authentisch in ihre Rollen ein.

"Secretariat - Ein Pferd wird zur Legende" ist ein wundervoller, beeindruckender, berührender und emotionsgeladener Sportfilm, der einem außergewöhnlichen Pferd ein absolut verdientes Denkmal setzt. Die Geschichte von Secretariat, der 1989 an Laminitis, einer schmerzhaften und unheilbaren Hufkrankheit starb, berührt die Herzen der Zuschauer und ist nur als beeindruckendes Tier zu bezeichnen. Es war mehr als nur überfällig diese Biographie auf die große Leinwand zu bringen. Großartig!

Wissenswertes

Secretariat - Ein Pferd wird zur Legende Die Geschichte des Rennpferdes Secretariat ist wahr. Die echte Penny Chenery, heute eine rüstige Renterin, verbrachte täglich mehrere Stunden am Set des Films und ist auch kurz im fertigen Film zu sehen.
Secretariat zeugte nach seinen vielen aufgestellten Rekorden und dem verdienten Ruf als "bestes Pferd der Welt" unglaubliche 600 Fohlen.
Secretariat wurde nach seinem Tod auf der Claiborne Farm in Paris, Kentucky beerdigt und erfuhr die höchste Ehre für ein Pferd: Er wurde im Ganzen begraben, während man traditionell bei Pferden nur den Kopf, das Herz und die Hufe bestattet.



Besucherbewertung
4.5 / 5  (4 votes)

Kommentare

Wrzesinski schreibt am 25.11.11, 22:45
Hi der Film ist der knaller. Ich habe ja schon bei Spirit Gänsehaut gehabt aber der Film ist einfach nur schön und jeden zu empfeheln.
Janine schreibt am 16.10.11, 11:31
Ein wundervoller Film ich hab zum Teil richtig mitgefiebert und hätte dieses wunderbare Tier gerne mal live erlebt. Die Rekorde die er aufgestellt hat sind noch heute legendär.
+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.