Underdogs

Filmplakat Underdogs
Regie Jan Hinrik Drevs  Drehbuch Jan Hinrik Drevs  Produzenten Ralph Schwingel, Stefan Schubert 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 92 min
Land Deutschland  Kinostart 24.07.2008  DVD-Start 19.03.2009  Verleih Farbfilm

Story

Sechs Männern aus der JVA wird angeboten an einem Resozialisierungsprogramm teilzunehmen, das darin besteht kleine Hundewelpen zu Blindenhunden auszubilden. Unter den schlussendlich ausgewählten befinden sich die schlimmsten Verbrecher, die die Haftanstalt herzugeben hat: Lebenslang wegen schweren Gewaltakten, Morden, Diebstahl… Unter ihnen ist Häftling Mosk, der sich außer für Gewichtheben für rein gar nichts zu interessieren scheint. Dennoch muss er sich von heute auf morgen mit einem Hundebaby, das er liebevoll und schlicht ‚Hund‘ nennt, die Zelle teilen und diesem Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“ eintrichtern. Während die anderen fünf Insassen von der ersten Sekunde an vollauf bei der Sache sind, dauert es bei Mosk eine Ewigkeit bis er sich mit der neuen Situation angefreundet hat. Doch auch die härtesten Männer haben einen weichen Kern…

Schauspieler

Underdogs Thomas Sarbacher, Clelia Sarto, Hark Bohm, Ingo Naujoks, Kida Ramadan, Thorsten Merten, Wladimir Tarasjanz, Philipp Baltus, Patrycia Ziolkowska, Peter Jordan, Christoph Grunert, Henning Schimke, Karsten Kretschmer, Luca Maric, Ute Wieland, Marc Zwinz

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Underdogs Dass Schwerverbrecher durch die Ausbildung von süßen Welpen zu besseren Menschen werden können, führt uns der neue Streifen von den Machern von „Emmas Glück“ vor Augen. Dass die Idee, die uns hier auf der Leinwand als fiktive Geschichte verkauft wird, nicht all zu weit hergeholt ist, hat das us-amerikanische Programm „Welpen hinter Gittern“ bewiesen. Dort wurden tatsächlich junge Hunde von Häftlingen erfolgreich zu Blindenhunden ausgebildet. Regisseur und Drehbuchautor Jan Hinrik Dreves hat sich bereits 2001 mit diesem Thema auseinandergesetzte und einen Dokumentarfilm über das amerikanische Resozialisierungsprogramm gedreht. Dass viel Erfahrung und Bemühung hinter „Underdogs“ steckt, merkt man dem Film auch bereits nach den ersten Szenen an. Mit Fokussierung auf die wichtigsten Ereignisse wurde aus „Underdogs“ eine kurzweilige Mensch- und Tierstudie mit dem besonderen Blick fürs Detail. Warum uns der Film als Komödie verkauft wird, bleibt allerdings bis zur letzten Szene unklar. Zwar kann der ein oder andere witzige Höhepunkt nicht abgestritten werden, doch letztendlich wird die lieblose Abschiebung in das Komödiengenre dem Film alles andere als gerecht. Emotional schippert „Underdogs“ zwar nicht all zu selten scharf an der Grenze zum rührenden Kitsch, doch sind genau diese Szenen wiederum auch die markantesten des ganzen Filmes. Wenn harte Männer plötzlich ein weiches Herz bekommen, dann kann der Zuschauer auch schon einmal ein kleines Tränchen vergießen.

„Underdogs“ – ein Film der weit entfernt von actionreichem Kino ist, dafür aber alle Hundeliebhaber und Fans des emotionalen Kinos beeindrucken wird.

Wissenswertes

Underdogs In New York gab es vor einigen Jahren tatsächlich ein Programm bei dem Hundewelpen von Häftlingen erfolgreich zu Blindenhunden ausgebildet wurden.



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