Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 23.5.
- Der Dieb der Worte
- 23.5.
- Fast & Furious 6
- 23.5.
- Jeder hat einen Plan
- 30.5.
- Die wilde Zeit
- 30.5.
- Hangover 3
- 30.5.
- The Big Wedding
- 30.5.
- To The Wonder
- Zu den Kinostarts
Von der Kunst, sich durchzumogeln
The Art Of Getting By
|
Regie
Gavin Wiesen
Drehbuch
Gavin Wiesen
Produzenten
Kara Baker, P. Jennifer Dana, Darren Goldberg, Gia Walsh
Genre Tragik-Komödie FSK 6 Filmlänge 84 min Land USA Kinostart 29.09.2011 DVD-Start 03.02.2012 Blu-ray-Start 03.02.2012 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
George ist 17 Jahre alt und in seiner Klasse ein Außenseiter. Anstatt seine Hausaufgaben zu machen oder sich für den Unterrichtsstoff zu interessieren, lässt er seiner künstlerischen Ader und seinen Tagträumereien freien Lauf. Freunde hat er eigentlich keine, bis sich seine Klassenkameradin Sally ein Herz fasst und sich George annimmt. Die beiden verstehen sich auf Anhieb überraschend gut, doch vor allem für die schon etwas reifere und erfahrenere Sally liegt es fern auch nur daran zu denken, sich in den schrägtickenden George zu verlieben. Diesen hat es jedoch schon lange erwischt, er traut sich nur nicht, mit Sally über seine Gefühle zu sprechen. Da Sally auch keine unkomplizierte Natur ist, durchleben die beiden nicht nur einfache Tage. Als George dann auch noch drei Wochen vor den Abschlussprüfungen den Stoff des ganzen Schuljahres nachholen muss und Sallys Herz für jemand anderen anfängt zu schlagen, wird die Situation zunehmend schwerer – oder erwacht George nun doch endlich aus seinem Teenagerschlaf?
Schauspieler
Freddie Highmore, Emma Roberts, Michael Angarano, Elizabeth Reaser, Sam Robards, Alicia Silverstone, Blair Underwood, Rita Wilson, Jarlath Conroy, Sophie Curtis, Ann Dowd, Marcus Carl Franklin
Filmkritik von Kathrin Lang
Die Kunst des Erwachsenwerdens ist keine Leichte. Jeder von uns kennt es, das Gefühl von der Welt und ihren Herausforderungen übermannt zu werden und plötzlich nicht mehr wirklich Herr der Lage zu sein. Gerade im Teenageralter, wenn man an der Grenze zwischen noch Kindsein und langsam Erwachsenwerden steht, ist diese Situation besonders herausfordernd. „Von der Kunst, sich durchzumogeln“ erzählt von den Schwierigkeiten, die sich in dieser Situation ergeben können. Mit dem Außenseiter George (Freddie Highmore) und der schon etwas fester im Leben stehenden Sally (Emma Roberts) wählte Regisseur und Drehbuchautor Gavin Wiesen zwei zunächst exemplarisch erscheinende Beispielfiguren für seine Coming-of-Age-Geschichte. Ganz so einfach gestrickt, wie es zunächst klingt, ist „Von der Kunst, sich durchzumogeln“ dann aber doch nicht. Wie sich herausstellt, ist vor allem George eine Figur mit mehr absonderlichen Macken, als anfänglich angenommen. Während Sally mit ihrer zerrissenen Familie eine Teenagerin mit Problemen ist, wie wir sie auf der Leinwand schon häufig gesehen haben, ist es vor allem George, der für Spannung sorgt: Ein Jahr lang verweigert er strickt seine Hausaufgaben in der Schule zu machen. Stattdessen überzeichnet er lieber die Seiten der Schulbücher mit Skizzen, folgt losgelöst vom tatsächlichen Leben seinen Tagträumereien und verliebt sich schließlich in ein gleichaltriges Mädchen, das ihm an Reife jedoch Einiges voraus hat und eigentlich unerreichbar ist. Schon vor der ersten Szene erschien es eigentlich unmöglich, dass Emma Roberts und Freddie Highmore ein Paar spielen könnten. Während Roberts trotz ihres noch jungen Alters schon sehr weibliche Züge hat, ist Highmore noch immer schmächtig und in seiner Erscheinung klar ein Teenager. Gavin Wiesen spielt jedoch bewusst mit dieser Einstellung des Zuschauers und nutzt das eigentlich Undenkbare, um uns eine eigentlich klassische Liebesgeschichte zu erzählen, die sich an diesem Punkt aber von anderen auf der Leinwand abgrenzt.
Die Geschichte, die Gavin Wiesen erzählt, setzt auf klassische Coming-of-Age-Handlungsmuster, überzeugt aber durch die mutige, aber gute Wahl der unterschiedlichen Hauptdarsteller. Obwohl Freddie Highmore und Emma Roberts schon rein optisch nicht wirklich zusammenpassen, entfachen doch spürbar Gefühle auf der Leinwand. Diese werden von Gavin Wiesen allerdings nicht emotional ausgeschlachtet. Er inszeniert sein Spielfilmdebüt bescheiden, ohne die großen emotionalen Hoch- oder Tiefpunkte und bringt uns damit einen eher leisen Liebesfilm in die Kinos, der am Schluss dennoch besonders wirkt.
"Von der Kunst, sich durchzumogeln" ist das Spielfilmdebüt von Gavin Wiesen.