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Poliezei
Polisse
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Regie
Maïwenn Le Besco
Drehbuch
Maïwenn Le Besco
Produzent
Alain Attal
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 127 min Land Frankreich Kinostart 27.10.2011 DVD-Start 19.10.2012 Blu-ray-Start 19.10.2012 Verleih Lighthouse Home Entertainment |
Story
Für die Polizisten der Pariser Einheit für Jugendschutz gehören grausame Geschichten, die sich hinter den schmucken Häusern von wohlhabenden Familien abspielen, schon lange zum Alltag. Tagtäglich werden sie mit schlimmen Schicksalen konfrontiert und mit Vorkommnissen, die es dringend zu unterbinden gilt. Die Polizisten und Polizistinnen der Einheit gelten auch schon seit Jahren als eingeschworene Gruppe, gehen alle mit gleichermaßen viel Ehrgeiz an ihre Arbeit und ziehen alle am gleichen Strang. Die Harmonie innerhalb der Gruppe wird erst gestört, als der oberste Chef als PR-Maßname einer Fotografin gestattet, die Arbeit der Jugendschützer zu begleiten und hinter Fassaden zu blicken, die Außenstehenden oder der Öffentlichkeit ansonsten verwehrt werden…
Schauspieler
Maïwenn Le Besco, Karin Viard, JoeyStarr, Marina Foïs, Nicolas Duvauchelle, Karole Rocher, Emmanuelle Bercot, Frédéric Pierrot, Arnaud Henriet, Naidra Ayadi, Jérémie Elkaïm
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit „Poliezei“ widmet sich Regisseurin und Drehbuchautorin Maïwenn Le Besco einem im Grunde höchst interessanten und auch wichtigen Thema: Mittels mehrerer Fallbeispiele wirft sie einen Blick auf die Arbeit der französischen Jugendschutzpolizei und deckt damit ein sehr weitreichendes Spektrum auf. Die verschiedenen Fälle, mit denen die Polizisten konfrontiert werden, reichen von Kindesmissbrauch bis Jugendkriminalität und Prostitution. Leider gelingt es Maïwenn Le Besco jedoch nicht, aus den unterschiedlichen Facetten der vielen Einzelschicksale eine flüssige Geschichte zu basteln. Denn anstatt die Fälle wirklich sorgsam zu durchleuchten und für den Zuschauer durchsichtig und packend zu gestalten, konzentriert sie sich viel mehr auf die Ermittler, deren Umgang mit ihrer Arbeit, und schließlich auch zunehmend mehr auf deren Privatleben. Spätestens als dann auch noch eine merkwürdig arrangierte Liebesgeschichte zunehmend mehr Platz in der Handlung einnimmt, verliert der eigentlich gespannte Zuschauer gänzlich das Interesse an dem Film.
Aus „Poliezei“ hätte ein höchst brisanter Film werden können, der auch über die französischen Landesgrenzen hinaus Wirkung hätte hinterlassen können. Maïwenn setzt den Schwerpunkt in der Handlung jedoch an dem falschen Punkt und rollt die Geschichte mit komplett falschem Fokus auf. Schade!
Wissenswertes
Maïwenn Le Besco war nicht nur für Regie und Drehbuch verantwortlich, sondern übernahm auch die Rolle der Fotografin Melissa.
Der Film gewann zwei begehrte Césars (Schnitt und Schauspielerin Naidra Ayadi) und erhielt darüber hinaus zwölf (!) weitere Nominierungen bei diesem Filmpreis, unter anderem bester Film.
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