Burn after reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?

Burn after reading

Filmplakat Burn after reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?
Regie Joel Coen, Ethan Coen  Drehbuch Joel Coen, Ethan Coen  Produzenten Joel Coen, Ethan Coen, Tim Bevan, Eric Fellner 
Genre Komödie  FSK 12  Filmlänge 95 min
Land USA  Kinostart 02.10.2008  DVD-Start 27.03.2009  Verleih Tobis

Story

Als die beiden Fitnesstrainer Linda und Chad in einer Umkleidekabine eine CD finden auf der offensichtlich überaus brisante Informationen eines CIA-Agenten zu finden sind, glauben sie damit endlich an das große Geld kommen zu können. Kurzerhand rufen sie den Besitzer der geheimen Dokumente an und fordern von ihm ein Bestechungsgeld. Dieser kann nicht fassen was ihm da widerfährt, handelt es sich bei den Dateien auf der CD doch lediglich um seine Memoiren, die er in wenige Monaten zu veröffentlichen gedenkt. Doch ehe er dies den möchtegern Erpressern mitteilen kann, ist die Geschichte schon längst im Rollen. Schon nach kurzer Zeit werden immer mehr Menschen in dieses unfassbare Szenario verwickelt, bis letztendlich eine ganze Horde diverser Geheimdienste den Amateur-Erpressern auf den Fersen ist.

Schauspieler

Burn after reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? George Clooney, Frances McDormand, John Malkovich, Tilda Swinton, Brad Pitt, Richard Jenkins, David Rasche, J.K. Simmons, Olek Krupa, Michael Countryman, Kevin Sussman, J.R. Horne, Hamilton Clancy, Armand Schultz, Pun Bandhu

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Burn after reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? Wenn die Kamera langsam, von irgendwo im Weltall, auf die Erde zoomt und letztendlich in dem CIA-Hauptquartier in Washington D.C. landet, ahnt der Zuschauer noch nicht welch menschliche Absurdität ihn in den kommenden 95 Filmminuten erwarten wird. Doch eigentlich hätte man es wissen müssen, denn wo die Brüder Joel und Ethan Coen draufstehen, ist erfahrungsgemäß auch Joel und Ethan Coen drin. Was harmlos und relativ unspektakulär beginnt, schaukelt sich immer weiter hoch und endet in einem skurrilen und absolut irren Chaos. Oder um es mit George Clooneys Worten zu sagen: „Der Film spielt zwar in Washington, aber im Fokus steht eine Gruppe erschreckend dummer Leute, die erschreckend dumme Sachen machen.“

Dreh- und Angelpunkt von „Burn afer Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?“ ist aber nicht einmal die verquere und absolut gelungene Story, sondern hauptsächlich die Schauspieler, die sich in ihrer Selbstironie geradezu gegenseitig übertreffen. Herrlich komisch mimt George Clooney den Frauenschwarm und Tilda Swinton die kratzbürstige Geliebte und Ehefrau, während Brat Pitt zweifellos versucht den Preis für den hirnverbranntesten Charakter des ganzen Ensembles für sich zu erobern. Unter dem Strich hat er den auch verdient, obwohl ihm Kollegin Frances McDormand bei diesem Wettkampf zweifellos sehr dicht an den Fersen hing.

Schlussendlich ist den Coen-Brüdern mit ihrem neusten Streich mal wieder ein absolutes Filmhighlight gelungen, das für ihre Fans und Freunde des schwarzen Humors zu einem Pflichttermin geworden ist. „Burn afer Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?“ – auf seine ganz eigene Art irrekomisch und jeden Cent wert.

Wissenswertes

Burn after reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? "Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?" eröffnete 2008 die Internationalen Filmfestspiele in Venedig.

Auszeichnungen

Golden Globe-Nominierungen

Bester Film - Musical / Comedy, Beste Schauspielerin (Frances McDormand)



Besucherbewertung
3.5 / 5  (22 votes)

Kommentare

Martin schreibt am 17.10.08, 13:04
In "Snatch" hat Brad Pitt ja schon einen teilweise etwas "komisch" anmutenden Charakter gespielt, was ihm super gelungen ist. Das setzt er hier, in "Burn after Reading", grandios fort, so dass man sich wundern darf, welches Potential insgesamt in diesem Knaben steckt!
Der Film im Ganzen hatte auf mich aber eine eher enttäuschende Wirkung, denn ich durfte nur wenig lachen und die wirklich irre Story war für mich zu wenig auf "das darfst du alles nicht so ernst nehmen" abgestellt, so dass ich aus meiner Verwirrung nicht so recht raus kam, leider :-) Ich glaub ich muss den nochmal schauen, dann wirds vielleicht besser :-)
hihiuztrewq schreibt am 11.05.10, 21:59
Das wirklich einzige, was an diesem Film halbwegs OK ist, ist tatsächlich Brad Pit!

Alles andere ist total sinnloser Murks!!
+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.