Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 9.2.
- Black Gold
- 9.2.
- Der Junge mit dem Fahrrad
- 9.2.
- Für immer Liebe
- 9.2.
- Hugo Cabret
- 9.2.
- In Darkness
- Zu den Kinostarts
Moviesection.de unterstützt PETA
Control
|
Regie
Anton Corbijn
Drehbuch
Matt Greenhalgh
Produzenten
Orian Williams, Anton Corbijn
Genre Biopic FSK 12 Filmlänge 125 min Land Großbritannien, USA Kinostart 10.01.2008 DVD-Start 30.05.2008 Verleih Capelight |
Story
Ian Curtis hat schon im Teenageralter einen Hang zur Melancholie, bei der er sich leidenschaftlich gerne in poetische Zeilen und tolle Musik vertieft. Als er die hübsche Debbie kennen und lieben lernt, nimmt sein Leben langsam eine Wende. Mit 19 Jahren heiraten die beiden, kurze Zeit später bringt Debbie ihre erste Tochter zur Welt. Zu dieser Zeit hat es Ian jedoch schon geschafft, als Leadsänger in einer Band singen zu dürfen. Joy Division feiert erstaunlichen Erfolg und schafft es schon bald ganz nach Oben. Ian ist jedoch auf den enormen Erfolg nicht vorbereitet und leidet an Depressionen und schweren epileptischen Anfällen. Als er sich eines Tage auch noch auf eine Affäre mit der belgischen Journalistin Annik einlässt, gerät sein Leben vollkommen aus den Fugen und Ian Curtis droht, den letzten Halt in seinem ohnehin schon chaotischen Leben auch noch zu verlieren…
Schauspieler
Sam Riley, Samantha Morton, Alexandra Maria Lara, Joe Anderson, James Anthony Pearson, Toby Kebbell, Craig Parkison, Harry Treadaway, Richard Bremmer
Filmkritik von Kathrin Lang
Er ist eine wahre Legende der Musikgeschichte geworden: Ian Curtis, der berühmte Sänger der Band Joy Division. Doch viel zu früh hat er unsere Welt verlassen. Nach dem schnellen und überraschenden Durchbruch der Band, schafft es Curtis nicht, mit dem enormen Erfolg umzugehen. Mit zarten 23 Jahren setzt er seinem Leben ein jähes Ende, nachdem er jahrelang von Depressionen und schweren epileptischen Anfällen verfolgt und gezeichnet wurde. Der Star-Fotograf Anton Corbijns hat es sich nun mit seinem Biopic „Control“ zur Aufgabe gemacht, ein mitreißendes Künstlerporträt zu erschaffen, das uns Ian Curtis wieder zurück auf die Leinwände bringt. Gelungen ist ihm das lebhafter als man es vielleicht für möglich gehalten hätte. Ganz bewusst versucht Regisseur und Produzent Anton Corbijins nicht, ein gänzlich durchleuchtetes Porträt des legendären Sängers zu erschaffen, sondern sucht sich gekonnt die Spitzen heraus und setzt diese wahrlich eindrucksvoll in Szene. Durch die schwarz-weißen Bilder entwickelt „Control“ schnell eine ganz individuelle Atmosphäre, die wunderbar zu dem bedrückenden, leicht melancholischen, aber auch rein musikalisch großartig umrahmten Film passt. Vor allem Anhänger der heutigen Indie-Rock-Bewegung werden ihre Freude mit dem tollen Beat und den eingängigen Rhythmen von Joy Division haben. Während der zahlreichen Musikeinlagen hat der Zuschauer viel Zeit für eigene Reflexionen und braucht dadurch nur in den seltensten Fällen allumfassende Dialoge. Auf diese wird bei „Control“ weitgehend auch verzichtet. Corbijins setzt viel mehr auf die alles sagende Atmosphäre und eine brillierende Schauspielerriege. Ganz vorne mit dabei natürlich Neueinsteiger Sam Riley, der den vom übermäßigen Erfolg gezeichneten Curtis mit einer Eindringlichkeit und Authentizität darstellt, die keine Fragen mehr offen lässt. Mit leidendem und leerem Blick wendet er sich seinem Publikum zu und singt seine Songs zwar großartig, aber mit großem Schmerz. Hut ab - mit „Control“ wurde ein neuer Star geboren, von dem wir hoffentlich noch häufiger etwas zu sehen bekommen.
„Control“ wurde bei zahlreichen Filmfestivals mit Preisen ausgezeichnet. Unter anderem ging er bei den Festspielen von Cannes, bei den British Independent Film Awards und den BAFTA Awards mit mehreren Trophäen nach Hause. 