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Feuerherz
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Regie
Luigi Falorni
Drehbuch
Luigi Falorni, Gabriele Kister
Produzenten
Andreas Bareiß, Bernd Burgemeister, Sven Burgemeister, Gloria Burkert
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 92 min Land Deutschland, Österreich Kinostart 29.01.2009 DVD-Start 09.10.2009 Verleih Senator Film |
Story
Eritrea steckt im Krieg. Nachdem sich einst die ersten Freiheitskämpfer gegen die Abhängigkeit von Äthiopien gewehrt hatten, dauerte es nicht lange und die Widerstandsfront zerfiel in zwei Lager. Nun bekämpft der Bruder den Bruder. Mitten in diesem Klima wird die kleine Awet von ihrer Mutter als Baby in einem Koffer zurückgelassen. Sie wächst bei italienischen Nonnen auf, doch dann wird sie von ihrem Vater nach Hause geholt. Awets Glück über eine Familie währt nur kurz. Ihr Vater bringt sie und ihre ältere Schwester zu einer der Befreiungsgruppen. Sie werden „Töchter Eritreas". Hier soll sie nun lernen mit einem Gewehr umzugehen und den Feind zu töten. Für Awet bricht eine schwere Zeit an, doch sie ist eine Kämpferin. Mit Mut und Entschlossenheit nimmt sie ihr Schicksal in die Hand.
Schauspieler
Letekidan Micael, Solomie Micael, Seble Tilahun, Daniel Seyoum, Mekdes Wegene, Samuel Semere
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Feuerherz“ erzählt die Geschichte einer schlimmen und dramatischen Kindheit. Eine Geschichte, die sich Tag für Tag in Eritrea wiederholt und deren Hoffnungslosigkeit betroffen macht. Regisseur und Drehbuchautor Luigi Falorni versucht die verlorene Unschuld der eritreischen Kinder anhand der Hauptfigur Awet stellvertretend einzufangen, doch seiner Umsetzung fehlt es an Entschlossenheit. Auf der einen Seite will er Awets persönliche Geschichte zeigen, auf der anderen dem politischen Konflikt mit all seinen Grausamkeiten gerecht werden. Im Bemühen beiden Seiten gleichermaßen zu beleuchten, verliert Farlorni die Klarheit seiner Erzählung. Sein Film mutet angesichts der Realität mit brutalen Überfällen, Hunger, Vergewaltigungen und Folter halbherzig an. Die Bilder, die er einfängt, sollten unendlich betroffen machen und aufrütteln, doch sie tun es leider nicht in Gänze.
Wissenswertes
„Feuerherz“ basiert auf Motiven des gleichnamigen Buches der Sängerin Senait G. Mehari. Der Film lief 2008 zu erst auf der Berlinale. Rechstreitigkeiten, den Wahrheitsgehalt des Buches betreffend, sorgten dafür, dass sich eine Ausstrahlung in den Kinos verzögerte. Wie sich herausstellte hatte Mehari in ihrem Buch eine Schule zum militärischen Ausbildungslager „umgedeutet“. Es kam zu einer außergerichtlichen Einigung, bei der der Buchverlag Droemer Knaur eine Entschädigung zahlte.
2009 gewann "Feuerherz" den GRAND PRIX DE MONTRÉAL und den PRIX CIFEJ des internationalen Kinderfilmfestivals in Montréal.

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