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Fall 39
Case 39
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Regie
Christian Alvart
Drehbuch
Ray Wright
Produzenten
Kevin Misher, Steve Golin
Genre Horror-Thriller FSK 16 Filmlänge 109 min Land USA Kinostart 11.03.2010 DVD-Start 29.07.2010 Blu-ray-Start 29.07.2010 Verleih Paramount Pictures |
Story
Nicht erst seit gestern ist Emily als Sozialarbeiterin tätig. Noch nie zuvor hat sie jedoch ein Fall auf Anhieb so sehr berührt, wie der der kleinen Lillith Sullivan. Vor lauter Hass gegenüber ihrer zehnjährigen Tochter, gehen Lilliths Eltern letztlich sogar so weit, dass sie sie mittels eines Gasofens eiskalt ermorden wollen. Erst in letzter Sekunde kann Emily die grausame Tat verhindern und nimmt Lillith anschließend mit großem Herz bei sich auf. Dass mit dem scheinbar zuckersüßen Mädchen irgendetwas jedoch so gar nicht stimmt, merkt Emily erst viel zu spät…
Schauspieler
Renée Zellweger, Jodelle Ferland, Ian McShane, Bradley Cooper, Kerry O'Malley, Callum Keith Rennie, Adrian Lester, Georgia Craig, Crystal Lowe, Cynthia Stevenson
Filmkritik von Kathrin Lang
In den USA für immer und ewig auf DVD verdammt, schafft „Fall 39“ hierzulande den Sprung auf die große Leinwand – warum genau, bleibt jedoch weiten Strecken über unklar. Zwar beginnt Christian Alvarts Horrorstreifen überaus souverän, baut dann jedoch kontinuierlich ab. Setzt der deutsche Regisseur zu Beginn noch auf die soliden Grundelemente eines Thrillers, stiehlt sich „Fall 39“ durch seinen Genrewechsel im zweiten Akt selbst die Show. Das vermeintlich geheime Spiel rund um die kleine Lillith, ist letztlich nur halb so geheimnisvoll wie der Film seinem Zuschauer glauben machen will. In der Annahme überraschend zu sein, inszeniert „Fall 39“ daher eine lange Vorgeschichte, in der das Zwiespältige rund um seine junge Protagonistin erst allmählich eröffnet wird. Wenn die schon lang erwartete Wende dann tatsächlich eintrifft, wirkt sie jedoch nur wenig überzeugend: Ins Lächerliche abdriftend, wird aus „Fall 39“ ein erschreckend einfallsloser Horrorstreifen, der kaum ein Stereotyp seines Genres ausspart.
Dass „Fall 39“ letztlich in kaum einem Punkt überzeugen kann, liegt weite Strecken auch an der Besetzung. Vor allem Reneé Zellweger stellt sich als wahre Fehlbesetzung heraus. Mag man der Darstellerin in überzeichneten Frauenrollen wie der in „Bridget Jones“ noch etwas abgewinnen können, wirkt sie mit ihrem zuckersüßen Honigkuchengesicht in einem Horrorfilm hingegen wie ein schlechter Witz. Wenig überraschend also, dass sich Zellweger in „Fall 39“ von der gerade mal vierzehnjährigen Jodelle Ferland gnadenlos an die Wand spielen lassen muss. Schon mit ihrer Darstellungen in Filmen wie „Tideland“ hat sich Ferland für Rollen wie diese empfohlen. Das unheimliche Wechselspiel zwischen liebenswürdigen Mädchen und satanistischem Biest beherrscht sie scheinbar wie aus dem FF und schockiert damit nicht nur ein Mal. Mit Kindern, die plötzlich durchdrehen, konnte das Genre noch immer einige Fans für sich gewinnen – was sicherlich auch hier der Fall sein wird.
Schon mit „Pandorum“ (2009) hat sich der deutsche Regisseur Christian Alvarts ins Abseits manövriert. Dass aus „Fall 39“ erneut eine Bruchlandung wurde, ist bedauerlich. Immerhin sieht man es hierzulande doch nur allzu gerne, wenn Landsmänner auch in Übersee Erfolge feiern. "Satz mit x, ..."
Wissenswertes
Der Film wurde im englischen Original gesehen und bewertet.
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Kommentare
Nicole schreibt am 07.03.10, 13:53
Der Film ist im Trailer viel besser dargestellt als er wirklich ist und hält nicht was er verspricht! Die Story ist leider auch nix neues - im Sinne von "Orphan-Das Waisenkind", vielleicht aber nicht ganz so nervig. Fazid: Schnell vergessen ;) lohnt nicht-leichte Kost ohne Tiefsinn.


